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Berufsbildungsbrief_4-2018

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Berufsbildungsbrief 4-2018

Berufsbildungsbrief_4-2018

4 / Juni 2018 Inhalt Seite 2 Lehrbeginn «Der erste Tag steht ganz im Zeichen der Einführung» Seite 4 Misserfolg im Qualifikationsverfahren «Wir sind froh um jeden Lehrbetrieb, der sich weiterengagiert» Seite 6 Sprachstandsermittlung «Gut fräsen und sauber malen – das reicht nicht» Editorial Ein guter Start ist die halbe Miete Lernende brauchen auf ihrem Weg in die Berufswelt immer wieder unsere Aufmerksamkeit und unsere Unterstützung. Das beginnt bereits beim Lehr - beginn, denn der Übergang von der Schule in die berufliche Grundbildung ist für die Jugendlichen ein markanter und herausfordernder Übergang. Sie verlassen ihre vertraute Rolle als Schülerin oder Schüler im Klassenverband und begeben sich in eine Welt, in der sie plötzlich mehrheitlich von Erwachsenen umgeben sind. Sie werden mit neuen Regeln und Hierarchien konfrontiert, müssen sich neue Kompetenzen aneignen, sich an den anstrengenden Arbeitsalltag gewöhnen und neue Kontakte knüpfen. Zudem sind sie an drei Lernorten gleichzeitig gefordert. Sich in diesem neuen Umfeld zurechtzufinden, ist anspruchsvoll. Umso wichtiger ist, dass die Lernenden gleich zu Beginn gut aus den Startlöchern kommen. Das erleichtert vieles und erspart mühsame Nacharbeit. Mit einem guten Start kann von Anfang an die Basis für eine solide und erfolgreiche Ausbildung gelegt werden. Was können die Lehrbetriebe zu einem gelungenen Lehrbeginn ihrer Lernenden beitragen? Dieser Frage sind wir in unserem ersten Beitrag nach - gegangen. Wir haben bei einem engagierten Lehrbetrieb nachgefragt, wie er die erste Phase der Ausbildung gestaltet. Ab und zu brauchen die Lernenden unser Engagement auch über die Lehrzeit hinaus. Zum Beispiel, wenn sie das Qualifikationsverfahren nicht bestehen. Dies kommt im Kanton Bern zwar erfreulich selten vor – die Misserfolgsquote liegt bei 5 Prozent, was schweizweit einen sehr guten Wert darstellt –, ist für die Betroffenen jedoch mit viel Enttäuschung verbunden und wirft Fragen auf. In erster Linie die Frage, wie es jetzt weitergehen könnte? Aber auch der Lehrbetrieb muss möglicherweise nochmals über die Bücher und sich überlegen, ob und wie er sich für den Lernenden weiterengagieren kann und will, damit dieser einen erfolgreichen zweiten Anlauf zum Lehrabschluss nehmen kann. Der zweite Beitrag dieser Ausgabe zeigt, wie die Betriebe betroffene Lernende wirkungsvoll unterstützen können. Ich wünsche Ihnen eine anregende Lektüre! Christoph Düby, Abteilungsleiter Betriebliche Bildung christoph.dueby@erz.be.ch