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Berufsbildungsbrief_1-2018

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Berufsbildungsbrief erste Ausgabe im 2018

Zweite zentrale

Zweite zentrale Schweizer Berufsmeisterschaften «Die SwissSkills 2018 sind beste Werbung für die Berufsbildung» Vom 12. bis 16. September finden in Bern die zweiten zentralen Schweizer Berufsmeisterschaften statt – die SwissSkills 2018. Was bleibt, was ändert gegenüber der Erstausgabe von 2014? Und: Was bringen solche Anlässe Wirtschaft und Gesellschaft? Im Gespräch: Claude Thomann, OK-Präsident der SwissSkills 2018. ROLF MARTI SwissSkills, EuroSkills, WorldSkills: Berufsmeisterschaften sind beliebt und ziehen viel Publikum an. Was fasziniert die Leute daran, anderen beim Arbeiten zuzuschauen? Thomann: Es ist wie bei einer Baustelle: Die Leute bleiben stehen und schauen zu, wie Menschen einer Tätigkeit nachgehen und wie etwas Neues entsteht. Das ist schlicht faszinierend. Bei Berufsmeisterschaften ist das nicht anders. Im September finden in Bern zum zweiten Mal nach 2014 zentrale Schweizer Berufsmeisterschaften statt. Was erwartet das Publikum an den SwissSkills 2018? Thomann: Die Besucherinnen und Besucher können 135 Grundberufe an einem Ort und im Massstab 1:1 erleben. In 75 Berufen finden Schweizermeisterschaften mit total 1100 Wettkämpferinnen und Wettkämpfern statt – es geht also um Medaillen und um die Teilnahme an internationalen Meisterschaften. 60 Berufe sind mit Live-Demonstrationen präsent. Kurz: Die SwissSkills «Die Berufsbildung ist für die Wettbewerbsfähigkeit der Schweiz zentral», sagt Claude Thomann, OK-Präsident der SwissSkills 2018. ermöglichen auf einer Fläche von 14 Fussballfeldern einen umfassenden Einblick in die Welt der beruflichen Grundbildung. Gibt es Neuerungen gegenüber den SwissSkills Bern 2014? Thomann: Wir haben das bewährte Konzept weitgehend übernommen, stärken aber den Erlebnischarakter. Unter dem Titel «MySkills» ermöglichen 64 von 66 Berufsverbänden den Besucherinnen und Besuchern, selber Hand anzulegen. Diese unmittelbaren Erlebnisse sind gerade für Jugendliche im Berufswahlalter zentral. Eine weitere Neuerung sind die «Best of SwissSkills». Nach Abschluss der Wettkämpfe werden am Sonntag die Highlights der vergangenen Tage noch einmal präsentiert. Schliesslich wird der Treffpunkt Formation – die Begegnungs- und Weiterbildungsplattform für Lehrpersonen und Berufsberatende – ausgebaut. Für diese Zielgruppe gibt es u.a. Führungen durch die SwissSkills 2018. Infobox Die SwissSkills 2018 sind der ideale Anlass für alle, die sich praxisnah über die Vielfalt der Berufswelt orientieren wollen: Schülerinnen und Schüler, Lernende und Berufsbildende, Lehrpersonen und Eltern, Bildungsfachleute, aktive und pensionierte Berufsleute. Für Schulen bieten die Veranstalter ein spezielles Paket an. Dieses beinhaltet die Anreise mit den öffentlichen Verkehrsmitteln aus der ganzen Schweiz für maximal 20 Franken pro Person. Schulen aus der Region Bern profitieren von einem Rabatt von 40 Prozent auf den üblichen Ticketpreisen des öffentlichen Verkehrs. Für Jugendliche und junge Erwachsene bis 21 Jahre ist der Eintritt an die Swiss- Skills 2018 kostenlos. Tickets sind ab dem 29. Mai 2018 online erhältlich. Infos und Tickets: www.swiss-skills2018.ch Neu ist auch, dass sich die UBS umfassend für die Schweizer Berufsmeisterschaften engagiert. Welche Auswirkungen hat das auf die SwissSkills 2018? Thomann: Die UBS hat sich bereits für die SwissSkills Bern 2014 engagiert. 2018 ist sie einer von sechs Presenting-Partnern. Neu ist jedoch, dass sie das Schweizer Team an internationalen Meisterschaften unterstützt und die allgemeine Information über das Berufsbildungssystem fördert. Dass sich eine Grossbank in diesem Ausmass exponiert, ist ein klares Signal: Die Berufsbildung hat Zukunft und macht Karrieren. Letzteres zeigt das Beispiel von Lu- 1 / Januar 2018 Seite 6

