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FLUG REVUE 02/2015

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- Neue Eurowings: Lufthansa plant Billig-Langstrecken - Rosetta: Alle Details zur sensationellen Kometen-Landung - F-35 an Deck: Erste Trägertests auf der Nimitz

Militärluftfahrt

Militärluftfahrt Luftbetankung mit der EC725 Die „Pyrénées“-Staffel hat Austauschpiloten aus den USA und Deutschland (zurzeit Hauptmann Frank Hofmann, rechts im Bild) Italien nutzt die MA-3-Behälter von Sargent Fletcher. Die EC725 sind bis zu elf Tonnen schwer. Ihre Makila 2A sorgen für eine gute Leistungsreserve. Fotos: Frédéric Lert lung 210 Meter), und der Tanker wendet, bevor er sich vor die Drehflügler setzt. Beim „Überhol“-Verfahren kommt der Tanker direkt von hinten. Die Geschwindigkeit während der Luftbetankung selbst liegt um die 200 km/h, wobei sich die EC725 idealerweise in einem leichten Sinkflug befinden. „Das bringt uns etwas mehr Leistungsreserven“, erläutert LCl Malbos. Die Tankschläuche des an der C-130J verwendeten Behälters MA-3 von Sargent Fletcher sind etwa 17 bis 23 Meter hinter dem Flügel ausgefahren. Rund 700 Luftbetankungskontakte haben die Crews der EH 1/67 inzwischen absolviert, und zwar nicht nur mit der C-130J, sondern auch mit der C- 130H und der MC-130P. Bei allen drei Hercules-Varianten gab es wegen der unterschiedlichen Motorisierung leichte Variationen im Verhalten des Hubschraubers, die in den Verfahren berücksichtigt werden mussten. Man hat also schon einige Erfahrung, die sich in möglichen Einsätzen bezahlt machen würde. Dazu zählt insbesondere die Verbringung von Kommandokräften weit hinter feindliche Linien oder die Rettung abgeschossener Besatzungen. Auch bei zivilen Such- und Rettungseinsätzen über lange Distanzen könnte die Luftbetankungsfähigkeit hilfreich sein. Momentan sind die Crews der „Pyrénées“-Staffel allerdings noch auf ausländische Tankflugzeuge angewiesen. Es bestünde jedoch die Möglichkeit, für die C-130 der ET 3/61 „Poitou“ zwei MA-3-Behälter von Sargent Fletcher zu beschaffen und bei Marshall Aerospace installieren zu lassen. FR FRÉDÉRIC LERT/KS 52 FLUG REVUE FEBRUAR 2015 www.flugrevue.de

