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FLUG REVUE 10/2016

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Militärluftfahrt F-35A

Militärluftfahrt F-35A bei der US Air Force Die Piloten geben der F-35 gute Noten. Fotos: Lockheed Martin F-35 – Die Kunden Die Lockheed Martin F-35 ist das größte Rüstungsprogramm aller Zeiten. Allerdings reduzierten einige Kunden ihre geplante Beschaffung deutlich, und Kanada denkt über einen Ausstieg nach. Kunde Version Anzahl US Air Force A 1763 US Navy C 260 US Marine Corps B C 340 80 Australien A 100 Dänemark A 27 Großbritannien B 138 Israel A 33 (+17) Italien A 60 B 30 Japan A 42 Kanada A 65 Niederlande A 37 Norwegen A 52 Südkorea A 40 Türkei A 100 Geplante Stückzahlen, wobei meist längst nicht alle fix bestellt sind. Kanada untersucht derzeit Alternativen zur F-35. standards 2B und 3i immerhin 25 Stunden zwischen den Abstürzen liegen. Die Kritikpunkte seien alle bekannt und Lösungen in Arbeit, konterte wie gewohnt Generalleutnant Christopher Bogdan, Leiter des F-35-Programmbüros im Pentagon. Er ist davon überzeugt, dass man die Kinderkrankheiten in absehbarer Zeit ausmerzen kann und die Lightning II dann mit ihren Stealth-Eigenschaften und ihrer sehr guten Sensorik viele Jahrzehnte lang eine überragende Rolle im Arsenal der Nutzer spielen wird. Gerade die US Air Force setzt voll auf die F-35, sie will über 1700 Maschinen beschaffen. General Carlisle kann die Lieferung dabei nicht schnell genug gehen. Statt der aktuellen Lieferrate von etwa 45 Flugzeugen im Jahr wünscht er sich 60 Flugzeuge. Das würde den Preis senken und vor allem auch aufwendige Lebensdauer-Verlängerungsprogramme bei den arg strapazierten vorhandenen Mustern vermeiden. FR Die Niederlande brachte für Versuche in Leeuwarden zwei F-35A nach Europa. 44 FLUG REVUE Oktober 2016 www.flugrevue.de

Militärluftfahrt USAF-Auftrag Grünes Licht für KC-46A Mit einem Jahr Verzug hat das Pentagon die Fertigung des neuen Tankers für die USAF freigegeben. Diverse Probleme im Entwicklungsprogramm kommen Boeing teuer zu stehen. Einige „schwierige technische Herausforderungen“ waren zu meistern, bevor Frank Kendall, Unterstaatssekretär des Bereichs Beschaffung, Technologie und Logistik, am 12. August die Genehmigung für die Vorserienproduktion der Boeing KC-46A erteilte. Der ursprünglich für August 2015 geplante sogenannte Milestone C hatte sich mehrfach verzögert. Zuletzt kämpfte Boeing mit technischen Problemen des neu entwickelten Tankauslegers. Auf ihn wirkten bei der Betankung von großen Flugzeugen wie der C-17 Globemaster II zu große Längskräfte ein. Der Versuch, die Angelegenheit mit Änderungen an der Software in den Griff zu bekommen, schlug fehl, sodass hydraulische Entlastungsventile konstruiert und installiert werden mussten. Für die Serienfreigabe notwendige Nachweise konnten daher erst mit Verspätung erbracht werden. Am 8. Juli wurde zum Beispiel ein Nachtest mit der F-16 durchgeführt, während die Betankung der C-17A am 12. Juli auf dem Plan stand. Der letzte noch ausstehende Test betraf die Betankung der A-10C Thunderbolt II, die am 15. Juli absolviert wurde. Bereits zuvor waren die Versuche mit den Schlauchsystemen im Rumpf und unter den Tragflächen durchgeführt worden. Die F/A-18 Hornet war am 10. Februar an der Reihe und die AV-8B Harrier II am 1. März. Auch die Betankung der KC-46A selbst wurde überprüft. Hinzu kamen Beladungsversuche, denn der aus der 767 abgeleitete Tanker kann auch als Transporter und der Verlegung von Soldaten dienen. Über 1000 Flugstunden haben die vier Prototypen und die erste bereits komplettierte Serienmaschine inzwischen absolviert. Auch nach dem Milestone C stehen noch weitere umfangreiche Flugversuche auf dem Plan, bis alle militärischen Freigaben und die komplette FAA-Zulassung erreicht sind. Schwierigkeiten gibt es dabei zum Beispiel noch mit den Unterflügelbehältern von Cobham, deren Entwicklung nicht korrekt dokumentiert wurde und bei denen auch ein Konstruktionsfehler behoben werden muss. Mit drei Jahren Verzug sollen nun im Juli 2017 Behälter in der endgültigen Konfiguration für die Tests bereitstehen. 19 FLUGZEUGE SIND BESTELLT, 175 WERDEN BENÖTIGT Bei der Betankung der C-17A durch die KC-46A gab es zunächst Probleme. Die Lieferung der KC-46A selbst wird ab August 2017 erfolgen. Eigentlich hätten bis dahin schon 18 Flugzeuge bei der USAF sein sollen, doch dies wird nun erst bis Januar 2018 erreicht – so jedenfalls Boeing bei der Bekanntgabe der Verzögerung Ende Mai. Vorerst hat das US-Verteidigungsministerium 19 der Pegasus-Tanker bestellt. Der am 18. August erteilte Auftrag für die Vorserienlose 1 und 2 (sieben beziehungsweise zwölf Flugzeuge) hat, wie bereits lange vereinbart, ein Volumen von 2,815 Milliarden Dollar (2,5 Mrd. Euro). Neben den Flugzeugen umfasst er vier Ersatztriebwerke und Unterflügel-Schlauchbehälter für zehn Maschinen. Die ersten Maschinen werden auf der McConnell AFB und der Altus AFB stationiert. Insgesamt 175 Serienflugzeuge sind geplant, zu geschätzten Produktionskosten von 38,76 Milliarden Dollar (34 Mrd. Euro). In der Produktionsphase hofft Boeing auch die Verluste wieder hereinzuholen, die im Entwicklungsprogramm aufgelaufen sind. Der Entwicklungsvertrag begrenzt die Kosten für das Pentagon auf 4,824 Milliarden Dollar (4,25 Mrd. Euro). Hersteller Boeing, der den Auftrag unbedingt gegen Airbus gewinnen wollte, liegt angesichts der diversen Probleme und Verzögerungen inzwischen deutlich darüber. Zuletzt wurden in der Bilanz für das zweite Quartal 393 Millionen Dollar verbucht, sodass sich die Belastungen inzwischen auf fast 1,9 Milliarden Dollar (1,67 Mrd. Euro) summieren. FR KARL SCHWARZ Fotos: USAF www.flugrevue.de FLUG REVUE OKTOBER 2016 45

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