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FLUG REVUE 03/2015

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Qatar Airways: A350 im Dienst Ariane 6: Europas neuer Träger Großes Special: Luftwaffe übernimmt A400M

Technik Neue Triebwerke

Technik Neue Triebwerke für zivile Hubschrauber Konkurrenzkampf Mit neuen Modellen kämpfen die Hersteller angesichts eines wachsenden Bedarfs um Aufträge. Aber auch die bewährten Bestseller werden verbessert. Von PATRICK HOEVELER Vor 40 Jahren flog das Arriel-Triebwerk erstmals in einem Helikopter, und ein Ende der Erfolgsgeschichte scheint nicht in Sicht. Im August 2014 ging das neueste Familienmitglied, das Arriel 2E, an der EC145 T2 in Dienst. Turbomeca hat in den vergangenen vier Jahrzehnten rund 11 500 Exemplare allein des Arriel produziert, sie kommen in mehr als 40 verschiedenen Hubschraubermodellen zum Einsatz. Gemeinsam hat die weltweite Flotte mehr als 42 Millionen Flugstunden absolviert. Der zweite Bestseller in der Produktpalette des südfranzösischen Unternehmens, das Arrius, hat die Marke von 3000 Verkäufen erreicht. Für beide Muster gilt: „Wir verbessern diese Triebwerke kontinuierlich mit den neuesten Technologien“, sagt Philippe Couteaux, Executive Vice President, Strategy and Development bei Turbomeca. VERBESSERUNGEN BEI VERDICHTER UND MATERIALIEN Im Mittelpunkt der Aktivitäten stehen Verdichter mit höherem Druckverhältnis sowie neue Materialien und Beschichtungen. Die Ingenieure arbeiten auch an der Modernisierung der Regelungssysteme. Den Markt für zivile Hubschrauber schätzt Couteaux positiv ein: „Unsere Vorhersagen deuten mit der Lieferung von 42 000 Helikoptern in den nächsten Turbomeca Arriel 2N Im Vergleich zum Arriel 2C ist die Leistung um 17 Prozent gestiegen. Dabei sollen Verbrauch und Wartungskosten sinken. Möglich machen dies ein neuer Axialverdichter, ein neues Material in der Hochdruckturbine und eine zweikanalige FADEC. Die EASA-Zulassung erfolgte im Januar 2015. 64 FLUG REVUE MÄRZ 2015 www.flugrevue.de

In der Leistungsklasse von 200 Kilowatt ist das RR300 angesiedelt. Es bringt die Vorteile von Wellenleistungsaggregaten auch in Regionen, die früher von Kolbenmotoren bestimmt waren. Rolls-Royce RR300 Seit der ersten Auslieferung im Jahr 2008 produzierte Rolls-Royce mehr als 800 Exemplare, die an der Robinson R66 rund 275 000 Flugstunden angesammelt haben. Mit der Scott‘s Bell 47 gibt es jetzt eine weitere Anwendung. Die Entwicklung des stärkeren RR500 ist dagegen weiterhin auf Eis gelegt. Fotos: Rolls-Royce, Turbomeca www.flugrevue.de Hubschrauberbedarf 2014 – 2018 Quelle: Honeywell Asien und Ozeanien Europa 26 % 4800 bis 5500 Zivilhelikopter 23 % 24 % 19 % Afrika und Mittlerer Osten 8 % USA und Kanada Lateinamerika 20 Jahren auf ein stabiles Wachstum hin. Dabei gibt es eine nahezu gleiche Nachfrage nach ein- und zweimotorigen Mustern. Die Hälfte des Bedarfs für neue Hubschrauber entsteht aus dem Ersatz älterer Typen, die andere Hälfte trägt den neuen Bedürfnissen und aufkommenden Märkten Rechnung.“ Wie die anderen Hersteller wollen die Europäer vom steigenden Bedarf profitieren. Das neueste Arrius, die Version 2R, treibt die Bell 505 (Jet Ranger X) an, die am 10. November 2014 zu ihrem Jungfernflug gestartet ist. Damit kommt erstmals ein Turbomeca-Triebwerk bei einem Modell des US-Herstellers Bell Helicopter zum Einsatz. Das Arrius 2R besitzt eine Startleistung von 376 Kilowatt und weist eine zweikanalige digitale Triebwerksregelung (Full Authority Digital Engine Control, FADEC) auf, welche die Arbeitsbelastung des Piloten reduzieren und damit die Sicherheit erhöhen soll. Das Instandsetzungsintervall gibt das Unternehmen mit 3000 Stunden an. Die Zulassung ist für dieses Jahr vorgesehen. Der Erstlauf erfolgte am 29. April 2014 im südfranzösischen Bordes. Trotzdem hört die Entwicklungsarbeit bei Turbomeca nicht auf. „Wir ha- FLUG REVUE MÄRZ 2015 65

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