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Berufsbildungsbrief_5-2018

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Berufsbildungsbrief_5-2018

Berufsbildungsbrief_5-2018

5 / August 2018 Inhalt Seite 2 Bildungsbewilligung Die neuen Online-Formulare verbessern die Abläufe Seite 4 SwissSkills 2018 «Das ist wie im Sport, da schiesst Adrenalin ins Blut» Seite 5 SwissSkills 2018 «Im Schnitt holen unsere Lernenden 5 Medaillen pro Schweizermeisterschaft» Seite 6 Letzter Schliff fürs Qualifikationsverfahren «Die Türen stehen den Lernenden jederzeit offen» Seite 8 Berufsmaturität «Leider halten sich in den Köpfen Vorurteile über die BM1» Editorial Wir sind aufeinander angewiesen Liebe Berufsbildnerinnen, liebe Berufsbildner Am 1. Juni habe ich die ersten Schritte in meinem neuen Arbeitsgebiet als Vorsteherin der Erziehungsdirektion unternommen. Es ist eine herausfor - dernde Aufgabe, die ich mit grosser Motivation, aber auch mit viel Respekt angehe. Als Grossrätin und zeitweise als Fraktions präsidentin der Grünen konnte ich in den letzten Jahren die Entwicklungen in Bildung und Kultur mitgestalten und in wichtigen Entscheiden unterstützen. Ich schätze sehr, was in den letzten Jahren unter Bernhard Pulver auf allen Ebenen des Bildungswesens geleistet wurde, auch in der beruflichen Ausbildung. Die Berufsbildung zeichnet sich dadurch aus, dass Berufsbildnerinnen und Berufsbildner, Lehrpersonen sowie die Organisationen der Arbeitswelt in der Praxis eng zusammenarbeiten. Wir sind hier aufeinander angewiesen. Dieses gegenseitige Vertrauen der Lehrbetriebe in die Arbeit der Berufsfachschulen und umgekehrt erachte ich als zentral. Zu diesem wertvollen Miteinander und einzigartigen Zusammenspiel müssen wir Sorge tragen. Es ist mir bewusst: Die Berufsbildung ist ein zentraler Pfeiler unseres Bildungssystems und trägt wesentlich zu einer positiven Wirtschaftsentwicklung bei. Über zwei Drittel der Schulabgängerinnen und Schulabgänger wählen den Weg der Berufslehre – sie ist eine Basis, die ihnen viele Möglichkeiten der Weiterbildung eröffnet. Ich weiss aus eigener Erfahrung, welch hohe Anfor - derungen in den einzelnen Berufen an die Jugendlichen gestellt werden. Mit der Digitalisierung werden diese Ansprüche nicht abnehmen. Diesem Wandel müssen wir uns stellen. Als ehemaliges Schulratsmitglied des IDM Thun und als Schulratspräsidentin der Schule für Holzbildhauerei Brienz erfuhr ich, mit welchen Themen die Berufsbildung konfrontiert ist. Ich werde mich mit meiner ganzen Kraft und all meinen Stärken dafür einsetzen, dass die Berufsausbildung den guten Ruf behaupten kann. Das duale System und die Zusammenarbeit zwischen Lehrbetrieben, Berufsverbänden und Berufsfachschulen, die hier gepflegt wird, ist ein Erfolgsmodell. Gegenwärtig bin ich mit grosser Freude und viel Energie daran, mich in die zahlreichen Bildungs- und Kulturdossiers zu vertiefen: Deren Spektrum reicht von der Autonomie der Hochschulen bis zu den Schülertransportkosten. Um die Stabilität und Kontinuität unserer wichtigen Bildungs- und Kultur - institutionen zu sichern, werde ich mein Bestes geben. Ich freue mich auf die Begegnung mit Ihnen, auf eine gute Zusammen - arbeit und das Suchen nach Lösungen für eine zukunftsfähige Berufsbildung. Christine Häsler, Erziehungsdirektorin