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Fassadentechnik_05_2019

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technik monitoring gut vernetzt mit dem bauteil Wie doppelschalige Fassadenelemente in Gebäuden durch vernetzte Informationen und interaktive Anweisungen effektiver und effizienter betrieben werden können, zeigt das Forschungsprojekt DigitalTWIN. Hier werden die Fassadenelemente mit Sensorik ausgestattet, die wichtige Kennwerte im Fassadenzwischenraum misst. Verwendung vieler unterschiedlicher Gerätetypen Dokumentation und Qualitätssicherung Monitoring und Gebäudemanagement Bild: se commerce 1 Daten, die von sensorbestückten Fassaden erfasst werden, gelangen über gesicherte Gateways an den DIGITAL TWIN Cloud-Cluster zur Weiterverarbeitung. 2 Der Cloud-Cluster setzt auf einer flexiblen und skalierbaren Softwareplattform mit universellen Hardwareschnittstellen auf. 3 Vielfältige Anwendungen und Dienste durch anwendungsspezifische Datenaufbereitung und Integration von Desktop-, Mobil- und VR/AR/MR-Geräten. Dienste, Prozesse und Abläufe des Bauwesens vernetzen und automatisieren: Dafür entwickeln Projektpartner unterschiedlicher Branchen aus Industrie und Forschung bis 2021 digitale Werkzeuge und Techniken weiter. Bei DigitalTWIN – Digital Tools and Workflow Integration for Building Lifecycles – stehen systemische Abhängigkeiten und Wechselwirkungen im Vordergrund. Gestartet wurde DigitalTWIN im Juni 2018. Drei entwickelte Anwendungsfälle thematisieren exemplarisch relevante Fragestellungen der Digitalisierung im Bauwesen. Use Case 1 beschäftigt sich mit der Verfügbarkeit und Visualisierung von Messdaten am Gebäude – mittels des digitalen Zwillings durch Nutzung von Edge-Cloud- und Cluster-Computing-Technologien. Sensorik im Bauelement Das Bauelement ISOshade von iconic skin ist eine dreifache Isolierglas-Einheit mit integriertem Sonnenschutz. Der abgedichtete Zwischenraum reguliert Klimalasten mittels eines bauphysikalischen Prinzips eigenständig. Indem die DigitalT- WIN-Sensortechnik in einzelne Elemente integriert wird, können Veränderungen wie etwa kritische Feuchteverhältnisse beobachtet werden. Um einfach bedienbare Userinterfaces bereitzustellen, kommt eine neuartige Cloud-Clusterarchitektur zum Einsatz, um Online- und Offline-Szenarien zu ermöglichen. Intuitive Benutzeroberflächen stellen den Status der Fassade in Echtzeit dar: Wartungsampeln melden etwa Überschreitungen der Grenzwerte und übermitteln diese als Aufgaben an den Betreiber. Hierzu wurden die Sensornetzlösungen des Forschungspartners Carl Zeiss 3DA im ISOshade verbaut. Das System lässt sich individuell konfigurieren, sodass der Benutzer die gewünschten Grenzwerte festlegen kann. Zur Verwendung im ISOshade wurde die Software erweitert: Zu den Komponenten zählt etwa die HHI-Middleware, die zeitgleich Informationen an alle Clients verteilt. Use Case 1 in einer schematischen Darstellung. Bild: Adobe Stock/ANTON Meilenstein im Monitoring von Fassaden Die Demo 2 des Use Case 1 ist für das Forschungsprojekt DigitalTWIN ein Meilenstein, da die erforderliche Systemarchitektur und wichtige Microservices zur Vernetzung und Visualisierung von Objekt- und Metadaten angewendet werden. Das Projekt wird im Rahmen des Smart Service Welt II-Förderprogramms durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) gefördert. Schlagwortsuche auf www.fassadentechnik.de Bauphysik, Building Information Modeling, Digitalisierung, Doppelschlige Fassaden Link zu Video: Monitoring von Fassaden im Gebäudebetrieb mit Sensornetzen und Cloud-Cluster 34 5 I 2019_fassadentechnik

