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Fassadentechnik_03_2018

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architektur 1 Fassadenbegrünung Neues Zentrum für Ressourcen und Energie Als neue grüne Landmarke planen die Architekten von Gottlieb Paludan die neue Müllverbrennungsanlage in Hamburg Bahrenfeld. Das neue Zentrum für Ressourcen und Energie (ZRE) wird bundesweit die modernste Recycling Anlage. Der Skywalk für Besucher und die begrünte Fassade sind dabei nur zwei der öffentlichkeitswirksamen Highlights. 8 fassadentechnik 3/2018

3 1 Besucher auf dem informativen Skywalk. 2 Neue Landmarke – das Zentrum für Ressourcen und Energie (ZRE). 3 Das ZRE als Teil der klima neutralen Wärmewende. 2 Bilder: Gottlieb Paludan Architects Aktualität beweist die Anlage auch hinsichtlich ihrer Gestaltung. Im prämierten Entwurf von Gottlieb Paludan Architects aus Kopenhagen sind die Fassaden mit Wellaluminium bekleidet und werden von grünen Kuben durchbrochen. Das dänische Büro ist spezialisiert auf Gebäude der Recyclingwirtschaft und Energiegewinnung. Begünte Außenräume Die im Entwurf als grüne Laternen bezeichneten Räume sollen die Nachhaltigkeit der gesamten Anlage zum Ausdruck bringen und sind teilweise für Besucher zugänglich. Als stete Erinnerung daran, tauchen die Quader als Orientierungspunkte auf dem Weg zum Besucherzentrum auf. Für ein besseres Verständnis der Anlage, ist neben dem Besucherzentrum auch ein Rundkurs in Form eines Skywalks geplant. Dieser führt die Gäste durch die Abfallverwertungsanlage und informiert über die Prozesse der einzelnen Teilanlagen - bester Blick über die Hansestadt inklusive. Klimaneutrale Wärmewende Bis Ende 2022 soll das ZRE fertiggestellt sein und die Hamburger Energieversorgung durch Biogas und die thermische Verwertung von Altholz mit klimaneutraler Fernwärme und Strom sicherstellen. Neben einer Sortieranlage für bis zu 140.000 Tonnen Hausmüll entstehen zwei Biogasanlagen, eine Anlage zur Aufbereitung von Biogas, ein Ersatz-Brennstoff-Kraftwerk, eine Abgasnachreinigung für beide Heizkraftwerke sowie eine Anlage zur Aufbereitung feuchter Biomasse. Nach Fertigstellung des Baus erzeugen alle Teilanlagen zusammen bis zu 70 Megawatt Wärme, 15 Megawatt Strom und etwa 10 Megawatt Biogas. Das ZRE wird damit ein Teil der klimaneutralen Wärmewende der Stadt. „Ich freue mich, dass Projekte wie das Zentrum für Ressourcen und Energie endlich wieder Gegenstand einer architektonischen Diskussion sind. Denn diese großen technischen Bauwerke prägen ja unsere Umwelt“, kommentiert Hamburgs neuer Oberbaudirektor Franz-Josef Höing das ZRE. Die Gesamtkosten des Zentrums für Ressourcen und Energie sollen rund 235 Millionen Euro betragen und unter anderem mit Fördermitteln finanziert werden. fassadentechnik 3/2018 9