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FLUG REVUE 11/2016

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Militärluftfahrt Boeing

Militärluftfahrt Boeing enthüllt T-X T-Time in St. Louis Boeing will mit einer Neuentwicklung die Konkurrenz im Trainerwettbewerb der US Air Force schlagen. Partner bei dem am 13. September vorgestellten Modell ist Saab. Foto: Boeing Von KARL SCHWARZ Während das zivile Geschäft in den letzten Jahren boomte, hat Boeing im militärischen Bereich das Problem, dass altgediente Muster wie die F-15 Eagle und die F/A-18 Super Hornet über kurz oder lang an das Ende ihrer Produktionszeit kommen. Das Werk in St. Louis, einst Heimat der McDonnell Douglas F-4 Phantom, braucht also dringend neue Programme. Die gibt es in der heutigen Zeit nicht gerade im Überfluss. Und so gilt es, bei den wenigen Möglichkeiten voll auf Sieg zu spielen. Im anstehenden Trainerwettbewerb der US Air Force für einen Nachfolger der T-38 Talon setzt Boeing jedenfalls auf eine komplette Neuentwicklung, die auf die ziemlich hohen Anforderungen des Air Education and Training Command hin optimiert ist und noch Wachstumsmöglichkeiten bietet. Seit etwa fünf Jahren ist die Beschaffung eines T-38-Nachfolgers im Gespräch, und seit dieser Zeit beschäftigen sich die Spezialisten bei Boeing mit diesem Thema – ohne dass bisher wesentliche Details nach außen gedrungen wären. Nun war es aber so weit: Kurz vor der jährlichen Konferenz der Air Force Association in National Harbor bei Washington wurde der T-X-Entwurf mit großem Tamtam in St. Louis enthüllt. Zum Vorschein kam ein schnittiges Modell mit Doppelleitwerk und vorgezogener Flügelwurzel, das auch als Miniausgabe der Hornet durchgehen würde. 48 FLUG REVUE NOVEMBER 2016 www.flugrevue.de

Die T-X von Boeing hat ein großes Cockpit mit guter Sicht für Schüler und Fluglehrer. Technische Daten gibt es noch nicht. Jedenfalls betont Boeing, dass der T-X- Entwurf eine ausgezeichnete Wendigkeit biete und mit hohen Anstellwinkeln geflogen werden könne. Das F404-Triebwerk mit Nachbrenner von GE Aviation sorge für einen guten Leistungsüberschuss. Das Handling sei bei allen Geschwindigkeiten ausgezeichnet, so Boeing. Dank Fly-by-Wire-Steuerung könnten die Flugeigenschaften dem Leistungsstand der Schüler angepasst werden. Schüler und Lehrer profitierten von einem großzügigen Cockpit mit exzellenter Rundumsicht, das für Piloten aller Größen geeignet sei (JPATS 1-7-Standard). Natürlich bestimmt ein großes Farbdisplay, dessen Anzeigeformate frei gewählt werden können, das Instrumentenbrett. Bei den Schleudersitzen wird auf ein vorhandenes Modell zurückgegriffen. Zum Flugzeug selbst gesellt sich ein umfangreiches Arsenal an Computer- Lernstationen und Simulatoren. Angesichts dieser euphorischen Beschreibung der Leistungsfähigkeit der T-X betont Boeing vorsichtshalber aber auch, dass man die Anforderungen der Air Force nicht komplett übererfülle. Allerdings gibt es in der vorläufigen Fassung der Ausschreibung einige Bereiche wie die Wenderate, bei der die Kontrahenten Zusatzpunkte sammeln können, wenn sie über den Minimalforderungen liegen. Das gilt aber nur bis zur Wunschleistung (zum Beispiel Grenzwert 6.5 g bei einer engen Kurve über 4500 m mit einer Zielvorgabe von 7.5 g). Mehr Leistung solle nicht zulasten höherer Kosten gehen, verspricht Boeing. www.flugrevue.de FLUG REVUE NOVEMBER 2016 49

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