In Kürze Evaluation Qualifikationsverfahren 2017 Kanton Bern schneidet gut ab Im Kanton Bern wurden 2017 in 357 beruflichen Grundbildungen (inkl. Fachrichtungen) Qualifikationsverfahren durchgeführt (295 EFZ, 62 EBA). Zu den Prüfungen angetreten sind 11 540 Kandidatinnen und Kandidaten – 560 weniger als im Vorjahr. Das Erfreuliche vorweg: Die Erfolgsquote lag über alle Berufe hinweg betrachtet bei 94,43 Prozent (Vorjahr 94,48). Der Kanton Bern liegt damit über andern bevölkerungsreichen Kantonen wie Zürich (91,80) oder Basel-Stadt (91,20). Einige weitere interessante Zahlen: 2017 wurden 270 Gesuche um Nachteilsausgleich eingereicht und 25 Beschwerden geführt. Für die 7500 Prüfungsexpertinnen und -experten brachten die Qualifikationsverfahren zwischen Juni und Mitte Juli eine enorme Belastung mit sich. Der zeitliche Aufwand entsprach rund 140 Vollzeitstellen. Mach mit! Junge Berufsleute, die als Wettkämpferin bzw. Wettkämpfer an den SwissSkills 2018 teilnehmen möchten, wenden sich an ihren Berufsverband. Er ist für die Durchführung der Wettkämpfe und das Qualifikationsverfahren zuständig. In vielen Berufen finden regionale Vorausscheidungen statt. › Liste der an den SwissSkills 2018 vertretenen Berufe kas Gähwiler: Der Verwaltungsratspräsident der UBS Switzerland ist mit einer kaufmännischen Grundbildung ins Erwerbsleben gestartet. Trotz privater Sponsoren trägt die öffentliche Hand 75 Prozent der Kosten für die SwissSkills 2018. Thomann: Der Verein SwissSkills 2018 investiert 16,5 Millionen Franken in den Anlass – für Infrastruktur, Organisation und Marketing. Davon werden 75 Prozent durch die öffentliche Hand getragen, insbesondere vom Bund, dem Kanton und der Stadt Bern. Zu den 16,5 Millionen kommen 20 bis 25 Millionen, welche die Organi - sationen der Arbeitswelt in ihre Auftritte investieren. Der Anlass kostet also rund 40 Millionen und ist ein gutes Beispiel von Public-private-Partnership. Was hat die öffentliche Hand von diesem Anlass? Thomann: Die Berufsbildung ist für die Wettbewerbsfähigkeit der Schweiz zentral. Darin sind sich alle Sozialpartner einig. Sie versorgt die Wirtschaft mit qualifizierten Fachkräften und integriert in hohem Masse junge Menschen in den Arbeitsmarkt. Mit den SwissSkills 2018 machen wir beste Werbung für die Berufsbildung, das ist im Interesse der Allgemeinheit. Und noch dies: Der Grossanlass ist für den Standort Bern auch imagemässig und wirtschaftlich interessant. 2014 kamen 150’000 Besucherinnen und Besucher nach Bern. Mit wie vielen Gästen rechnen Sie 2018? Thomann: Mit ebenso vielen oder mehr. Unsere Hauptzielgruppen sind wiederum Schülerinnen und Schüler im Berufswahlalter, Lehrpersonen und Eltern. Darüber hinaus wollen wir alle ansprechen, die anderen gerne beim Arbeiten zuschauen … (lacht). Eine persönliche Frage zum Schluss: Was verbindet den Juristen Claude Thomann mit der Berufsbildung? Thomann: Ich bin zwar Anwalt, aber auch Geschäftsführer des Verbands Berner Arbeitgeber. Der Wirtschaft ist es ein zentrales Anliegen, die Berufsbildung weiterzubringen. Qualifizierte Fachkräfte sind das Rückgrat unserer Wirtschaft und damit unseres Wohlstands. Karriereschritt 2018 Neue Bühne für Weiterbildung «Karriereschritt» ist die neue Berner Bühne für Weiterbildung, Networking und Austausch. Die Messe liefert Antworten auf Karrierefragen und ermöglicht den Kontakt zu Laufbahnexpertinnen und -experten. Vor Ort sind Universitäten und Fachhochschulen, Institutionen der höheren Berufsbildung, Sprachschulen und andere Weiterbildungsanbieter sowie Berufsverbände und die Berufsberatung (BIZ). Karriereschritt findet am 24. und 25. Februar 2018 auf dem Messgelände der BernExpo statt. www.karriereschritt.ch Interaktive Plattform Digitale Kompetenzen in der beruflichen Grundbildung Das Departement Informatik der Hochschule Luzern hat für rund 290 Berufsbilder die notwendigen digitalen Kompetenzen identifiziert und stellt diese der Berufsbildungswelt auf der interaktiven Plattform berufsbildungdigital.ch zur Verfügung. Die Plattform bietet die Möglichkeit, sich über die Digitalisierung in der Berufsbildung zu informieren und auszutauschen. 1 / Januar 2018 Seite 7

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