Aufrufe
vor 2 Jahren

FLUG REVUE 10/2016

  • Text
  • Flug
  • Revue
  • Oktober
  • Boeing
  • Lufthansa
  • Airbus
  • Flugzeug
  • Airlines
  • Flugzeuge
  • Triebwerk

Business Aviation

Business Aviation Airliner als Geschäftsreisejets Gut erkennbar ist die gewichtsparende Wabenstruktur unter dem exklusiven Holzfurnier. Im 3D-Modell des „Cave“ können Architekten und Ingenieure lange vor dem Ausbau durch das Flugzeug laufen. Fotos: Lufthansa Technik Auf den beheizten Steinplatten gibt es während des Fluges Entspannung, die Erfrischung folgt in der Regenwalddusche dahinter. habung des Flugzeugs. Sind tiefere Eingriffe notwendig, müssen diese ebenfalls von den Behörden abgenickt werden. Das Geschäft ist dabei sehr diskret: Kundennamen oder deren Herkunft werden selten genannt. Ein bekannter Kunde ist die Flugbereitschaft der Bundeswehr, die ihre A340-Kanzlerjets bei Lufthansa Technik umrüsten ließ. Diese stammen aus der Interkontinentalflotte der Deutschen Lufthansa und wurden mit einer exklusiven Inneneinrichtung und über 100 Kilometern elektrischen Kabeln auf ihren neuen Einsatzzweck vorbereitet. Interessantes Detail: Zur Vermeidung von Protz wurde in diesen Flugzeugen nach Angaben von Lufthansa Technik komplett auf Edelhölzer verzichtet. Ab Ende des kommenden Jahres werden die ersten Flugzeuge der A320neo- und 737 MAX-Varianten der Standardrumpfjets von Boeing und Airbus erwartet. Doch viel ändern wird sich für die VIP-Versionen nicht, da der Rumpf der gleiche ist wie der der bisherigen Aus führung. Der Kunde profitiert lediglich auf der technischen Seite von einer höheren Reichweite und geringerem Kerosinverbrauch. Ab 2019 rechnet man in Hamburg mit einem weiteren Zuwachs: dem Airbus A350 ACJ. Ab dann gibt es theoretisch die ersten Lieferslots des neuesten Modells aus Toulouse, die nicht bereits an Airlines vergeben sind. Das Flugzeug mit einem breiten Kohlefaserrumpf ist für Langstrecken ausgelegt und damit eine ideale Basis für eine Demonstration, wie sich Lufthansa Technik exklusives Reisen auf moderne Art und Weise vorstellt. FRISCH GEKOCHTES ESSEN UND HEISSE STEINPLATTEN Seine Vision einer für die A350 maßgeschneiderten VIP-Kabine hat der Dienstleister jüngst vorgestellt. Dabei stehe die Wohnqualität im Vordergrund, und so gibt der federführende Innenarchitekt Michael Reichenecker die Maßgabe aus, „der Kunde soll erholter aussteigen, als er eingestiegen ist“. Dazu trägt ein loftartiges Schlafzimmer im geräuscharmen 38 FLUG REVUE Oktober 2016 www.flugrevue.de

Es gibt keinen Katalog für Stoff- und Holzfarben – Furniere werden schon mal direkt in Südamerika abgeholt. Die einzelnen Elemente werden vor dem Einbau in der Werkstatt komplettiert. Bug des Flugzeugs bei, das sich über Schiebetüren erweitern lässt und dann durch eine Art Wohnzimmer mit Sofa und Fernseher ergänzt wird. „Das soll an eine Hotelsuite erinnern“, erklärt Reichenecker. Ein separates Arbeitszimmer grenzt an diesen Bereich an. In der Küche steht ebenfalls der Aspekt Lebensqualität im Vordergrund: „An unserem Induktionsherd kann man sich frische Mahlzeiten zubereiten – das ist einzigartig über den Wolken“, fährt er fort. Verzehrt wird das frisch Gekochte in der „Dining Area“, einem quadratischen Tisch mit acht Sitzplätzen. Es schließen sich vier Gästezimmer für die Begleitung an, und im Heck des Flugzeugs findet sich schließlich Reicheneckers Highlight: ein Spa-Bereich. Hier kann man auf zwei heißen Steinplatten entspannen. Wobei freilich nur die Oberfläche aus Stein ist, darunter befindet sich eine gewichtsparende Konstruktion. Auch Sportgeräte wie ein Hometrainer finden hier ihren Platz. In einer Massagedusche gibt es anschließend die entsprechende Erfrischung für das Ende eines 15-Stunden-Fluges. Und auch nach dem Kauf kümmert man sich in Hamburg um die wertvollen Flugzeuge: „Neben den reinen Ausbauten können Kunden ihre Flugzeuge auch bei uns umbauen oder Teile erneuern lassen“, sagt Reinert. Die Wartung steht ebenfalls auf dem Programm. Gerade bei C- und D-Checks sind die VIP-Flieger ein sensibles Gut. Hier müssen Teile der Innenverkleidung ausgebaut werden. „Darauf sollte man als Wartungsbetrieb schon spezialisiert sein“, weiß Reinert. Fußabdrücke von ölverschmierten Mechaniker-Schuhen machen sich auf den teuren Teppichen äußerst schlecht. FR MAX KÜHNL

Kiosk

FLUG REVUE 07/2015
FLUG REVUE 06/2015
FLUG REVUE 05/2015
FLUG REVUE 04/2015
FLUG REVUE 03/2015
FLUG REVUE 02/2015
FLUG REVUE 01/2015
FLUG REVUE 12/2014

RSS-Feed

© Motor Presse Stuttgart GmbH & Co. KG