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FLUG REVUE 10/2015

Militärluftfahrt

Militärluftfahrt Lockheed Martin F-35 Lightning II Erste Ausbildungseinheit für die F-35B ist die VMFAT-501 in Beaufort. Vor den Tests auf der „Wasp“ wurden Kurzstarts in Yuma geübt. Das Marine Corps kann seine F-35B mit eigenen KC-130-Tankern bedienen. wahrt, das insgesamt etwa fünf Jahre in Verzug ist. Staatssekretär Frank Kendall, für Beschaffung, Technologie und Logistik zuständig, sprach von einem „bedeutenden Meilenstein“ und einer „Bestätigung, dass das F-35 Programm auf Kurs ist“. Allerdings erinnerte er daran, dass „wir noch Arbeit vor uns haben, um die volle Leistungsfähigkeit, die von unseren Streitkräften und denen unserer Partner benötigt werden, zu erreichen, während wir die erfolgreichen Anstrengungen fortsetzen, die Kosten zu senken“. Für Generalleutnant Jon Davis, Stellvertretender Kommandant des Marine Corps für die fliegenden Systeme, ist die IOC- Deklarierung (Initial Operational Capability) ebenfalls nur der Anfang. „Wir müssen sicherstellen, dass wir die notwendigen Ressourcen haben, um die für das Training und kontinuierliche Kampfeinsätze notwendige Verfügbarkeit der F-35B sicherzustellen. Wenn ich momentan Sorgen habe, dann die, dass wir genügend Ersatzteile haben, um das Maximale aus diesem außergewöhnlichen Waffensystem herauszuholen“, so Davis. MANGELNDE WENDIGKEIT IN DER KRITIK Ob und um wie viel besser die F-35 gegenüber den heutigen Kampfjets wie F/A-18, F-16 oder A-10 ist, darüber werden auch in den USA erbitterte De- 46 FLUG REVUE OKTOBER 2015 www.flugrevue.de

Ohne Head-up-Display ist der F-35-Pilot auf sein Helmdisplay angewiesen. batten geführt. Momentan gilt es dabei zu bedenken, dass die Einsatzbereitschaft trotz eines recht reduzierten Leistungsspektrums erklärt wurde. Die VFMA-121 „Green Knights“ verfügt über F-35B mit dem Softwarestandard Block 2B. Das heißt zum Beispiel, dass als Bewaffnung nur die AIM-120 AMRAAM, die GBU-12 (225 kg schwere lasergelenkte Bombe) und die GBU- 32 (JDAM, 910 kg) benutzt werden können, und zwar nur zum Abwurf aus dem internen Waffenschacht. Dennoch ist das Marine Corps der Meinung, dass damit Aufgaben wie Luftnahunterstützung, offensive und defensive Bekämpfung von gegnerischen Luftfahrzeugen, Gefechtsfeldabriegelung, Begleitschutz und bewaffnete Aufklärung erfüllt werden können. Auch der Einsatz von Hubschrauberträgern und vorgeschobenen Basen aus ist genehmigt. Beim Marine Corps legt man Wert auf die Feststellung, dass die Einsatzfreigabe nach einem genau definierten Plan und zahlreichen Überprüfungen erfolgt ist. Dazu zählte zum Beispiel die Verlegung von sechs F-35B auf die USS „Wasp“ (LHD-1) vom 18. bis 29. Mai. Während des OT-1 (Operational Testing/Truppenerprobung) flogen normale Piloten des Marine Corps vor der Ostküste von dem Hubschrauberträger aus, der vor den Versuchen die notwendigen Modifikationen erhalten hatte. 108 Missionen mit 85 Flugstunden kamen dabei zusammen. Neben den Flügen ging es bei OT-1 auch um die Wartbarkeit der F-35B auf See. Erstmals wurde dabei das Kernmodul des F135-Triebwerks mit einer MV- 22B Osprey eingeflogen. In einer Verkleidung, die eine gedämpfte Lagerung des rund 2050 Kilogramm schweren Teils ermöglicht, passte es gerade noch in den Kipprotor-Transporter. Davis bewertete die Versuche als „sehr erfolgreich“, wenngleich laut einem Bericht Fotos: USMC/Gershanek, Lockheed Martin/Liz Kaszynski (3) www.flugrevue.de FLUG REVUE OKTOBER 2015 47

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