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Fassadentechnik Ausgabe 2+3/21

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Die technische Neuerung der Formgedächtnislegierungen (FGL) findet gerade ihren Weg aus der Medizintechnik auf die Baustelle. In beiden Fällen werden metallische Legierungen verwendet, die sich verändernden Umgebungsbedingungen anpassen können. Dieser Prozess kann auch aktiv angesteuert werden. So zum Beispiel in der Befestigungstechnik. Die Details lesen Sie ab Seite 24. Dass die Gebäudehülle zunehmend in die Stadt- und Quartiersplanung einbezogen wird, macht – indirekt – unser Artikel ab Seite 28 deutlich. Hier drucken wir exklusiv und vor der eigentlichen Veröffentlichung die neue FVHF Leitlinie „Schallschutz mit Vorgehängten Hinterlüfteten Fassaden“ in dieser und den folgenden Ausgaben ab.

produkte

produkte befestigungstechnik ein wohnhaus aus dem drucker Im nordrhein-westfälischen Beckum steht seit letztem Jahr das deutschlandweit erste Wohnhaus aus dem 3D-Betondrucker. Im Rahmen des Programms „Innovatives Bauen“ wurde dieses Pilotprojekt vom Land gefördert und kann sich seither zu Recht in Deutschland als Vorreiter für das zukunftsweisende Bauverfahren des 3D-Druckes bezeichnen. Modersohn Stainless Steel lieferte für die Betonfassade Traganker aus Lean Duplexstahl (Wst.-Nr. 1.4162) in angepasster Moso-Systemausführung und diverse Kantprofile (Wst.-Nr. 1.4062). „Dieses Pilotprojekt zu unterstützen war uns ein besonderes Bedürfnis“, erklärt Dipl.-Ing. Jürgen Matzelle, technischer Geschäftsführer von Modersohn Stainless Steel. „Wie oft bekommt man schon die Gelegenheit, bei einem so futuristischen Projekt von Anfang an involviert zu sein?“ Er ist überzeugt, dass das 3D-Druckverfahren im Bauwesen auf lange Sicht die herkömmliche Bauweise revolutionieren könnte. Dass auch Modersohn Stainless Steel Visionen umsetzen kann, bewies das Unternehmen mit dem angemeldeten europäischen Patent für eine besonders effektive Dämmstofftragankerkonsole, gefertigt aus einem speziellen Duroplast. Schlagwortsuche auf www.fassadentechnik.de Befestigungstechnik, 3D Druck www.modersohn.eu Bilder: Mense - Korte Ingenieure + Architekten fassadenbefestigung international zugelassen und nachhaltig Bild: KME Am nachhaltigen Bauen führt angesichts des Klimawandels kein Weg mehr vorbei. Um den entsprechenden Nachweis führen zu können, sind Ökobilanz-Daten zu den einzelnen Bauteilen erforderlich, die die Umwelt-Produktdeklarationen (EPD) liefern. Mit den EPDs für die Fassadenbefestigung Schöck Isolink und das Bewehrungsmaterial Schöck Combar stehen Architekt*innen und Planer*innen nun die durch unabhängige Expert*innen des Instituts Bauen und Umwelt e.V. (IBU) überprüften Daten zur Verfügung. Die Umwelt-Produktdeklaration basiert auf internationalen Normen, ist transparent, neutral und zuverlässig. Sie macht Angaben zum Ressourcenverbrauch, zum Einsatz erneuerbarer Energien sowie zu den Emissionen eines Produktes bei der Herstellung und Entsorgung einschließlich einer Abschätzung der Umweltauswirkungen. Die Isolink Produktfamilie ist durch das Deutsche Institut für Bautechnik (DIBt) zugelassen. Die Kunden sind damit in der Planung und Ausführung auf der sicheren Seite. Der Isolink verfügt nun zudem über den europäischen Produktleistungsnachweis ETA (European Technical Assessment). Die Europäische Technische Bewertung bietet einen Weg zur CE-Kennzeichnung von Bauprodukten, die nicht oder nicht vollständig von einer harmonisierten Norm erfasst sind und hat in allen EU-Staaten Gültigkeit. Mit der geprüften Sicherheit können nun Abläufe und Genehmigungen am Bau erheblich beschleunigt werden. Darüber hinaus werden damit die Kosten in der Planungsphase reduziert. Bei international agierenden Bauunternehmen stellt dies einen wesentlichen Vorteil dar, denn es kann sich auf diese anspruchsvolle Bewertung verlassen. 32 Bild: Schöck Bauteile Schlagwortsuche auf www.fassadentechnik.de Metallfassaden www.schoeck.com 2+3 I 2021_fassadentechnik

advertorial keramik-fassade gebäudehülle aus abstrakten büchern Die Stadtbibliothek in Dornbirn (Österreich) von Christian Schmoelz und Dietrich Untertrifaller Architekten bildet an ihrer Fassade Bücher in Form von langformatigen Keramikbaguettes von Moeding ab. Bild: Stefan Müller-Naumann Mit der Gebäudeform sollte sich die Stadtbibliothek von den rechtwinkligen Baustrukturen der Innenstadt abheben und einen Identifikationspunkt für die Kinder und Familien schaffen. Entstanden ist nach anderthalbjähriger Bauzeit ein freigeformter Pavillon aus vier verbundenen Parabeln in Stahlbetonbauweise mit einer zweischaligen Fassade. Während die Innenseite aus raumhohen, in Fächern angebrachten Holz-Alu-Fenstern besteht und diese Tageslicht in die Bibliothek fließen lassen, dient die äußere Fassade als Sonnenschutz. Die hierfür verwendeten Keramikbaguettes von Moeding sorgen für Lichtspiele im Gebäudeinnern und verleihen dem Baukörper das Aussehen einer abstrakten Bücherfassade. Realisiert wurde die semitransparente Gebäudehülle mit 7.714 länglichen Keramikbaguettes in der Größe 120 x 60 cm. Ihr rechteckiges Format, die vertikale und schräge Anordnung sowie das gebrochene Weiß und die pergamentartige Struktur schaffen dabei das Format und die Schrift eines Buches. Zur Befestigung dienen Tragprofile auf einer gebogenen Stahlunterkonstruktion. www.moeding.de fassadentechnik_2+3 I 2021 33