Aufrufe
vor 1 Jahr

ZeitGeist 2018

  • Text
  • Gourmet
  • Thomaskellermann
  • Gutsteinbach
  • Zeitgeist
  • Tegernsee
  • Moltke
  • Menschen
Zeitgeist - Das Magazin der Egerner Höfe Ausgabe 2018

IM GESPRÄCH MIT... IM

IM GESPRÄCH MIT... IM GESPRÄCH MIT... Kunstexpertise AM TEGERNSEE Susanne Gräfin von Moltke im Gespräch mit Kunsthistorikerin Dr. Sonja Lechner M.A. Liebe Sonja, Du bist Kunsthistorikerin, hast über Caravaggio promoviert und arbeitest seitdem als selbstständige Kuratorin, wissenschaftliche Autorin und Kunstberaterin. Zusammen mit Deinem Team kuratierst Du Ausstellungen in Galerien, Museen, Unternehmen und Hotels. Kenngelernt haben wir uns über Deine nun schon legendären Ladies Art Lunchs, und ich liebe Deine Passion für die Kunst. Wie kam es zu dieser Begeisterung? Meine Eltern haben uns Kindern bereits eine sehr kunstaffine Kindheit bereitet, so dass ich schon in jungen Jahren fasziniert war von der Erkenntnis, dass nur die Kunst uns ein Bild von der Vergangenheit vermittelt, dass ohne Künstler keine Verbildlichung vorfotografischer Zeiten existiert. Diese Begeisterung hat sich dann im Studium vertieft und sich endgültig zur Passion entwickelt, als ich in Rom lebte, um meine Doktorarbeit über Caravaggio zu schreiben – diese Stadt offeriert Kunst und Kultur an jeder Straßenecke! Wie hat sich der Kunstmarkt aus Deiner Sicht verändert und wo geht die Reise hin? Eindeutig geändert hat sich der Fokus der meisten Sammler, der heute vermehrt auf dem Contemporary liegt, während die Altmeistersammler und die Liebhaber des 19. Jahrhunderts noch während meines Studiums den Markt viel signifikanter bestimmten. Zudem gibt es heute mehr Investment-Sammler als früher. Doch es gibt auch viele Kollektionen, die junge Künstler sammeln, deren Entwicklung noch nicht absehbar ist. Manche kombinieren auch Investment und Förderung miteinander, gilt doch stets, dass Leidenschaft für ein Kunstwerk die beste Grundlage eines Erwerbs darstellt. Wenn einem ein künstlerischer Ausdruck entspricht, wenn ein Werk zu einem spricht, dann ist dies oft der Beginn einer Sammelleidenschaft, die ebenso treu wie enthusiastisch verfolgt, was Künstler schaffen und nicht selten noch feuchte Werke direkt aus dem Atelier ersteht, um sie gar nicht erst auf den Markt kommen zu lassen. Verrätst Du uns Deine persönlichen Lieblingskünstler? Vernissage Egerner Höfe: Klaus Graf von Moltke, Susanne Gräfin von Moltke, Petra und Edi Reinbold, Sonja Lechner In der Kunstgeschichte gibt es so viele, dass ich eine weitere Doktorarbeit darüber schreiben könnte, welche Künstler mich berühren: Das ist ja das wunderbare an meinem Fach, dass es über den wissenschaftlichen Zugang hinaus immer auch um das Emotionale geht – entweder ein Kunstwerk spricht mich an oder eben nicht. Bei manchen Werken ist es so, als reiche mir der Künstler über die Jahrhunderte hinweg die Hand: Besonders stark hatte ich dieses Empfinden etwa stets bei Edouard Manet. Paul Klee hat es für mich vortrefflich auf den Punkt gebracht: „Kunst gibt nicht die Sichtbarkeit wieder, sondern macht sichtbar“ – so manches Mal erhellen sich einem Zusammenhänge, Empfindungen, Seinszustände erst vor einem Kunstwerk. Aktuell gibt es viele Künstler die ich schätze, etwa Felix Rehfeld: Er ist ein Schüler von Karin Kneffel und seine Darstellung der Farbe Gold ist für mich sowohl in der Annäherung an die Frage der Eigenständigkeit von Farbe als auch in der malerischen Haptik unerreicht. Pietri Niemelä Auch wir haben in unseren Egerner Höfen schon eine durch Dich initiierte Ausstellung gehabt, die Du kuratierst hast: die Vernissage Deines zeitgenössischen, finnischen Künstlerfreundes Pietri Niemelä, gepaart mit einem wunderbaren Dinner in unserer Dichterstub‘n. Wie war das für Dich in einem Hotel auszustellen? Das war eine ganz wunderbare Erfahrung, ist doch die Rezeption von Kunst in einem Hotel eine andere als in einem Museum oder in einer Galerie. Viele der Gäste, die mehrere Tage in den Egerner Höfen weilten, kamen mehrfach in die Ausstellung, um sich die Werke ganz in Ruhe wieder und wieder anzusehen, und der Künstler generierte neue Bewunderer aus dem Kreis der Hotelgäste, manche gar aus Hongkong! Wenn Du nun Privatleute berätst, wie muss man sich das vorstellen? Ich berate Privatpersonen nicht nur in Bezug auf Pflege und Erweiterung ihrer bestehenden Sammlung, wir unterstützen auch diejenigen bei der Auswahl und dem Kauf von Kunstwerken, die sich eine Sammlung aufbauen möchten. Egal, ob der Kunde Antiquitäten sucht, alte und junge Meister oder moderne Gegenwartskunst – wir zeigen ihm auf, welche Möglichkeiten die Kunstszene bietet und verhelfen ihm zu den gewünschten Werken. Kannst Du uns und unseren Gästen einen Tipp geben, welche Kunstrichtung sich zukünftig zu sammeln lohnt? Ich gehe immer gerne auf die Jahresausstellungen der Akademie der Bildenden Künste in München: Dort habe ich schon so manchen Künstler für mich entdeckt und zu sammeln begonnen! KUNSTKONNEX ARTCONSULTING Dr. Sonja Lechner Mandlstraße 28, 80802 München Telefon: 089 95485513 E-Mail: info@dr-sonja-lechner.de www.dr-sonja-lechner.de 14 | Zeitgeist Zeitgeist | 15

Gästemagazin ZeitGeist

ZeitGeist 2018
ZeitGeist - Das Magazin der Egerner Höfe
ZeitGeist - das Magazin der Egerner Höfe | Ausgabe 6/2016
ZeitGeist - das Magazin der Egerner Höfe | Ausgabe 1/2016
ZeitGeist - das Magazin der Egerner Höfe | Ausgabe 6/2015
ZeitGeist - Das Magazin der Egerner Höfe | Ausgabe 1/2015

sonstiges Prospektmaterial

Imagebroschüre des Relais & Châteaux Park-Hotels Egerner Höfe
Genussmomente 2019
Beauty & Spa of the Egerner Höfe - brochure englisch
Egerner Höfe Gesundheit
Roadbook - Die schönsten Routen in Oberbayern

Tagen

Park-Hotel Egerner Höfe - Tagungsbroschüre
Heiraten am Tegernsee - bei uns in den Egerner Höfen
Kompetenz in Automobil - Ihre Veranstaltung in den Egerner Höfen und auf Gut Steinbach
Tagen und Feiern in den Egerner Höfen

Relais & Châteaux Park-Hotel Egerner Höfe am Tegernsee – Aribostraße 19–26 – D-83700 Rottach-Egern

Telefon 080 22 / 666-0 – Fax 080 22 / 666-200 – info@egerner-hoefe.de

ImpressumSitemapDatenschutzAGB