Die EC645 T2 wurde im November in Donauwörth präsentiert (links). Vom NH90 (unten) sollen nun bis zu 122 beschafft werden. Fotos: Airbus Helicopters/Abarr, Bundeswehr Neuer Hubschrauber im Test EC645 T2 für Spezialeinsätze Mit Hochdruck arbeitet Airbus Helicopters am leichten Mehrzweckhubschrauber zur Verbringung von Spezialkräften. Er soll ab Ende 2015 bei der Luftwaffe in Dienst gehen. Seit die Bundeswehr eine „Fähigkeitslücke“ im Bereich der Unterstützung von Spezialkräften ausgemacht hat, werden alle Anstrengungen unternommen, diese schnellstmöglich zu schließen. Innerhalb weniger Monate wurde zum Beispiel 2012 die „abschließende funktionale Forderung“ erstellt und im Oktober das Vergabeverfahren begonnen. Schon im Juli 2013 folgte die Vertragsunterzeichnung mit Eurocopter für die EC645 T2 – mancher Wettbewerber hatte sich gar nicht erst die Mühe gemacht, ein Angebot abzugeben, da er den Ausgang anhand der Spezifikationen schon ahnte. 219 Millionen Euro werden für die Beschaffung von 15 LUH-SOF-Hubschraubern (Light Utility Helicopter – Special Operations Forces) inklusive spezieller Funkgeräte und Ausbildungsunterstützung investiert. Die ersten beiden davon präsentierte Airbus Helicopters Ende November im Werk Donauwörth. „Mit Blick auf die Auslieferung … im kommenden Jahr liegen wir gut im Zeitplan“, versicherte dabei Ralf Barnscheidt, Leiter des Militärischen Unterstützungszentrums. „Das ist auch ein Erfolg der sehr engen Zusammenarbeit zwischen den Projektteams der Bundeswehr und unserem Haus.“ Die militärische Zulassung der EC645 T2 erfolgt auf Basis der zivilen Zertifizierung der EC145 T2 im „Rahmen einer vereinfachten Musterprüfung“. Anschließend müssen die spezifisch militärischen Ausrüstungselemente wie das Selbstschutzsystem, die Krypto- Funkgeräte, angepasste Software oder der Rüstsatz zur Feuerunterstützung nach Bundeswehrvorschriften geprüft werden. Es gibt also noch einiges zu tun, damit die Lieferungen ab Dezember 2015 beginnen können. Die Eile erfordert im Übrigen bei Wartung und Instandsetzung auch eine 100-prozentige Abstützung auf die Industrie während des Anfangsflugbetriebs. RAHMENVEREINBARUNG FÜR HELIKOPTER NACHVERHANDELT Da kann Airbus Helicopters wieder Vertrauen aufbauen, denn bei den beiden großen Drehflüglerprogrammen NH90 und Tiger hat die Bundeswehr eher desaströse Erfahrungen mit dem Hersteller gemacht. Eine neue Basis soll nun eine sogenannte Rahmenvereinbarung schaffen, die vom Verteidigungsministerium am 27. November in den parlamentarischen Genehmigungsprozess gegeben wurde. Mit ihr wurde das bereits im März 2013 noch unter Minister de Maizière geschlossene „Memorandum of Understanding“ etwas modifiziert. Wie damals hieß es, dass „die gefundene Regelung aus der Sicht des Ministeriums nicht optimal, aber die beste Lösung ist, die auf Basis der ungünstigen alten Vertragsposition verhandelt werden konnte“. Es bleibt bei den für das Heer vorgesehenen 82 Transporthubschraubern (3,76 Mrd. Euro). Dazu soll die Marine zukünftig mit 18 NH90 NTH ausgestattet werden (1,18 Mrd. Euro). Der „Marine-Transporthubschrauber“ Sea Lion soll die veralteten und immer weniger verfügbaren Sea King Mk 41 ablösen. Ein Einsatz des Sea Lion auf den Fregatten ist schon aufgrund der geringen Stückzahl nicht vorgesehen, so die Marine. Mittelfristig ist auch ein Nachfolgemodell für den Sea Lynx für U-Boot-Jagd und Schiffsbekämpfung erforderlich. Zusätzliche 22 NH90, die bisher als Option gehandelt wurden, sind nun für einen noch aufzustellenden multinationalen Verband vorgesehen. Damit soll ein „Leuchtturmprojekt“ für das Konzept „Pooling und Sharing“ initiiert werden. Das Ministerium will „selbst mit einem signifikanten Eigenbeitrag vorangehen“. Dazu hat der Generalinspekteur der Bundeswehr Anfang Oktober potenziellen Partnern ein Angebot unterbreitet. Beim Kampfhubschrauber Tiger werden nun doch wieder 68 statt 57 Maschinen abgenommen (3,54 Mrd. Euro). Elf ältere Tiger will das Heer wie bekannt ausmustern. Sie sollen ausgeschlachtet und das Material für den Ersatzteilbedarf genutzt werden. Für den Einsatz beim Kampfhubschrauberregiment 36 sind 40 Helikopter vorgesehen. FR KARL SCHWARZ www.flugrevue.de FLUG REVUE FEBRUAR 2015 53

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