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Gruess Gott - Herbst 2020

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Wenn die Welt Kopf steht - Das Magazin über Gott und die Welt

VOM DUNKEL ZUM LICHT

VOM DUNKEL ZUM LICHT Weihnachten ist nicht mehr weit! Ein Überblick auf dem Weg durch die Advent- und Weihnachtszeit. DIE ADVENTZEIT Der Advent (und damit das neue Kirchenjahr) beginnt offiziell mit dem Vorabend des ersten Adventsonntags. An diesem Abend werden in den Pfarrkirchen die Adventkränze gesegnet. Adventzeit 1. Advent 2. Advent 2. Adventsonntag Bereitet den Weg des Herrn! Zweiter und dritter Adventsonntag stehen im Zeichen Johannes des Täufers, der ankündigt: „Nach mir wird einer kommen, der stärker ist als ich.“ 1. Adventsonntag Seid wachsam! Im Mittelpunkt steht das Kommen Christi – und die Wachsamkeit, um die Zeichen dieses Kommens zu erkennen. 4. Adventsonntag Fürchte dich nicht! Der letzte Adventsonntag nimmt die Ankündigung der Geburt Jesu an Josef bzw. Maria in den Blick. 3. Advent 4. Advent 3. Adventsonntag Freut euch! Der dritte Adventsonntag ist von Vorfreude auf das Kommen Jesu geprägt. Weihnachtszeit Heiliger Abend (24. Dezember) Der Retter ist geboren! In seiner Menschwerdung hat Gottes Liebe wortwörtlich Hand und Fuß bekommen. Jesu Leben und Tod haben die Erlösung der Menschen und der ganzen Schöpfung zum Ziel. Das feiern wir am Heiligen Abend zu Hause und in der Christmette. www.heiligabend.at DER ADVENTKRANZ Der Kranz als Kreis, der kein Ende hat, ist Zeichen für den ewigen Gott, die Zweige symbolisieren Leben und Hoffnung. Der Adventkranz ist ein relativ junger Brauch: In einer katholischen Kirche wurde er erstmals 1924 in Köln verwendet. 24. 12. ILLUSTRATION: STEFFI WERTH, VECTEEZY.COM 8

GOTT & DIE WELT DIE WEIHNACHTSZEIT Sie beginnt mit dem Heiligen Abend, also dem Vorabend des 25. Dezember, und dauert bis zum Sonntag nach dem 6. Jänner. Insgesamt währt die Weihnachtszeit also zwei bis drei Wochen. Christtag (25. Dezember) „Im Anfang war das Wort“: So beginnt die Geschichte von Jesus im Johannesevangelium. Am Christtag feiern wir, dass das Wort, das am Anfang bei Gott war, Mensch geworden ist. Jesus ist das Licht, das in die Welt kommt und die Finsternis vertreibt. 25. 12. 26. 12. Stephanitag (26. Dezember) „Herr, rechne ihnen diese Sünde nicht an!“ Stephanus war der erste christliche Märtyrer: Er wurde für seinen Glauben gesteinigt. Das Fest verdeutlicht, dass die Freude über die Geburt und die Trauer über die Bedrohtheit des Lebens nah beieinanderliegen. Fest der Hl. Familie Neujahrstag (1. Jänner) Das Evangelium erzählt von Beschneidung und Namensgebung Jesu am achten Tag nach seiner Geburt – dem heutigen Neujahrstag. Dieser Tag ist gleichzeitig auch das Hochfest der Gottesmutter Maria. 1. 1. Fest der Heiligen Familie (Sonntag nach Weihnachten bzw. 30. Dezember) An diesem Festtag feiern wir die Heilige Familie als Vorbild. Maria und Josef bringen das Jesuskind in den Tempel. Simeon und Hanna preisen Jesus als Heil und Licht für Israel und alle Völker. 6. 1. Taufe des Herrn (Sonntag nach dem 6. Jänner) Mit diesem Fest schließt der Weihnachtsfestkreis. Jesus lässt sich mit etwa 30 Jahren von Johannes dem Täufer im Jordan taufen. Dabei kommt Gottes Geist auf Jesus herab, und eine Stimme aus dem Himmel sagt: „Du bist mein geliebter Sohn, an dir habe ich Wohlgefallen gefunden.“ Erscheinung des Herrn (6. Jänner) Das Matthäusevangelium erzählt, dass Sterndeuter aus dem Osten kamen und Jesus Gold, Weihrauch und Myrrhe darbrachten. Später deutete man sie als Könige, weshalb das Fest auch Dreikönig genannt wird. Das Fest betont: Es ist wirklich Gott, der sich in Jesus allen Menschen zuwendet! Taufe des Herrn DIE KRIPPE Der Brauch der Weihnachtskrippe – also figürlicher Darstellungen des Christkindes, seiner Eltern, der Engel, Hirten und Könige – geht bis in die alte Kirche der Antike zurück. Zunächst wurden Krippen vor allem in Kirchen aufgestellt, erst ab dem 18. Jahrhundert auch in Privathäusern. DER CHRISTBAUM Der Christbaum kam erst nach dem 16. Jahrhundert nach Österreich. Mit seinen immergrünen Zweigen und den Kerzen verbindet er das Symbol des Lichtes von Weihnachten mit dem Symbol des Lebens. 9