Aufrufe
vor 4 Jahren

Berufsbildungsbrief_2-2018

  • Text
  • Berufsfachschulen
  • Berufsbildung
  • Digitalisierung
  • Plattform
  • Kompetenzen
  • Bernhard
  • Lernenden
  • Grundbildung
  • Bern
  • Unterricht
Informationen zur Berufsbildung des Mittelschul- und Berufsbildungsamtes Bern

2 / März 2018 Inhalt Seite 2 Ende der Lehre Rechtzeitig über die Zeit danach reden Seite 4 Modularisierung «Es geht um ganz alltägliche Pflegesituationen» Seite 6 Digitalisierung in der Berufsbildung «Unsere Plattform enthält praxisnahe Handlungsempfehlungen» BILD: PATRICESCHREYER.COM Editorial Unsere Berufsbildung ist bestens aufgestellt Ein Hauptgrund, wieso unser Land gesellschaftlich und wirtschaftlich so gut unterwegs ist, ist sein Bildungssystem. Wir verfügen sowohl über hervorragende Universitäten – die zu den besten der Welt gehören – wie über eine einmalig ausgebaute und in ihrer Qualität fast unerreichte Berufsbildung. Es ist wichtig, beide Bildungswege zu stützen und zu schätzen und keinesfalls gegeneinander auszuspielen. Denn die Stärke der Schweiz ist darin begründet, dass wir sowohl starke Akademikerinnen und Akademiker wie auch starke Praktikerinnen und Praktiker haben. Darauf dürfen wir stolz sein. Die Schweizer Bildungspolitik ist sich dessen bewusst und will das so erhalten. Es gibt keinen Grund, sich vor einer «Akademisierung» zu fürchten oder umgekehrt, die Leistungsfähigkeit der Berufsbildung in Frage zu stellen. Die Berufsbildung ist eine Verbundleistung. Im Mittelpunkt steht das Engagement der Unternehmen, die bereit sind, ganz selbstverständlich eine Bildungsleistung zu erbringen, die in anderen Ländern vom Staat erwartet wird. Aber genau das ist die Stärke unseres Systems. Zudem: Die Zusammenarbeit mit dem staatlich organisierten Bildungsteil, den Berufsfachschulen wie auch mit den verbandseigenen überbetrieblichen Kursen, funktioniert selbstredend und hervorragend. Zu diesem Verbund gilt es Sorge zu tragen. Er wird mit Leben erfüllt von Berufsbildenden in den Betrieben und den Verbänden, von Lehrerinnen und Lehrern in den Berufsfachschulen und einer leistungs - fähigen Verwaltung. (Übrigens: Auch in Letzterem sind wir Weltmeister. Suchen Sie mal in anderen Ländern eine derart effiziente Verwaltung!). Ich bin überzeugt, unsere Berufsbildung ist bestens aufgestellt, um auch die Herausforderung der Digitalisierung zu meistern. Genauer gesagt: Damit auch die künftigen Berufsleute diese Herausforderung meistern werden. Wir alle werden flexibel sein müssen. Den Stoff, den wir heute lernen, nützt uns vielleicht in den künftigen Berufen nicht mehr eins zu eins. Entscheidend ist vor allem: Das Wissen, dass man etwas lernen kann, dass man sich auf Neues einstellen kann und das Selbstvertrauen, Veränderungen meistern zu können. Das hat mit der Beziehungsarbeit der Menschen zu tun, die in der Berufs - bildung arbeiten. Ihnen allen einen ganz herzlichen Dank für Ihren täglichen Einsatz für unsere Zukunft, für die Zukunft der jungen Menschen! Bernhard Pulver, Regierungspräsident, Erziehungsdirektor