Quelle: Wuppertal Institut 2017 baukultur briefing baustoffe als kulturelles lager In unserer Reihe »baukultur briefing« stellen wir ausgewählte Informationen aus dem Baukulturbericht 2018/2019 für die Zielgruppe Planer und Ausführende vor. Der aktuelle Bericht der Bundesstiftung Baukultur steht unter dem Titel „Erbe – Bestand – Zukunft“ und fokussiert die Bedeutung und Potenziale unseres Gebäudebestandes. Thema dieser Ausgabe: Materialbestand und Recycling. Materialbestand Gebäude für Einwohner in Deutschland 2016 Materialbestand Gebäude pro Einwohner in Deutschland 2016 Quelle: Wuppertal Institut 2017 105,4 t Wohngebäude davon 47,0 t Beton 13,3 t Ziegel 4,5 t Stahl 2,2 t Holz 1,5 t Flachglas 0,9 t Kunststoffe 0,4 t mineralische Dämmstoffe 187,1 t gesamter Gebäudebestand 81,7 t Nichtwohngebäude davon 32,0 t Beton 9,7 t Ziegel 6,3 t Stahl 1,8 t Holz 2,6 t Flachglas 1,9 t Kunststoffe 0,4 t mineralische Dämmstoffe 12,6 kg Stahl 1,9 kg Keramik 1,8 kg Kupfer 1,3 kg Kunststoffe 0,4 kg Blei 20,6 kg Wohngebäude 75,0 kg gesamte Haustechnik 54,4 kg Nichtwohngebäude 31,5 kg Stahl 12,7 kg Edelstahl 6,1 kg Kupfer 3,6 kg Kunststoffe Thermische Entkopplung für vhF EnEv 2016 / GEG2019 Die HTP (high temperatured plate) ist eine neu patentierte thermische Entkopplungsplatte – entwickelt für den Einsatz unter Wandkonsolen bei der Montage von vorgehängten, hinterlüfteten Fassaden. P P Optimale thermische Entkopplung: bis zu 30 % verbesserter Wert Einfaches Umsetzen der EnEV mit Aluminium-Unterkonstruktionen P Planungssicherheit: Chi-Wert-Berechnung durch Passivhaus-Institut P P P Zertifizierte Komponente (Unit: Wandkonsole + HTP) durch Passivhaus-Institut Reduzierter Dämmstoffbedarf Erhebliche Kosteneinsparung JETZT KOSTENFREIEN INFO-ORDNER ANFORDERN: info@innofixx.de Unser Gebäudebestand ist von unterschiedlichen Baualtersklassen und deren Materialien geprägt. Die Menge des gesamten Materialverbrauchs ist dabei stark abhängig von den Bauaktivitäten der jeweiligen Altersklasse: Bis 1870 etwa wird viel mit Stroh, Lehm und Holz gebaut, teilweise mit Ziegel. Die folgenden achtzig Jahre hingegen überwiegen Vollziegel. Mit der veränderten Bauweise für Decken- und Bodenplatten um 1919, gewinnt auch Beton an Bedeutung. Spätestens ab 1949 ist Beton der meist verwendete Baustoff und seit den Neunzigerjahren ist er mit rund 70 Prozent Hauptbestandteil eines Bauwerks. Unterschiede sind nicht nur in der Materialzusammensetzung zu finden, sondern auch regional, etwa aufgrund klimatischer Einflüsse. Aus Sicht der Baukultur sind diese Eigenheiten gewinnbringend für eine lokale Identität. Allerdings bestehen Gebäude schon nach kurzer Zeit nicht mehr ausschließlich aus Materialien ihrer Entstehungszeit, was die Bestandsentwicklung herausfordert. Durch Sanierung und Umbau entsteht ein Mix unterschiedlicher Baustoffe und Bauweisen: Ein Gebäude aus den 1920er-Jahren wurde beispielsweise 1950 umgebaut und hat nun ähnliche bauphysikalische oder gesundheitsgefährdende Eigenschaften, wie Neubauten dieser Zeit. Städte binden eine Vielzahl von Baustoffen. Diese Lagerstätte an Ressourcen und Materialien wird auch als anthropogenes Lager bezeichnet. Als Rohstoffsammlung der Zukunft befindet es sich in ständigem Aufbau, da der Bestand durch Neubauten weiterwächst. Es bildet die Grundlage für die Idee des „Urban Mining“: Verbaute Materialien sollen im Falle eines Abrisses als Sekundärrohstoffe genutzt werden, um die Inanspruchnahme von Primärrohstoffen zu reduzieren. Die Nutzung der teilweise über Jahrhunderte verwendeten Baustoffe trägt erheblich zum Erhalt der Baukultur und der lokalen Identität von Städten bei. Schlagwortsuche auf www.fassadentechnik.de Urban Mining Baukulturbericht 2018/2019 Erbe – Bestand – Zukunft, Bundesstiftung Baukultur, Potsdam, www.bundesstiftung-baukultur.de MBE-Fassaden-Klebesystem jetzt mit bauaufsichtlicher Zulassung Z 10.8-350 FVHF® < mbe ) eine starke verbindung Rost- und Säurebeständige Verbindungsmittel nach DIN und Zeichnung Spezialbefestiger für die vorgehängte und hinterlüftete Fassade MBE GmbH · Siemensstraße 1 · D-58706 Menden fon: +49 (2373) 17430-0 · fax: +49 (2373) 17430-11 info@mbe-gmbh.de · www.mbe-gmbh.de fassadentechnik_5I 2019 37