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Fassadentechnik_02_2019

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architektur gang Skyline

architektur gang Skyline Plaza, dem südlich gelegenen Güterplatz, dem Kreuzungsbereich an der Osloer Straße sowie dem östlich an dieser Straße gelegenen Blockrand. Optimierung fürs Wohnen: Wenig Nordausrichtung Das Parkhaus mit Zu- und Ausfahrt an der Osloer Straße bildet einen harmonischen, aus der Fassade des Towers entwickelten Übergang von dem sehr schlank entworfenen Hochhaus hin zu einem geschlossenen Blockrand mit Anschluss an das Hotelprojekt als unmittelbarem Nachbarn. Die Grundform des Towers erfüllt dabei nicht nur die Maßgabe der stadträumlichen Ordnung, sie entsteht nicht zuletzt auch aus der Notwendigkeit einer optimalen Belichtungssituation und Grundrisszuordnung der Gebäudenutzung – dem Wohnen. So werden die Fassadenflächen an der direkten Nordseite zu Gunsten einer Ost- und West-Orientierung minimiert. Wohnungsgrundrisse mit einer ausschließlichen Nordorientierung kommen nicht vor. Architektonische Konzeption: Grundform mit Varianten Das Wohnhochhaus gegliedert sich in einen Sockel bereich in Verbindung mit dem oberirdischen Parkhaus, einem Schaft und dem nach Norden zurückgestaffelten Kopf, mit einer deutlichen Betonung in Richtung des südlich gelegenen Güterplatzes. Dabei wird die Grundriss figur ab dem 30. Obergeschoss innerhalb des aufstrebenden schlanken Schaftes zusätzlich vertikal gegliedert. So entsteht ein vielfältiger, aus seiner Grundform in Varianten abgeleiteter Baukörper, der aus den unterschiedlichsten Blickachsen der Stadt immer wieder neu und variantenreich in Erscheinung tritt. Gläserne Gebäudehülle: Belichtung, Belüftung und Behaglichkeit Die ab dem 1. OG ausschließlich dem Wohnen dienende Nutzung des Turmes entwickelt sich um einen äußerst kompakten Erschließungskern mit seinen zwei Fluchttreppenhäusern, der Aufzugsgruppe mit Feuerwehraufzug und den vertikalen Erschließungsschächten der haustechnischen Installation. Diese Anordnung der Wohnungen folgt dabei den Ergebnissen einer aufwendigen Simulation eines energetischen Konzeptes mit der Maßgabe, die Ausrichtung der Wohnungen so zu optimieren, dass sie bezüglich ihres Komforts, der Belichtung, der Belüftung, des Klimas und der Behaglichkeit einen höchstmöglichen Standard erfüllen. Additive Loggia-Elemente vor der gläsernen Außenhülle bieten in den Sommermonaten einen passiven Sonnenschutz. Ringförmig zusammengeschlossen zu vertikalen „Tuben“ umhüllen sie die gesamte gläserne Fassade. Die Tuben: Hochwertiger Außenraum Sie bieten Privatsphäre, Wind- und Sonnenschutz und einen qualitativ hochwertigen Außenraum. Dabei entwickelt sich ein wechselhaftes Fassadenspiel durch die unterschiedliche Gestaltung der Tuben. Dieses Konzept erlaubt eine größtmögliche Trans parenz für einen einzigartigen Ausblick aus jeder einzelnen Wohnung heraus und macht das Wohngefühl „Hochhaus“ deutlich erlebbar. Die Fassade: Viel Maßanfertigung Viele Fassadenelemente haben einen hohen Individualitätsgrad, daher werden fast ausschließlich Maßanfertigung verwendet. Die optische Schwerelosigkeit der Fassade würde durch Standardbauteile unnötig beeinträchtigt. Hoher Schallschutz, optimierte Dämmwerte sowie eine teflonbasierte, zeitbeständige und UV- undurchlässige Beschichtung der Aluminiumteile werten die Fassadenkonstruktion in beeindruckender Art und Weise auf. Alle Alleinstellungsmerkmale: Grundlage für eine neue Systemfassade Ein zwischen Rohbau und Gebäudehülle realisiertes Regenwasser-Ablaufsystem sowie eine spezielle Verbundstruktur, die bündige Fensterkonstruktionen mit variabelstem Beschlag ermöglicht, verleihen dem Entwurf zahlreiche Alleinstellungsmerkmale. Das Ergebnis ist so hochwertig, dass es nach Planungsabschluss den Prototyp für eine neue Systemfassade bildet. Bemerkenswert sind zudem die Loggien der Apartments: Wechselseitig zusammengeschlossene Aluminium-Balustraden bilden elegant abgeschlossene Räume aus, welche die gesamte gläserne Fassade umhüllen und Sonnenschutz sowie Privatsphäre bieten. Dabei entwickelt sich ein wechselhaftes Formenspiel, das signifikant zur optischen Raffinesse des Towers beiträgt. Fazit Da sich aus den unterschiedlichsten Blickachsen der Stadt immer wieder neue und abwechslungsreiche Perspektiven auf die Architektur ergeben, wird der Grand Tower schnell seinen festen Platz in der Frankfurter Skyline einnehmen. Das Prestigeprojekt ist mit etlichen internationalen Preisen ausgezeichnet worden, unter anderem als bestes Wohnhochhaus Europas, es bekam den German Design Award. Beim European Property Award 2017 erlangte der Grand Tower einen Dreifachsieg für den Bereich Deutschland und gewinnt in der Kategorie Architektur und in der Kategorie Projektentwicklung als Best Residential High-Rise Development Germany. Zusätzlich wird das Marketing als Best Development Marketing Germany ausgezeichnet. Etwas ganz Besonderes ist die Verleihung des International Property Award in London: Der Grand Tower ist bestes Wohnhochhaus in ganz Europa und dominiert die Kategorie Best Residential High-rise Architecture Europe. 26 fassadentechnik 2/2019

25 JAHRE Eigenanzeige ZFT Informationen auf hohem Niveau Bilder: iStockphoto kuhl marketingtools Wenn es um kompaktes Fachwissen, aktuelle Trends oder erfolgversprechende Marktpotenziale geht, verlassen sich Architekten und Ingenieure auf erfahrene Branchenkenner. In unserem Magazin „fassadentechnik“ liefern Experten Informationen aus erster Hand. Detailliertes Hintergrundwissen über Projekte, baupolitische Entwicklungen und technische Neuerungen sind unser „täglich Brot“. Bei uns zeigen die Akteure der Branche wie sie konzeptionieren, wie sie arbeiten, wie sie umsetzen. Abonnieren Sie jetzt! Probeexemplar unter www.fassadentechnik.de CUBUS MED IEN V ERLAG fassadentechnik 2/2019 27