Aufrufe
vor 2 Jahren

Fassadentechnik Ausgabe 5/20

  • Text
  • Blitzschutz
  • Elektrisch
  • Technik
  • Fassadentechnik
  • Unterkonstruktion
  • Schlagwortsuche
  • Architekten
  • Fassaden
  • Fassade

produkte folientechnik

produkte folientechnik die platte zum knicken abdichtungen sicherheit dank unabhängiger prüfung Eine typische Situation auf einer Baustelle: Die Fenster sind eingebaut, alles passt, doch es fehlen eine farbschlüssige Übereckverkleidung zwischen zwei Fenstern oder passende Verkleidungen für Laibungen, Stürze oder Pfeiler. Derartige Teile musste das Fensterbauunternehmen bislang oftmals von Dritten anfertigen lassen – und in der Regel mit einer Oberfläche, die von der Beschichtung der Fensterprofile abwich. An diesem Punkt setzt Renolit Bendit an – eine folienbeschichtete Verkleidungsplatte, die ihren Namen (auf Deutsch: Knick es) wörtlich nimmt: Sie lässt sich ohne Weißbrucherscheinungen in der dekorativen Oberfläche kalt verformen. Möglich macht das eine Beschichtungsfolie, die in einer ausgewählten Palette von Farben, Dekoren und Prägungen passend zu den Renolit Exofol Folien erhältlich ist. Darüber hinaus bringt sie alle bekannten Stärken, mit wie das Hitzeschutzschild Solar Shield Technology (SST) oder den geringen Pflegeaufwand. Zur Reinigung genügen Wasser oder ein unkonzentriertes Spülmittel sowie ein weicher Schwamm oder ein Tuch. SST reduziert mit IR-reflektierenden Farbpigmenten die Temperaturen in der Verkleidungsplatte. Die Basis für Renolit Bendit bildet eine Aluminiumverbundplatte. „Um sie zu kanten, muss der Verarbeiter lediglich an der gewünschten Stelle mit einer Platten- oder Oberfräse auf der Rückseite eine V-förmige Nut einfräsen. Die beiden Schenkel kann er dann exakt auf den benötigten Winkel bis 90° einstellen“, erklärt Projektleiter Rainer Langner den Bearbeitungsprozess. Montiert wird Renolit Bendit über Schraub- oder Nietverbindungen und lässt sich zusätzlich auch verkleben, wenn beispielsweise keine sichtbaren Befestigungspunkte gewünscht sind. Durch die fugenlose Oberfläche der gekanteten Verkleidungsplatte entstehen Lösungen für Pfeiler und Ecken, für Laibungen und Stürze, die wie aus einem Guss wirken. Zum Serienstart stehen zunächst zehn Folienoberflächen zur Verfügung, eine Erweiterung der Farb- und Dekorpalette ist geplant. Schlagwortsuche auf www.fassadentechnik Folientechnik, Fenster www.renolit.com/facade Die Produkte von Hanno erfüllen die Anforderungen des neuen Gebäude- Energiegesetzes. Regelmäßige Prüfungen des ift-Rosenheim bestätigen Qualität, auf die sich Planer verlassen können. Am 1. November 2020 trat das Gebäude-Energiegesetz (GEG) in Kraft: Es vereint das Energieeinsparungsgesetz, die Energieeinsparverordnung und das Erneuerbare-Energie-Wärmegesetz – so soll für den Neubau zukünftig ein einheitliches Anforderungssystem gelten. Jetzt sind Systeme und Materialien gefragt, auf die sich Planer verlassen können. Hanno ließ bereits Mitte 2019 drei Abdichtungsprodukte (Hannoband-3E BG 1, Hanno-Folienbänder FI Easy+ und DUO Easy+) nach Richtlinie M0-01/1 vom ift-Rosenheim unter realen Einbausituationen prüfen. Das Ergebnis: Alle drei Produkte lagen unter dem festgelegten Grenzwert. Das Zertifizierungsprogramm schuf Sicherheit für Planer, wenn es ums Dichten und Dämmen geht. Nur ift-bewährte Systeme tragen anschließend das „ift-Zertifikat“ als Zeichen verlässlicher Qualität. Schlagwortsuche auf www.fassadentechnik.de Dämmstoff, Ausführung, Forschung Bilder: Hanno Werk GmbH & Co. KG www.hanno.com Dicke: 4,2 mm Bild: Renolit SE Oberfläche Innenseite: Aluminium Rückseitenfräsung Oberfläche Aussenseite: weißbruchfreie Beschichtungsfolie 34 5 I 2020_fassadentechnik

