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FLUG REVUE 12/2014

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Topgun: Eliteschule der US Navy, Ebola-Epedemie: Airlines sorgen sich um Hygiene an Bord, Bundeswehr: schwere Mängel in der Ausrüstung, großes Extra: Raumfahrt

Raumfahrt-EXTRA

Raumfahrt-EXTRA Russlands neue Standardrakete Wie frühere Muster auch wird die Angara horizontal zur Rampe gefahren und dort aufgerichtet. Ein mächtiger Startturm ist mit Arbeitsplattformen für alle Versionen ausgestattet. Russland sichert sich damit den Zugang in den Weltraum vom eigenen Territorium. Alle Versionen der Angara-Familie verwenden vollständig russische Komponenten und als umweltverträglicheren Treibstoff Kerosin sowie LOX als Oxydator. Je nach Tonnage, Bahnneigung und Bahnhöhe der Satelliten umfasst die neue Generation standardisierter Trägerraketen die Versionen Angara 1.2, 3, 5 und 7, je nach der Anzahl der Booster. Jede Version, ob Leicht-, Mittel- oder Schwergewicht, kann von ein und derselben Rampe aus starten. Kernstück aller Versionen ist das universelle Raketenmodul (Uniwersalnyj Raketnyj Modul) URM-1 von Energomasch als erste Stufe mit 133 Tonnen Treibstoff und einem Triebwerk RD-191. Dieses wurde aus dem Vierkammertriebwerk der einstigen Superrakete Energija vor 25 Jahren und aus dem noch aktiven Triebwerk RD-170/171 der Trägerrakete Zenit abgeleitet. Ab Ende März 2014 wurde die erste Rakete auf der Startrampe gecheckt, der anvisierte Starttermin Ende Mai jedoch wegen einiger Meetings auf den 27. Juni verschoben, aber nur drei Minuten vor der Zündung stoppte das automatische Kontrollsystem den Startvorgang. Die Rakete wurde in die Halle zurückgefahren, um den Fehler, ein undichtes Ventil Das RD-191 bildete einst im Viererpack den Hauptantrieb der Energija. Jetzt ist es das Angara-Standardtriebwerk. der Oxydatorleitung des Triebwerks RD- 191, ohne Zeitdruck zu reparieren. Darauf kam es nun auch nicht mehr an. Nachdem das erledigt war, wurde die Rakete am 7. Juli zur Rampe gefahren, und dieses Mal ging alles glatt. Das Kontrollsystem aktivierte am 9. Juli die Startsequenz. Kurz nach dem Lift-off übernahm das militärische Kontrollzentrum „German Titow“ bei Moskau die Flugkontrolle. Nach vier Flugminuten wurden die erste Stufe und die Nutzlastverkleidung abgetrennt. Der Jungfernflug diente der Erprobung der Startvorbereitungen sowie der ersten und zweiten Raketenstufe im Flug. Der Start war ein voller Erfolg. Anstelle eines Satelliten hatte die Angara 1.2 eine 1,4 Tonnen schwere Masseattrappe geladen. Nach einem ballistischen Flug hoch über das nördliche Territorium Russlands landete die Nutzlastattrappe 21 Minuten nach dem Abheben planmäßig auf dem 5700 Kilometer von Plessezk entfernten Testgelände Kura auf der Halbinsel Kamtschatka. Es scheint, als sei die Angara nach so langer Wartezeit endlich flügge geworden. FR Fotos: Russisches Verteidigungsministerium, Gründer Die Angara-Familie (Für einige Parameter liegen noch keine Angaben vor.) Angara 1.1 1.2 3 5 5/KVRB 7P 7V Erste Stufe 1 × URM, RD-191 1 × URM, RD-191 3 × URM, RD-191 5 × URM, RD-191 5 × URM, RD-191 7 × URM, RD-191 7 × URM, RD-191 Zweite Stufe Breeze-KM Block I, RD-0124A Block I, RD-0124A Block I, RD-0124A Block I, RD-0124A Oberstufe – – Breeze-M Breeze-M KVRB Schub (am Boden) 196 t 196 t 588 t 980 t 980 t 1372 t 1372 t Startmasse 149 t 171,5 t 478 t 773 t 790 t 1125 t 1184 t Höhe (maximal) 34,9 m 41,5 m 45,8 m 55,4 m 64 m Nutzlast (LEO) 2 t 3,7 t 14,6 t 24,5 t 24,5 t 36,0 t 40,5 t Nutzlast (GTO) – 2,4 t 5,4 t 6,6 t Nutzlast (GEO) – – 2,8 t 4 t 7,5 t FR 68 FLUG REVUE DEZEMBER 2014 www.flugrevue.de

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