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Gruess Gott - Herbst 2020

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Wenn die Welt Kopf steht - Das Magazin über Gott und die Welt

[HERR]GOTT VOM SUCHEN

[HERR]GOTT VOM SUCHEN UND FINDEN Auf der Suche nach Gottes Spuren sind keine weiten Reisen nötig. Wer mit offenen Augen durch die Welt geht, wird überall fündig: in den Gassen der Stadt, im Fußballstadion, im Klang eines Instruments – und sogar im Gefängnis. Ein spiritueller Streifzug. FOTOS: RAPHAEL GABAUER, ROBERT MAYBACH, THOMAS STRAUB Der Hoffnungsvolle Die Fenster sind vergittert, die Betonwände nur mit einer dünnen Schicht Farbe verziert: Es gibt gewiss schönere Gotteshäuser als die Gefängniskapelle der Justizanstalt Innsbruck. Und doch spürt Christian Marte hier eine Nähe zu Gott. Der Jesuit ist Seelsorger für die Gefangenen und die Bediensteten. Zu den Gottesdiensten in dieser nüchternen Kapelle bringen die Insassen ihre Angst und ihre Bitten. Als Priester betet Christian Marte für die Familien und Freunde der Gefangenen – und auch für die Opfer von Verbrechen: „Das Gefängnis ist eine Grenzsituation im Leben. Dort spürt man deutlich: Wir brauchen Hoffnung, um zu leben. Gott können wir um diese Hoffnung bitten. Wen sonst, wenn wir selbst nicht mehr weiterwissen?“ (Seinen Essay zum Thema lesen Sie auf S. 44.) FOTO: THOMAS STRAUB 38

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