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HANSEstyle 2 | 2019

WIRTSCHAFT & POLITIK dem

WIRTSCHAFT & POLITIK dem Brennerbasistunnel. Es kann durchaus dieselbe Wirtschaftswirkung haben. Als Wirtschaftsminister sage ich: Im Hinterland dieses Fehmarnbelts kann man sich sehr viel Wirtschaftsansiedlung vorstellen und viele neue Chancen und Möglichkeiten – bis in die Metropolregion Hamburg. Ich war deshalb stets glühender Befürworter dieser Fehmarnbeltquerung. Ostholstein zum Beispiel hat kaum noch freie Gewerbeflächen, die wir ausweisen könnten, weil viele Interessenten schon vorsorgen. Denn sie wissen: Wenn dieser Tunnel kommt, gibt es eine völlig neue und intensivere wirtschaftliche und kulturelle Beziehung zum dänischen Nachbarn – und zum skandinavischen Raum insgesamt. Das Projekt kann man nur unterschätzen. Für wann erwarten Sie den Baubeginn? Die mündlichen Verhandlungen im Klageverfahren erwarten wir 2020. Je nachdem, wie die Entscheidung ausfällt, folgt der Baubeginn unmittelbar im Anschluss daran. Ansonsten müssen wir bereit sein, gegebenenfalls nachzuarbeiten. Und das darf man hierzulande mit größter Wahrscheinlichkeit annehmen. Wie zufrieden sind Sie mit dem Ausbau der A7 – haben sich die Anstrengungen gelohnt? Die Wochenenden, die wir aus den letzten Jahren gewohnheitsmäßig erlebt haben – mit langer Rückstauproblematik ab Hamburg bis zum Bordesholmer Dreieck – gehören offenbar der Vergangenheit an. Wir sind jetzt sogar in der Lage, den Verkehr bis zur dänischen Grenze zu verbessern. Wer heute unterwegs ist, spürt, dass sich der Verkehr enorm entspannt hat. Ein nächstes Projekt: Die Rader Hochbrücke bei Rendsburg wird irgendwann durch die viele Last überfordert sein, daher müssen wir neu bauen. Doch anstatt wie bislang vierspurig, wird sie dann sechsspurig sein. Wie beurteilen Sie die Entwicklung an der Lübecker Bucht mit Timmendorfer Strand und Scharbeutz sowie Neustadt und Grömitz? Unter anderem war ich am Pfingstsonntag beim „PfingstTon“-Festival. Die Food-Trucks aus Hamburg waren da, die Beachlounge war voll besetzt und viele junge, hippe Hamburgerinnen und Hamburger waren an der Ostsee. Sie sagen sich: ´Früher bin ich an die Alster oder die Elbe gegangen. Heute fahre ich gerne nach Scharbeutz, da geht was ab!´ In Büsum oder St. Peter-Ording ist das auch nicht viel anders. Auch nach Heiligenhafen fahren viele junge Menschen aus Hamburg – doch sie übernachten nicht in den alteingesessenen Hotels, in denen ihre Eltern übernachtet haben, sondern sie gehen in das Hotel „Bretterbude“, wo die Zimmer ein bisschen anders und auf das jüngere Publikum zugeschnitten sind. Diese junge und moderne Zielgruppenansprache funktioniert, sie eröffnet ein Wenn dieser Tunnel kommt, gibt es eine völlig neue und intensivere wirtschaftliche und kulturelle Beziehung zum dänischen Nachbarn – und zum skandinavischen Raum insgesamt. Minister Buchholz 28

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