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Fassadentechnik_02_2019

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technik Befestigungstechnik Wärmebrücken: Erfassung und Quantifizierung ist unerlässlich Wärmebrücken im Bereich von Fassadenbefestigungen sind ein sensibles Thema. Mit den Anforderungen der EnEV steigt auch der Bedarf an wärmebrückenfreien Produkten in diesem Bereich, denn allein mit stärkeren Wärmedämmungen lassen sich die künftigen Anforderungen nicht mehr erfüllen. Je besser ein Gebäude gedämmt ist, desto größer wird auch der Einfluss von Wärmebrücken auf die Energiebilanz. Das System der Vorgehängten Hinterlüfteten Fassaden (VHF) bedingt konstruktiv eine Vielzahl von Verankerungen im Untergrund. Deshalb ist die Erfassung und Quantifizierung von Wärmebrücken für die Energiebilanz von Gebäuden unerlässlich. Das Passivhaus Institut in Darmstadt weist daher Wärmebrückenverlustkoeffizienten zertifizierter Komponenten als wesentlichen Teil der Untersuchungen in seinen Zertifikaten aus. Hohe Anforderungen VHF Fassaden stellen an den Planer hohe Anforderungen, auch hinsichtlich der korrekten Erfassung der Energiekennwerte, respektive Wärmedurchgangskoeffizienten. Neben dem eindimensionalen Wärmedurchgang (U-Wert) sind die punktuellen Wärmebrückenverlustkoeffizienten von Ankern, Konsolen, Befestigung und Unterkonstruktion zu erfassen. „Der Einfluss ist nicht vernachlässigbar und kann in Abhängigkeit von Dämmstärke und Material zu einer Verdoppelung des Wärmedurchgangs-koeffizienten führen“, erklärt Bauingenieur Adrian Muskatewitz vom Passivhaus Institut. Eine Konstruktion in einer Außenfläche kann das Siegel „Zertifizierte Passivhaus Komponente – Fassadenanker“ erhalten, wenn die Summe der Wärmebrücken des betreffenden Bauteils (hier die Fassadenanker) dividiert durch die Fläche des Bauteils (hier die Fassadenfläche des Referenzgebäudes) und das flächenbezogene Gewicht der Fassadenbekleidung und Unterkonstruktion kleiner oder gleich 0,020 W/(kNK) ist. Wärmebrückenverlustkoeffizient von Edelstahlkonsolen im Verhältnis zur Dämmstärke. 10 fassadentechnik 2/2019

Befestigungstechnik spielt bei allen Fassadenkonstruktionsarten eine zentrale Rolle. Bilder: fischer Bild: Passivhaus Institut Bild: fischer Unterschiede beim Material „Zum Erreichen eines Wärmedurchgangskoeeffizienten von 0,15 W/m²K wäre bei Verwendung von Aluminiumkonsolen (Annahme: Ein Festpunkt (X = 0,045 W/K und zwei Gleitpunkte (X = 0,025 W/K)/m² Fassadenfläche) bereits eine zusätzliche Dämmung von 25 cm erforderlich“, sagt Adrian Muskatewitz. Eine Reduktion der Wärmebrückenverlustkoeeffizienten um bis zu 70 Prozent kann durch die Verwendung von Edelstahl erreicht werden. Edelstahl weist eine etwa zehnmal geringere Wärmeleitfähigkeit als Aluminium. Kriterien für Fassadenanker „Bessere Kennwerte (delta U < 0,01 W/m²K) können durch die Verwendung von Edelstahlstabsystemen, Glasfaser oder glasfaserverstärkten Kunststoffen erreicht werden“, betont Adrian Muskatewitz. „Alternativ bieten sich auch Hybridlösungen mit thermischen Trennelementen an. Daneben ist jedoch auch die Anzahl der Befestigungen zu beachten. Schwere Fassaden erfordern eine höhere Anzahl an Ankern oder Konsolen und verursachen dementsprechend höhere Wärmeverluste. Zudem sind die Wärmebrückenverlustkoeffizienten abhängig von Dämmstärke und Wärmeleitfähigkeit der Dämmebene.“ Das Passivhaus Institut hat Kriterien für Fassadenanker aufgestellt. Sie legen fest, welche Anforderungen erfüllt sein müssen, um als zertifizierte Passivhaus Komponente MBE-Fassaden-Klebesystem jetzt mit bauaufsichtlicher Zulassung Z 10.8-350 < mbe ) eine starke verbindung FVHF® Rost- und Säurebeständige Verbindungsmittel nach DIN und Zeichnung Spezialbefestiger für die vorgehängte und hinterlüftete Fassade MBE GmbH · Siemensstraße 1 · D-58706 Menden fon: +49 (2373) 17430-0 · fax: +49 (2373) 17430-11 info@mbe-gmbh.de · www.mbe-gmbh.de fassadentechnik 2/2019 11