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Fassadentechnik Ausgabe 2+3/20

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technik architektur

technik architektur dünnwandige sichtbetonfassaden hochfeste baustoffe mit leuchtkraft Planer und Bauherren bevorzugen für die Gestaltung der Gebäudehülle zunehmend möglichst dünnwandige und leichte Fassadenelemente – insbesondere bei vorgehängten Fassaden. Moderne Architekturbetone kommen diesem Wunsch entgegen. Durch ihre besondere Bewehrung können sie dünn ausgeführt werden. 24 Bilder: C.F. Møller Architects 2+35 I 2020_fassadentechnik 2019_fassadentechnik

Links: Die vorgehängten Glasfaserbetonelemente des Hauses Suurstoffi 18 im schweizerischen Risch-Rotkreuz sind 2 bis 3 cm dick. Bild: Rieder Dort wo Beton an der Fassade nicht nur als reines Konstruktionsmaterial fungiert, sondern darüber hinaus auch die Optik eines Bauwerks prägt, spricht man von „Sichtbeton“ oder „Architekturbeton“. Die Entwicklung hin zu dünnen und filigranen Fassaden-Bauteilen aus modernen Architekturbetonen ist keinesfalls als „Billigvariante“ des klassischen Stahlbetons zu verstehen. Sie ist nicht zuletzt auch den Forderungen nach noch größerer Nachhaltigkeit der Baustoffe geschuldet; denn weniger Beton führt zu einer CO 2 -Reduktion, wobei die Reduzierung der Bauteildicken allerdings nicht auf Kosten der Qualität und insbesondere der Langlebigkeit der Gebäudefassaden gehen darf. Aber auch bei der Sanierung weisen die dünnen Fassadenplatten Vorteile auf. So lassen sich beispielsweise marode Natursteinfassaden mit Hilfe von modernen Betonfertigteilen ersetzen – selbst bei denkmalgeschützten Gebäuden. Oben: Die filigrane und leichte Fassade des Stadions in Johannesburg (Südafrika) beinhaltet Glasfasern. Die netzartige Fassade der Raiffeisenbank im schweizerischen Oberriet besteht aus feinem Weissbeton mit Titandioxid. Bild: Stahlton Bild: Crepanel Dünn und hochfest Um dünne und zugleich hochfeste Sichtbetonfassaden herzustellen, kann man sich unterschiedlicher Ausführungsvarianten bzw. Konstruktionsprinzipien bedienen. Sie reichen von Sandwichelementen über großformatige, vorgehängte Fassaden und kleinformatige, vorgehängte Betonwerksteinplatten nach DIN 18516-5, über kleinformatige Platten mit Zulassung sowie großformatige Fassaden mit Zustimmung im Einzelfall bis hin zu vorgemauerten Fassaden. Ein gelungenes Beispiel für vorgehängte Betonwerksteinplatten findet sich auch bei der neugebauten Wehrhahn-Linie in Düsseldorf. In allen sechs Bahnhöfen dieser U-Bahnlinie wurde die Fassade als vorgehängte, hinter- fassadentechnik_5 fassadentechnik_2+3 I 2019 I 2020 25