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HANSEstyle 3 | 2018

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Lest jetzt die neue HANSEstyle. Wir haben für Euch spannende Interviews mit den Senatoren Frank Horch und Andy Grote, sowie Hockeyspielerin Anne Schröder. Außerdem erfahrt ihr die Must-haves für den Hamburger Herbst und Gretas Hamburger Geheimtipps. Viel Spaß beim Lesen

WIRTSCHAFT & POLITIK

WIRTSCHAFT & POLITIK WIRTSCHAFT & POLITIK Sie wollen bis 2020 etwa 100 angestellte Polizeikräfte zusätzlich auf Hamburgs Straßen bringen. Mit welchen Aufgaben und Kompetenzen? Senator Grote: Bisher setzen wir Angestellte im Polizeidienst nur im Objektschutz und in der Verkehrsüberwachung ein. Mit den 100 zusätzlichen Kräften wollen wir jetzt die lokale Präsenz, die Sichtbarkeit von Polizei und den Einsatz gegen Ordnungsstörungen vor Ort in den Stadtteilen erhöhen. Der Hintergrund dieser Personalaufstockung ist, dass Hamburg zwar eine objektiv gute Sicherheitslage hat – Straftaten gehen deutlich zurück und das Risiko, Opfer zu werden, ist in Hamburg heute geringer als in den 80er Jahren. Trotzdem existiert der Eindruck, dass Regeln oft nicht eingehalten werden und die Polizei sich nicht genügend um Ärgernisse kümmere, wie ständiges Parken in zweiter Reihe oder auf Fuß- und Radwegen. Viele Menschen fragen sich: Warum sehen manche Grünanlagen nach dem Wochenende aus wie Schlachtfelder? Warum dürfen sich Trinkergruppen auf Spielplätzen festsetzen? Jeder kennt solche Beispiele. Für all das ist die Polizei zuständig, die jedoch mit akuter Gefahrenabwehr und Strafverfolgung oft Dringenderes zu tun hat und sich um Ordnungsstörungen nicht immer sofort kümmern kann. Das ärgert die Bürgerinnen und Bürger. Die neuen Kräfte werden in den Stadtteilen unterwegs sein, um Ordnungsstörungen zu verfolgen und um das Sicherheitsgefühl zu stärken – ein Gefühl, das nicht von Kriminalstatistik geprägt wird, sondern davon, wie die Straße subjektiv erlebt wird, ob man sich dort gerne aufhält oder nicht. Zudem wächst die Bevölkerung und der öffentliche Raum wird intensiver genutzt. Dem müssen wir gerecht werden. Welche Befugnisse haben diese neuen Kräfte? Wann dürfen und werden sie eingreifen? Um Ordnungsstörungen zu verfolgen und gegen Verantwortliche vorzugehen, dürfen sie Personalien feststellen und notfalls auch Personen festhalten. Sie tragen in der Regel keine Schusswaffe und auch ansonsten nur Passivbewaffnung, das heißt maximal Pfefferspray zum Eigenschutz. Falls erforderlich erhalten sie unverzüglich Unterstützung durch beamtete Kollegen. Wie kommt es, dass die Bayern immer noch den Ruf haben, in der Sicherheitsarbeit bessere Ergebnisse zu erzielen als die übrigen Bundesländer? Aus vielen Gründen ist die Situation dort anders. Das beginnt mit der sozialen Struktur in München, hat aber auch mit anderen gesellschaftlichen Erwartungen und Themen zu tun. Wir sind zwar liberaler in Hamburg, d o c h wir sind gleichzeitig in der Verfolgung von Straftaten und der Verbrechensbekämpfung extrem erfolgreich. Dank unserer effektiv arbeitenden, modernen Großstadtpolizei wurden beispielsweise mehrere Jahre in Folge zweistellige Rückgänge bei Wohnungseinbrüchen erzielt. Erfolgreich sind wir ebenfalls in anderen Deliktsbereichen, wo jeder unmittelbar Opfer werden könnte: bei Taten wie Raub, Körperverletzung und Taschendiebstahl. Zu unseren Schwerpunkten gehört unter anderem auch der Kampf gegen Drogenkriminalität und die Dealer-Szene. Auch da sind wir effektiv. Überall dort, wo man als Bürger in seinem täglichen Umfeld besonders belästigt oder bedroht wird, sind wir tätig. Da endet unsere Liberalität. „Das Risiko, Opfer zu werden, ist in Hamburg geringer als in den 80er Jahren.“ Senator Grote Wie stehen Sie dazu, dass Polizisten flächendeckend mit Body-Cams ausge- Andy Grote: Wachsamer Blick (hier über die Außenalster) stattet werden? In einer Erprobungsphase haben wir festgestellt, dass sie ein wirksames Einsatzmittel sind. Body-Cams wirken deeskalierend. Sie entspannen Situationen, die sich hochschaukeln könnten, zum Beispiel auf St. Pauli oder am Jungfernstieg. Bestimmte Ereignisse sind zudem sofort dokumentiert und werden anschließend zur Strafverfolgung genutzt. Die Zwangsmaßnahme der Abschiebung löst bundesweit hitzige Diskussionen aus. Wie geht Hamburg mit diesem Thema um? Für eine funktionierende, allgemein akzeptierte Flüchtlingspolitik ist die humanitäre Hilfe für Asylberechtigte wichtig. Allerdings müssen Menschen ohne Bleibeperspektive das Land auch wieder verlassen. Die Glaubwürdigkeit eines Rechtsstaates hängt auch davon ab, ob und wie die Rückführung von Ausreisepflichtigen gelingt. Hamburg unternimmt dafür viel und ist dabei als Landesbehörde so gut, wie man sein kann. Am Flughafen ist eine Abschiebehafteinrichtung entstanden, so dass Buon Appetito! Wie ein Urlaub in Italien - kreative italienische Küche für erholsame Mittagspausen und unvergessliche Abende. Genießen Sie italienische Lebensart in der Speicherstadt. Lunch Mo-Fr 12 - 14.30 Uhr Dinner Täglich 18 - 22.30 Uhr wir nicht mehr auf andere Bundesländer angewiesen sind. Und wir haben als erstes Bundesland eine gemeinsame Einheit aus Ausländerbehörde und Polizei aufgestellt, um ausländische Intensivtäter schnell und effektiv abzuschieben. Wie nehmen Sie die angespannte Lage zwischen Autofahrern und Radfahrern in der Stadt wahr? Und wie beurteilen Sie den zunehmenden Lkw- und Lieferverkehr im Hinblick auf die Sicherheit auf Hamburgs Straßen? Verkehr in einer Millionenstadt bleibt ein komplexes Thema. Jeder muss Rücksicht nehmen. Das gilt auch für das Verhältnis zwischen Auto- und Radfahrern. Wenn ich Auto fahre, ärgere ich mich über Radfahrer, die sich nicht an die Verkehrsregeln halten. Sobald ich aufs Rad steige, ärgern mich manche Autofahrer. In der Verkehrssicherheitsarbeit nehmen wir alle Verkehrsteilnehmer in den Blick. Wir werden die Kontrollen deutlich ausweiten, unter anderem zum Thema Geschwindigkeit RESERVIEREN SIE JETZT: T. +49 (0) 40 638589-900 ANZEIGE 18 cantinetta ristorante & bar Pickhuben 3 I 20457 Hamburg T +49 (0) 40 638589-900 info@cantinetta-hamburg.de facebook.com/cantinettahamburg ristorante-cantinetta.de

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