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Berufsbildungsbrief 3/2020

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Berufsbildungsbrief

3 / Mai 2020 Inhalt Seite 2 Qualifikationsverfahren 2020 «Ich bin von der Bewertungskompetenz der Lehrbetriebe überzeugt» Seite 3 Corona-Update Seite 4 Fachkundige individuelle Begleitung (FiB) Lernende wieder zurück in die Spur bringen Seite 5 Lehrplan 21 Übertritt Volksschule– Berufsbildung Seite 6 Fehlerkultur «Es gilt, entspannt und freundlich zu bleiben» Seite 7 Alles was Recht ist Dürfen Lernende den Vorkurs für die Berufsmaturität während der Arbeitszeit besuchen? Seite 8 Schnupperlehre Realitäts- und Faktencheck für Jugendliche und Betriebe Seite 10 Vierte Kosten-Nutzen-Erhebung «Der Nettonutzen liegt bei 3170 Franken pro Lehrjahr» Editorial Lehrstellen besetzen – trotz Corona Die Corona-Pandemie hat grosse Auswirkungen auf die Wirtschaft. Viele Unternehmen sind in Kurzarbeit. Die Arbeitslosenzahlen steigen. Der Lockdown wird erst allmählich gelockert. Bisher sind im Kanton Bern keine gravierenden Auswirkungen auf die Lehrstellensituation spürbar. Per Ende April liegt die Zahl der neuen Lehrverträge nur geringfügig unter dem Fünfjahresschnitt. Und im Lehrstellennachweis sind sogar mehr Lehrstellen ausgeschrieben als im Vorjahr. Doch Vorsicht: Ob all diese Lehrstellen tatsächlich noch offen sind bzw. noch angeboten werden, ist unklar. Wie stark sich die Coronakrise tatsächlich auf den Lehrstellenmarkt auswirkt, lässt sich daher erst im Sommer beurteilen. Es braucht nun die Anstrengung aller Beteiligten, damit möglichst viele Jugendliche auch in diesem Jahr die geeignete Lehrstelle finden. Die Lehrpersonen der 9. Klasse sind sensibilisiert. Sie werden unterstützt durch die Berufsberatung. In den letzten Wochen hat sie kurzfristig Online-Beratungen aufgebaut. Zudem bietet sie Coachings und Case Managements an. Nun zählen wir auf die Lehrbetriebe. Die Berufsbildung ist für die meisten Unternehmen eine lohnende Investition. Das zeigt die Kosten-Nutzen-Analysen des Bundes (Seite 10). Die Berufsbildung ist ein fester Bestandteil der Schweizer Wirtschaft. Dies hat sich in den letzten Wochen deutlich gezeigt: Mit viel Engagement haben die Organisationen der Arbeitswelt (OdA) und die Prüfungsorganisationen die Lehrabschlussprüfungen an die Situation angepasst – in enger Zusammenarbeit mit Bund und Kantonen. Die Verbundpartnerschaft funktioniert. Wir danken allen Lehrbetrieben, welche trotz wirtschaftlich schwieriger Situation ihre Lehrstellen wie geplant besetzen und den Jugendlichen eine Chance geben. Die «Corona-Jugendlichen» werden viele Kompetenzen mitbringen, welche sie sich im Homeoffice angeeignet haben – ein Gewinn für jedes Unternehmen. Vor allem werden sie die Fachkräfte von morgen sein, wenn die Wirtschaft hoffentlich wieder blüht. Theo Ninck Vorsteher Mittelschul- und Berufsbildungsamt des Kantons Bern