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FLUG REVUE 11/2015

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Militärluftfahrt

Militärluftfahrt Luftwaffe in Wittmund Derzeit verfügt die 2013 ins Leben gerufene Taktische Lufwaffengruppe „Richthofen“ nur über zehn Piloten. Für die permanente Luftraumsicherung muss daher noch das „Muttergeschwader“ in Nörvenich aushelfen. Als Geschwader soll der Verband bis zu 35 Eurofighter erhalten. Für deren Betrieb sind in Wittmund 900 Soldaten und Zivilisten eingeplant. Piloten über Intercom. „Das abgefangene Flugzeug muss nur hinterherfliegen und wird zur Landung geleitet oder zurück in den internationalen Luftraum außerhalb der Grenzen Deutschlands eskortiert.“ 24 Stunden am Tag und sieben Tage pro Woche stehen Luftwaffen-Jets für diesen QRA-Einsatz (Quick Reaction Alert) bereit, zwei im Norden der Republik und zwei im Süden. Unser Trainer, die drei anderen Eurofighter und die als Zieldarsteller fungierende Skyhawk der zivilen Firma Discovery Air sind vom Fliegerhorst Wittmund in Friesland gestartet, der Heimatbasis der Finke unterstehenden Taktischen Luftwaffengruppe „Richthofen“ (TaktLwGrp „R“). Nach Abgabe der F-4F Phantom ist das ehemalige Geschwader 2013 zur Gruppe herabgestuft und dem Taktischen Luftwaffengeschwader 31 „Boelcke“ (TaktLwG 31 „B“) in Nörvenich angegliedert worden. So konnte der wertvolle Standort in idealer Lage zu den Übungslufträumen über der Nordsee bei der Bundeswehr- Reform von 2011 erhalten bleiben. Die Zeit der Unterstellung geht nächstes Jahr allerdings schon wieder zu Ende: „Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen hat entschieden, den Plan der Verlagerung der Eurofighter-Ausbildung auf die US-Basis Holloman aufzugeben. Dadurch können wir in Deutschland vier vollwertige Verbände mit Flugzeugen bestücken – und die Gruppe in Wittmund wird Mitte 2016 wieder zum Ge- schwader“, hatte Finke mir zuvor im Briefing erläutert. Bei ihrer Bekanntgabe im April sorgte die überraschende Nachricht natürlich für große Freude – in der Gruppe selbst, im Standortumfeld und nicht zuletzt bei der rührigen Traditionsgemeinschaft. „Die Unterstellung war für die stolzen ‚Richthofener‘ mental ein ziemlicher Einschnitt gewesen, aber das hat uns im Endeffekt gerettet“, so der Kommandeur. Tatsächlich ist die in Wittmund geleistete Aufgabe die wichtigste im TaktLwG 31 „B“. „Die Alarmrotte Nord hat Priorität, daran richtet sich alles aus“, stellt Kommodore Oberstleutnant Stefan Kleinheyer klar, der einmal im Monat zu Besuch bei der Gruppe ist. An zweiter Stelle stehe der Übungsflugbetrieb in Nörvenich, der Heimatbasis des „Boelcke“-Geschwaders, und dann komme der Übungsflugbetrieb in Wittmund – wenn es die gemeinsamen Ressourcen zulassen. Wir brauchen erfahrene Leute, um die jungen Piloten auch angemessen aus- und weiterbilden zu können. Oberstleutnant Gero Finke, Kommandeur Taktische Luftwaffengruppe „Richthofen“ www.flugrevue.de

Neun Jets sind hier stationiert: die beiden QRA-Maschinen plus zwei Ersatzflugzeuge und fünf weitere Einsitzer. Immerhin schafft es die Gruppe, mit dieser kleinen Flotte im Durchschnitt acht Sorties pro Tag zu generieren: „Zwei Mal startet die QRA werktags zum ‚Tango Scramble‘, also im Rahmen eines Trainingsalarms, und wir versuchen dann, ein vernünftiges Übungsszenario aufzubauen“, sagt Finke. Durch die am Platz stationierten Maschinen von Discovery Air sei oftmals sogar ein Set-up von zwei gegen vier möglich – die Alarmrotten-Jets, zwei weitere Eurofighter plus zwei Skyhawks. Unsere Mission beschränkt sich auf zwei gegen drei. Dabei gehört der Doppelsitzer nicht zum eigentlichen Wittmunder Bestand, sondern ist vom Takt- LwG 31 „B“ nur temporär für Trainingszwecke ausgeliehen. „Wir haben 13 Jets in Nörvenich, darunter zwei oder drei Doppelsitzer“, sagt Kleinheyer. Alle Maschinen des Geschwaders gehören zur Tranche 2. Auch in Nörvenich werden zwei Runden pro Tag geflogen, meist mit acht Flugzeugen am Vormittag und sechs bis acht am Nachmittag. „Die Gefechtsstände arbeiten eng zusammen, sodass man auch gemeinsame Manöver in der zwischen Wittmund und Der Standort Wittmund hat den Vorteil, in der Nähe großer Übungsräume zu liegen. www.flugrevue.de FLUG REVUE NOVEMBER 2015 43

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