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HANSEstyle 3 | 2016

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Wirtschaft & Politik

Wirtschaft & Politik „Unser Erfolg in Hamburg hängt eindeutig damit zusammen, dass sich so viele Bürger engagieren.“ Senatorin Leonhard Making-of: Für das HANSEstyle-Fotoshooting nutzen Senatorin Leonhard und Fotograf Tim Wendrich den Steg vom Restaurant Portonovo als Catwalk einen Kitaplatz haben, untergebracht. Das sind die wichtigsten Schritte für Integration. Zudem sind aktuell mehr als 10.000 Flüchtlinge in Sprach- und Integrationskursen. Das ist eine riesige Integrationsleistung, denn wenn diese Kurse abgeschlossen sind, haben Teilnehmer eine echte Chance auf unserem Arbeitsmarkt. Was sind für Sie die wichtigsten Bausteine einer gelungenen Integration? Die Sprache sicherlich. Wichtig ist auch die „gute Nachbarschaft“. Es ist notwendig, dass die Menschen aus den Unterkünften herauskommen. Dass sie ihren Stadtteil kennenlernen und dass sie die Angebote, die es in Hamburg gibt, wahrnehmen. Dass sie Hamburgerinnen und Hamburger kennenlernen und nicht nur mit den Menschen, mit denen sie nach Hamburg gekommen sind, Zeit verbringen. Und ganz klar: Der Arbeitsmarkt ist wichtig. Hamburg hat aus eigener Kraft 18.000 Sprachkursplätze organisiert. Das ist unserer guten Situation hier in der Stadt geschuldet. Wir können – und wir müssen – uns das leisten. Wir haben uns gesagt, dass wir allen, die eine Perspektive haben, hier zu bleiben, Kurse anbieten müssen. Unabhängig davon, ob ihre Asylverfahren bereits abgeschlossen sind oder nicht. Wir können sie nicht 20 bis 24 Monate in einer Unterkunft warten lassen, bis dann über ihren Asylantrag entschieden wurde. Ich besuche sehr viele Flüchtlingsunterkünfte, Erstaufnahmen und Folgeunterbringungen. Mit den Kindern, die in der Schule sind, können Sie sich schon ganz normal unterhalten. Man sieht, wie wichtig es ist, Kinder so früh wie möglich in unser Regelsystem aufzunehmen. Das eine oder andere klappt vielleicht noch nicht ganz, vielleicht ist das Schriftdeutsch auch noch nicht optimal. Aber man sieht, welche Effekte das hat und wie gut das ist. Zu Beginn der Flüchtlingskrise gab es mehr Menschen, die sich ehrenamtlich engagieren wollten, als benötigt wurden. Wie zufrieden sind Sie heute mit dem Engagement der Hamburger? Unser Erfolg in Hamburg hängt eindeutig damit zusammen, dass sich so viele Bürger engagieren. Das bringt uns voran! Zum einen halfen uns die Menschen in den ersten Wochen, Tagen und Nächten, als wir selbst nicht genügend Personal hatten. Wichtig waren und sind auch diejenigen, die ehrenamtlichen Sprachunterricht in den Unterkünften geben. Diese Leistung könnte der Staat selbst dann nicht bieten, wenn er alles Geld der Welt in die Hand nähme. Bei der Integration kommt es eben darauf an, im Stadtteil und in der Nachbarschaft klarzukommen. Doch dazu braucht es Nachbarn, die bereit sind, auf Flüchtlinge zuzugehen. Natürlich ist die Anzahl der Helfer, die so unmit- 26

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