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FLUG REVUE 01/2017

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News ZIVIL- UND MILITÄRLUFTFAHRT Foto: Airbus DRITTE TANKPOSITION HINTER DEM RUMPF Tanker-Tests mit der A400M Airbus Defence & Space hat in Spanien weitere Luftbetankungsversuche mit dem A400M-Transporter durchgeführt. Dabei ging es um Tests hinter der mittleren Tankposition im Rumpf. Diese Tankposition erlaubt Durchflussraten von 2000 Litern und ist besonders für die Betankung größerer Flugzeuge – in diesem Fall einer weiteren A400M – geeignet. Bei zwei Flügen führten die A400M-Prototypen laut Hersteller über 50 Kontakte durch, sowohl im Geradeaus- als auch im Kurvenflug. Die A400M hat eine Basis-Kraftstoffkapazität von 63 500 Litern. Dazu könnten ergänzend zwei je 7200 Liter große Tanks im Frachtraum installiert werden. Unterdessen haben die spanischen Luftstreitkräfte am 17. November formell ihre erste A400M in Empfang genommen. Sie ist in Saragossa stationiert. Spanien ist der sechste Kunde, der die A400M in Dienst stellt. Sie ersetzt die C-130 Hercules der spanischen Luftstreitkräfte. Im September hatten sich Spanien und Airbus Defence & Space auf einen neuen Lieferplan geeinigt: 14 Flugzeuge werden bis 2022 übergeben, die 13 weiteren allerdings erst ab 2025. Foto: General Atomics Aeronautical Systems Forschung am biegsamen Flügel Die NASA und das Massachussetts Institute of Technology, MIT, arbeiten an einem „Morphing“ Wing“, dessen Form sich stufenlos an verschiedene Flugzustände anpassen lässt. Die Forscher entwarfen ein mit Folie bespanntes Flügelgerüst aus 3D-gedruckten Verbundwerkstoff-Teilen, das mittels zweier Stellmotoren im Rumpf des Versuchsträgers in seiner Gesamtheit verbogen werden kann. Erste Windkanaltests zeigten, dass die aerodynamischen Eigenschaften denen eines konventionellen Flügels entsprechen, bei nur einem Zehntel des Gewichts. Avenger ER im Flugtest General Atomics Aeronautical Systems hat am 27. Oktober mit der Flugerprobung einer neuen Version des jetgetriebenen Predator C Avenger begonnen. Die Flugdauer steigt von 15 auf 20 Stunden. Der Avenger ER hat eine um etwa drei Meter auf 23,15 m verlängerte Spannweite. Die Tankkapazität ist auf 4580 kg erhöht. Als Nutzlast werden nun 1360 kg im Rumpf genannt. Neben Radar- und elektrooptischen Sensoren kann die Avenger mit der JDAM-Bombe bewaffnet werden. Foto: MIT News Office 8 FLUG REVUE Januar 2017 www.flugrevue.de

Foto: Mitsubishi Aircraft Corp. Mitsubishi testet MRJ in den USA Nach einer Strecke von 14 000 Kilometern ist der dritte MRJ-Prototyp, FTA-4, Mitte November in den USA eingetroffen, wo er Flugtests am Great Country Airport in Moses Lake, Washington, absolviert. Die Reise aus Nagoya führte in knapp 19 Flugstunden via Guam, die Marschallinseln und Hawaii zunächst nach San José (Foto). Schon seit Mitte Oktober weilt FTA-1 in den USA. Mitsubishi Aircraft nutzt Moses Lake als Testflugbasis und dortige US- Spezialisten von AeroTEC als Unterstützung bei der möglichst schnellen Zulassung ihres neuen Regionaljets. Am 22. November startete in Nagoya als vierter MRJ auch Prototyp FTA-3 zum erfolgreichen Erstflug. Unterdessen konnte Mitsubishi im November den statischen Belastungstest in Japan erfolgreich abschließen. Dabei wurde das Flugzeug mit der 1,5-fachen Höchstlast beaufschlagt, die jemals in einem Flugzeugleben zu erwarten ist. „Das Verhalten Einzelner kann erhebliche Kosten für alle verursachen.“ EU-Verkehrskommissarin Violeta Bulc zum Lufthansa-Streik SALIS-Partner der NATO trennen sich Mit zwei separaten Verträgen will die NATO ihre Partner im Projekt „Strategic Airlift Interim Solution“ (SALIS) künftig verpflichten, nachdem diese ihre Zusammenarbeit untereinander zum Jahreswechsel beenden. Demnach übernehmen die russsische Volga-Dnepr mit „Ruslan SALIS“ und die ukrainische „Antonov SALIS“ mit getrennten Flotten von bis zu zehn bzw. sieben Antonow An-124 Schwerlasttransporte für zwölf NATO-Mitglieder sowie für Schweden und Finnland. Die Logistikdrehscheibe von SALIS bleibt in Halle/Leipzig. Foto: Volga-Dnepr Foto: Boeing Erste Taurus an Südkorea übergeben Die Taurus Systems GmbH hat das erste Los der Abstandslenkflugkörper Taurus KEPD 350K an die Luftwaffe Südkoreas übergeben. Laut Hersteller liegt man voll im Plan, auch die Integration in die Boeing F-15K soll demnächst abgeschlossen werden. Südkorea hatte Ende 2013 insgesamt 170 Taurus im Wert von 270 Millionen Euro bestellt. Taurus KEPD 350K ist eine verbesserte und weiterentwickelte Version des Lenkflugkörpers KEPD 350, den die deutsche Luftwaffe 2005 und die spanische Luftwaffe 2009 in Dienst gestellt hat. Sie verfügt über ein neues GPS-System von Rockwell Collins, das ein Modul zur Störunterdrückung beinhaltet. Daher musste eine US-Exportgenehmigung eingeholt werden. In Südkorea sind die Taurus für die Bekämpfung nordkoreanischer Raketenstellungen und Atomanlagen vorgesehen. Eine Entscheidung zur Beschaffung von weiteren 90 Lenkflugkörpern wird derzeit vorbereitet. WTO-Tauziehen um Flugzeugbau-Hilfen Die Welthandelsorganisation WTO hat Ende November US-Steuererleichterungen für die Boeing 777X in Höhe von 5,7 Mrd. Dollar für unzulässig erklärt. Die Subvention müsse unverzüglich eingestellt werden. Damit steht es im seit Jahrzehnten erbittert geführten Streit der Europäer und Amerikaner nun „1:1“. Erst im September hatte die WTO auch Airbus gerügt, unzulässige Hilfen für das Programm A380 erhalten zu haben. Beide Seiten werfen sich jeweils eine unfaire Handelspraxis vor. Die WTO selbst hat keine Sanktionsmöglichkeiten, kann aber Regierungen zu Sanktionen autorisieren. Die USA und die EU haben bisher keine WTO-Verfahren gegen China, Russland oder Kanada angestrengt, die ihre Luftfahrtindustrie ebenfalls erheblich fördern. www.flugrevue.de FLUG REVUE Januar 2017 9

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