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Fassadentechnik_01_2019

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architektur Wildspitze

architektur Wildspitze HÖCHSTES HOCHHAUS AUS HOLZ (IN DEUTSCHLAND) 8 fassadentechnik 1/2019

Bild: iStock In Zeiten knappen Wohnraums ist das Nachverdichten vor allem in Großstädten ein großes Thema. Allerdings benötigt der Bau von Gebäuden viele Rohstoffe und viel Energie. Direkt in der Hamburger Hafencity entsteht mit der sogenannten „Wildspitze“ Deutschlands höchstes Hochhaus aus Holz. „ Das Grundstück liegt im Zentrum des nördlichen Baakenhafens (östlichen HafenCity) und bildet das Entrée in das sich nach Osten erstreckende Quartier Elbbrücken. Auf dem exponierten Grundstück entstehen nach dem Entwurf des Hamburger Architekturbüros Störmer Murphy and Partners etwa 190 Wohnungen. Darüber hinaus wird die „Wildspitze“ die Zentrale der Deutschen Wildtier Stiftung. Neben Büroflächen entsteht über zwei Ebenen auf zirka 2.200 qm eine Ausstellung, die mit modernsten, multimedialen Ansätzen die Besucher über die Natur Deutschland informiert, sie für Wildtiere begeistert und für den Schutz von Umwelt und Natur sensibilisiert. Mit Ausnahme der aussteifenden Treppenhauskerne werden sowohl die tragenden Bauteile als auch die Gebäudehülle der Wildspitze vollständig aus Holzwerkstoffen hergestellt. Markanter Orientierungspunkt wird dabei der rund 64 m hohe Turm sein, der allseitig mit einer individuell zu öffnenden, gläsernen zweiten Fassadenhaut, die unserer Zeit.“ als Lärm-, Witterungs- und Brandüberschlagsschutz dient, umhüllt werden wird. Alexander Bonde, DBU-Generalsekretär Hinter dieser Glashülle wird jede Wohnung über eine großzügige Loggia verfügen. Wenn das Projekt erfolgreich läuft, ist dieser Holzbau ein innovatives Modell für die gesamte Baubranche. Zusätzlich setzt es einen umweltfreundlichen Impuls gegen die Wohnungsnot und verknüpft damit zwei der großen Probleme Bild: DBU Wohnen und Arbeiten an der Elbe Das 21,4 Hektar große Quartier Elbbrücken wird neben dem Überseequartier das zweite urbane Zentrum der HafenCity. Spektakuläre Hochhäuser, Wasserflächen zu drei Seiten und ein großer zentraler Platz kennzeichnen den hochverdichteten Geschäfts- und Wohnstandort. Ermöglicht wird das durch eine hervorragende ÖPNV-Anbindung mit neuer, verbundener U- Bahnhaltestelle und S-Bahnstation. Rund 60 Prozent des Gebiets sind für Büronutzung und rund 10 Prozent für Gastronomie und Sondernutzungen eingeplant – ein Potenzial für 13.000 Arbeitsplätze. Für Wohnen verbleiben 30 Prozent der Flächen – je nach Größe sind das rund 1.100 Wohnungen für circa 2.200 Menschen. Das Projekt Drei Mal Holz auf einem wird in den kommenden drei Jahren fachlich und finanziell mit rund 492.000 dreigeschossigen Sockel Euro von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) gefördert. – so sehen die Planungen für Deutschlands höchstes Holz-Hochhaus aus. fassadentechnik 1/2019 9 Bild: Störmer Murphy and Partners GbR