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FLUG REVUE 11/2016

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Zivilluftfahrt Afrikas

Zivilluftfahrt Afrikas größter Flughafen Internationale Abflüge ballen sich abends. Tagsüber starten nur wenige Langstrecken. Afrikas Billig-Airlines leiden unter sehr komplizierten Verkehrsrechten. dichtesten und machen 45 Prozent des Angebots bzw. Aufkommens aus, während innerafrikanischer und Inlandsverkehr zusammen 40 Prozent Anteil aufweisen. SAA selbst bedient nur noch Frankfurt, München und London, dagegen fliegen acht europäische Airlines Johannesburg an. Da die Flüge alle nachts stattfinden – es gibt keine oder nur minimale Zeitverschiebungen zwischen Europa und Afrika –, stehen die Flugzeuge der Europäer täglich bis zu zwölf Stunden am Boden auf dem OR Tambo Airport. Die Passagiere wollen angeblich nicht tagsüber fliegen. Nach anfänglicher Euphorie hat die Präsenz des Airbus A380 in Johannesburg bei stagnierenden Passagierzahlen stark nachgelassen. Lufthansa taufte 2011 sogar die D-AIME auf den Namen der Stadt, schickt seit Herbst 2015 aber nur noch eine Boeing 747-8 nach Johannesburg. Auch Air France hat ihre A380 wieder abgezogen und durch die 777-300ER ersetzt, einzig British Airways hält die A380-Flagge der Europäer hoch. „Wir können insgesamt bis zu sechs A380 gleichzeitig abfertigen“, sagt Flughafenchefin Pityi, „aber neben BA kommt nur noch Emirates auf einer von drei täglichen Verbindungen mit der A380.“ EXTREM LANGE STARTBAHN WEGEN DER HÖHENLAGE Kapazitätsprobleme jedenfalls hat der OR Tambo Airport derzeit nicht: Die aktuellen Terminals können bis zu 28 Millionen Passagiere jährlich bewältigen. Trotzdem gibt es weiter den Masterplan, irgendwann ein Midfield-Satellitenterminal zwischen den beiden Parallelbahnen zu errichten. „Die größten Engpässe herrschen im Frachtbereich“, sagt Bongiwe Pityi. Engpässe gibt es auch in der Kapazität der Gepäckabfertigung für Passagierflüge, daher erlaubt der Flughafen keine Aufgabe von Koffern länger als vier Stunden vor Abflug, auch kein Durchchecken bei längerem Aufenthalt, eine sehr kundenunfreundliche Politik. Das Bahnsystem in Johannesburg musste in seiner Leistungsfähigkeit beschränkt werden, weil die Flugsicherung nicht mehr Flüge abfertigen konnte. Vor zehn Jahren konnten stündlich 65 bis 70 Flugbewegungen bewältigt werden auf den beiden Bahnen, heute nur noch 53 pro Stunde im Durchschnitt. Dank der von über 600 auf derzeit 533 Starts und Landungen täglich geschrumpften Auslastung ist das kein großes Problem. „Zwischen acht Uhr morgens und zwölf Uhr mittags sind wir ohnehin bis oben hin voll“, sagt Bongiwe Pityi, weil dann alle Europa-Flüge ankommen. Die zweite Verkehrsspitze folgt zwischen 14 und 17 Uhr, da allerdings gibt es noch ein paar Slots. Die beiden in Nord-Süd-Richtung verlaufenden Parallelbahnen sind auf die „Hot-and-High“-Bedingungen des Flughafens ausgelegt, der auf 1694 Metern Höhe über dem Meeresspiegel liegt. Die dem Terminal näher gelegene Bahn 03L/21R ist mit 4400 Metern eine der längsten der Welt auf einem internationalen Flughafen. Direktorin Bongiwe Pityi plant ehrgeizig. Derzeit bedienen 38 internationale Airlines Johannesburg, 1997 waren es 70, und Pityi hofft wieder auf mehr. „Südamerika hat noch Potenzial, etwa Argentinien, aber auch Chicago und die US-Westküste hätten wir gern im Angebot, dazu Flüge nach Mexiko und Indien, in Europa fehlen uns Italien, Portugal und Griechenland.“ FR 40 FLUG REVUE NOVEMBER 2016 www.flugrevue.de

AirSpot In unseren AirSpot-Highlights des Monats finden Sie Fotos von besonderen Flug - zeugmustern, exotischen Einsätzen an ungewöhnlichen Orten, seltenen Lackierungen und fliegenden Raritäten aus der Welt der Flugzeug-Spotter. Eurospot, Toulouse, Frankreich Mit einer grünen Werbefläche für eine Autovermietung hat easyJet ihren Airbus A320-214, G-EZPD versehen. Das erst Ende Mai mit Sharklets in Hamburg ausgelieferte Flugzeug mit der Werknummer MSN7040 war noch ohne Werbeaufkleber in easyJet-Standardlackierung übergeben worden. Am 9. September landete der nun orange-grüne Airbus in Toulouse. Stefan Sjögren, Stockholm-Arlanda, Schweden Direkt vom New Yorker Kennedy-Flughafen kommend schwebt die Boeing 747-222B, N793CK von Kalitta Air am 8. September als Flug K4 9531 in Stockholm ein. Der Vierstrahler mit der Werknummer 673 flog am 1. März 1987 zum ersten Mal, war dann in den Flotten von United, Northwest und Delta in Dienst, wurde in der Wüste abgestellt und kehrte 2010 als Umbaufrachter zurück. Stefan Hofecker, Düsseldorf Mit ihrem modernsten Gerät, dem neuen Airbus A350-900, kommt Singapore Airlines aus Südostasien nonstop an den Rhein nach Düsseldorf. Hier macht sich 9V-SMD am 2. September auf den Rückweg an die Straße von Malakka. Die Kabine ist mit einer Business Class, einer Premium Economy Class und einer Economy Class gestaltet. SIA bedient in Europa auch Amsterdam mit der A350. Marcus Steidele, Düsseldorf Neuerdings mit „Star Trek“-Sonderbemalung fliegt der 2010 gebaute Airbus A320-214, D-ABFG von airberlin. Außerdem macht der Jet mit dem Slogan „Anders ist besser“ Werbung für den Fernsehsender Tele 5, der ebenso wie die Serie „Star Trek“ sein 50-jähriges Bestehen feiert. Auf die Jubiläen weist die zum typischen „Star Trek“-Gruß erhobene Hand auf der Bugseite hin. www.flugrevue.de FLUG REVUE NOVEMBER 2016 41

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