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Fassadentechnik_03_2019

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architektur Bekleidung

architektur Bekleidung aus Edelstahl Vormals spartanische Schutzhütten aus Holz weichen oftmals spektakulärer Architektur. Bei der alpinen Gratwanderung zwischen Tradition und Innovation übernimmt Edelstahl eine Brückenfunktion. Robustheit, Korrosionsbeständigkeit und Ästhetik machen den Werkstoff im Hochgebirge so besonders. Wenn der Berg glänzt Für Planer und Bauherren sind mit der isolierten Lage der Berghütten zahlreiche Herausforderungen verbunden, außerdem zählen viele Hütten zum UNESCO-Weltkulturerbe. Das Zusammenspiel dieser Faktoren verlangt energetische Autonomiekonzepte mit gesicherter ökologischer Verträglichkeit. Entsprechend modernisierte oder neu errichtete Berghütten zeichnet deshalb ein Energiemanagement mit Solar- und Photovoltaikpaneelen, Wärmespeicher, energiesparenden Geräten und witterungsoptimierter Ausrichtung der Gebäudeöffnungen aus. Hütten werfen sich in Schale Viele Hütten im Hochgebirge werfen sich wortwörtlich in Schale: Ihre Holzkonstruktion ist mit einer Wetterhülle aus Metall ummantelt. Für Edelstahl spricht die maximale Witterungsbeständigkeit und die Tatsache, dass er hingehen zu Aluminium und Zink nahezu vollständig und ohne Qualitätseinbußen recycelt werden kann. Seine Güte erhält Edelstahl durch verschiedene Legierungselemente, darunter mindestens 10,5 Prozent Chrom, die normalen Stahl zu einem rostfreien, säurebeständigen Werkstoff veredeln. Seine wartungsarme Langlebigkeit und Wirtschaftlichkeit, die außergewöhnliche Optik sowie Verarbeitbarkeit und Einsatzmöglichkeit, machen den Werkstoff besonders. Refuge de Goûter Die Holzkonstruktion der am Mont Blanc in 3.817 Meter Höhe 18 fassadentechnik 3/2019

Unempfindlich gegenüber UV-Strahlung und korrosionsbeständig bewährt sich die Edelstahlhülle der Refuge du Goûter als nachhaltig wirtschaftliche Entscheidung. Bild: WZV / cabanedetracuit Location: Johannesburg, SA S 26° 12' 14" E 28° 02' 50" Surface: Collection ⁄ Bianco Lucidato Bild: WZV / Velux Deutschland GmbH Drei Fassadenseiten und das Dach der Tracuit-Hütte in den Walliser Alpen sind mit hochglänzenden Edelstahl verkleidet. neugebauten Refuge du Goûter, wird durch eine 50 Zentimeter dicke Dämmung aus Holzwolle vor der Kälte geschützt. Um den Temperaturen von minus 40 Grad und Orkanböen dauerhaft die Stirn bieten zu können, erhielt der vierstöckige Kuppelbau eine glänzende Haut aus Edelstahl Rostfrei. Tracuit-Hütte Eine der beliebtesten Berghütten der Schweiz ist die Tracuit-Hütte im Herzen der Walliser Alpen. Ihre außergewöhnliche Lage und puristische Formensprache, die die Topografie als vertikale und horizontale Verlängerung der Felswand aufgreift, lässt sie von weitem optisch mit dem Felsen verschmelzen. Die metallische Edelstahl- Haut nimmt dem Gebäude seine Dominanz, indem sie Licht und Landschaft reflektiert. Die großflächig verglaste Südfassade und 95 Quadratmeter Photovoltaikpaneele tragen maßgeblich zur Energiegewinnung bei. So ist der dahinter liegende Speisesaal lichtdurchflutet und bietet einen imposanten Blick auf die Walliser Bergwelt. Kontakt : Laminam Office Berlin 030.25469303 office@laminam.de www.laminam.de Laminam S.p.A Via Ghiarola Nuova 258 41042 Fiorano Modenese Modena /Italy Showroom: Via Verdi, 5 20121 Milano /Italy www.laminam.it • Zulassung vom DIBt 19