holzverbundwerkstoff kreativer facelift in lavagrau Bild: Alpolic Das moderne, dreistöckige Doppelhaus sticht aus einem Wohngebiet im hessischen Mühltal heraus. Vor rund 20 Jahren wurde das Gebäude in geradliniger Geometrie, einem gering geneigten Pultdach und großen Fensterfronten auf dem langen, schmalen Grundstück errichtet. Im Zuge der Neuvermietung wurde das Gebäude saniert. Vor allem die Fassade aus naturbelassenem Lärchenholz, die das Erscheinungsbild des Hauses größtenteils bestimmte, war in die Jahre gekommen. Daher entschied man sich dem ursprünglichen Material treu zu bleiben, die Optik der Fassade aber trotzdem auch farblich neu zu beleben. Die Wahl fiel auf ein Fassadensystem aus Holzverbundwerkstoff von Natur in Form. Auf ca. 150 m 2 kam „Die Gestaltende exklusiv“ in Lavagrau an der Fassade in Mühltal zum Einsatz. Das Material wurde waagrecht auf die vorhandene, noch intakte Holz- Unterkonstruktion aufgebracht, und zwar mit Profilen in zwei unterschiedlichen Größen im Wechsel – zur Auflockerung der optischen Wirkung. „Die Gestaltende exklusiv“ ist ein Fassadensystem in edler Natursteinoptik. Gefertigt aus einem wetterfesten Holzverbundwerkstoff, eignet sich die elegante Außenverkleidung als vorgehängte Fassade sowohl für Neu- als auch Bestandsbauten. Bei der Montage werden die Rhombusleisten der „Gestaltenden“ mit einer Nut- und Spundverbindung formschlüssig auf einer Holzunterkonstruktion verlegt. Die massiven Rhombusleisten „small“ mit einem Deckmaß von 66 mm, „xl“ mit 99 mm und „xxl“ mit 148 mm Breite, können sowohl waagrecht als auch senkrecht verlegt werden. Eine Kombination – wie hier in Mühltal – eröffnet weitere Gestaltungsmöglichkeiten für interessante Fassadengestaltungen. Die Profile sind in Standardlängen von vier und sechs Metern erhältlich, auf Anfrage sind auch Sonderlängen möglich. Die Farben reichen von hellem Dolomitgrau über kühles Basaltgrau hin zu warmem Lavagrau. Durch die raffinierte Oberflächenprägung wird der optische Effekt plastisch zusätzlich verstärkt. Schlagwortsuche auf www.fassadentechnik Fassadenbekleidung, Sanierung www.naturinform.de Bild: Natur in Form sanierung der gebäudehülle EXPO pavillon zieht nach Abu Dhabi Der für die EXPO Shanghai 2010 entworfene Pavillon der Vereinigten Arabische Emirate erhielt nach der Messe einen neuen Standort: Heute befindet er sich – in neuem Gewand – auf der Halbinsel Saadiyat Island in Abu Dhabi. Im Zuge der Sanierung realisierte Lindner im Auftrag des Department of Culture and Tourism Abu Dhabi (DCT) die gesamte Gebäudehülle. Der Pavillon wurde nach Plänen von MZ Architects Abu Dhabi umgestaltet: Die frei geformten Dachflächen und Skylights wölben sich zu Sanddünen und kombinieren unterschiedliche Materialien. Innerhalb von sieben Monaten realisierte Lindner ein neues Dachsystem, eine Vorhangfassade, die Eingangsbereiche und zwei Skylights. Die Außenhaut des Dachs besteht aus Porzellanfliesen mit silbergrauer Glasur und Bios Self-Cleaning-Behandlung. Jede davon besitzt einen anderen Winkel zur Sonne, um die besondere Optik zu verwirklichen. Sie wurden in Handarbeit befestigt. Die Stahlglas-Fassade im Erdgeschoss wurde mit polygonal angeordneten Isoliergläsern und Fluchttüranlagen ausgestattet. Die beiden Skylights mit ihren unterschiedlichen Geometrien erstrecken sich über insgesamt 1.400 m 2 . Die Gläser wurden verformt, um eine homogene und fließende 3D-Oberfläche wiederzugeben. Aktuell befindet sich das Kunstinstitut „Berklee College of Music Abu Dhabi“ in den Räumlichkeiten und belebt den Pavillon mit Konzerten und Tanz. Schlagwortsuche auf www.fassadentechnik.de Isoliergläser, Vorgehängte hinterlüftete Fassade, Dächer www.Lindner-Group.com Bild: Lindner fassadentechnik_5 I 2020 35