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Der moderne Weltenbummler ist immer auf Achse. Und sein Gepäck bereits randvoll mit besonderen Unikaten und einzigartigen Erlebnissen. Kein Problem! La Loupe findet auch in digitaler Version Liebhaber: Sämtliche Ausgaben des Magazins sind im Kiosk verfügbar und lassen sich ganz einfach online durchstöbern. Gleich ausprobieren und inspirieren lassen!

The modern globetrotter is always on the road. And their luggage is packed with unique items and extraordinary experiences. No Problem! La Loupe also attracts fans of its digital version: All editions of the magazine are available in the kiosk and it's super easy to flip through them online. Give it a shot and be inspired right away!

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4 years ago

La Loupe Kitzbühel No. 2 Summer Edition

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Ein Sommer der tausend Möglichkeiten Kitzbühel in der warmen Jahreszeit – ein Fest für alle Sinne. Die frische Bergluft einatmen, die Füße nach einer Wanderung im kristallklaren Wasser der Kitzbüheler Ache abkühlen, die Zeit wie Olympiasiegerin Lisi Osl beim Mountainbiken vergessen oder Körper und Geist bei Yoga mit Tania Wimmer in Einklang bringen. Einfach gesagt: In der Gamsstadt den Moment genießen! Mitreißen lassen beim vielseitigen Programm des Kitzbüheler Filmfestivals, in Tracht auf dem Jahrmarkt abfeiern, romantische Musik beim „Klassik in den Alpen“-Open Air genießen, exklusiv shoppen bei Iris von Arnim in der malerischen Altstadt, den Abschlag auf einem der vier Golfplätze in herrlicher Bergkulisse perfektionieren, sich bei Bernd Gruber von Interior-Design inspirieren lassen und den Kochlöffel bei Kochkursen im „Winkler´s Neuwirt“ schwingen...das sind nur ein paar wenige Möglichkeiten, um den Sommer in Kitzbühel unvergesslich zu machen. Wir könnten bereits auf dieser Seite all unsere Tipps verraten, aber wir möchten, dass Sie neugierig bleiben. Um Ihnen die Auswahl zu erleichtern, finden Sie auf den nächsten 160 Seiten alles, was Sie zu einem wunderbaren Aufenthalt in der Gamsstadt wissen müssen. Wir freuen uns über Feedback zu unserer neuen La Loupe-Ausgabe und wünschen Ihnen einen schönen Urlaub am Fuße der Streif...

CHRISTIAN WINKLER IM

CHRISTIAN WINKLER IM WORDRAP Klassische oder kreative Kost? Beides. Früher sehr viel kreativer, jetzt immer klassischer. Ehrgeiz und Ausdauer … machen einen guten Koch aus. Wenn es mal daneben geht, hilft … neu kochen. Mein gefülltes Bauernhendl, Reisfleisch oder Schnitzel … könnte ich immer essen. „Ich koche Zuhause nicht, außer vielleicht einmal einen Toast, Salat oder eine kalte Jause. Ich bewundere jeden, der im eigenen Heim groß für Gäste aufkocht.“ „Es kommt auch vor, dass ich mit meinen Köchen in die Natur gehe und Kräuter pflücke.“ Das am meisten unterschätzte Gemüse … ist von Person zu Person unterschiedlich. L.L. Geht es manchmal auch um die Gäste? C.W. Wenn etwas vorgefallen ist, sind die besten Gäste diejenigen, die sagen: „Christian, da ist etwas schiefgelaufen und ich kann mir nicht vorstellen, dass das in deinem Interesse ist.“ Auf so etwas kann ich als Gastronom nämlich reagieren. Wir als Geschwister können mit Kritik dieser Art sehr gut umgehen. Es ist ganz normal, dass Dinge danebengehen und so bekomme ich in der Küche durch meinen Bruder auch alles mit was im Gastraum passiert. L.L. Kitzbühel ist für seine zahlreichen Gourmetrestaurants bekannt. Wie unterscheidet sich das Winkler’s von ihnen? C.W. Wir machen eine extrem hochwertige Gastronomie, verkaufen uns aber sehr angenehm für den Gast. Ich selbst mag den ganzen Firlefanz auch nicht. Eine Spitzenküche und ein Spitzenservice hat bei mir nichts mit Sakko oder Krawatte zu tun – oder mit Ausgaben von 300 Euro pro Kopf. Wir haben das selbst jahrelang gemacht, aber als Selbstständiger merkst du, wie schwierig das eigentlich ist. In dem Fall überlegt man, was man selbst machen möchte und was man machen kann. Ich möchte gehobene Gastronomie machen, aber auch zugänglich zu den Gästen sein. Kitzbühel hat ein Spitzenpublikum, aber nicht jeder will vier Stunden fein dinieren. Wir haben hier sehr gute Gäste, die manchmal keine vier Gänge essen möchten, sondern vielleicht auch nur einen. Das wird oft unterschätzt und wir haben das erkannt. Hier haben wir das Essen auf drei Gänge reduziert, das ist eine richtige Mahlzeit. Eigentlich möchte man doch von der Hauptspeise satt werden. Deswegen funktioniert unser Konzept auch so gut. 130 L.L. Ihre Speisekarte verspricht zahlreiche kulinarische Köstlichkeiten für Genießer. Gibt es eine Spezialität des Hauses? C.W. Unsere Stilrichtung ist traditionell, modern und kreativ. Wir haben sehr kleine regionale Produzenten und Lieferanten,

deren Produkte man woanders gar nicht bekommt. Ich greife nur bei Grundnahrungsmittel auf große Lieferanten zurück. Uns ist es wichtig, dass man erkennt wo man ist, wenn man Zeit bei uns verbringt. Oftmals sind große Sternerestaurant in Bezug auf ihre Speisen austauschbar und dann spielt es keine Rolle ob man in New York oder Paris ist. Die absolute Oberliga kopiert sich fast schon selbst und hat den gleichen Stil. Nur wenige Restaurants bieten etwas komplett Neues an. Wir haben uns davon verabschiedet und servieren Gerichte, die unsere Großmütter schon gemacht haben. Und wenn die dem Gast schmecken, ist da natürlich ein großes Kompliment. Ich sage immer „Nur zwei Personen dürfen besser sein als wir: Die Mama und die Oma“. Kulinarik & Genuss L.L. Wer ist für Sie ein Vorreiter in der Küche? C.W. Ein Vorreiter ist für mich beispielsweise der Holländer Sergio Herrmann, der noch vor ein paar Jahren der am besten bewertete Koch war. Als ich sein Restaurant besucht habe, war das wirklich ein Genuss- und Esserlebnis, das ich so noch nicht kannte. Alain Ducasse aus Frankreich ist auch ein gutes Beispiel. Auch Ferran Adrià mit seiner Molekularküche. Klar ist besonders diese Art zu kochen eine Geschmacksfrage, aber es war etwas komplett Neues. Wir als junge Köche versuchten das nachzukochen und wir merkten schnell, was für eine lange Entwicklungsphase und welche große Kreativität dahintersteckt. L.L. Ab Mai bieten Sie auch Kochkurse an. So bekommt man die einzigartige Chance, mit Ihnen hinter dem Herd zu stehen. Wie kamen Sie auf die Idee? C.W. Der Kochkurs wird das ganze Jahr angeboten, fast immer am dritten Samstag des Monats. 8 bis 15 Personen können daran teilnehmen. Jeder Kochkurs ist anders und wir kochen alle gemeinsam für die Teilnehmer und auch für ihre Gäste. Jeder Teilnehmer ist unterschiedlich, der eine will nur zusehen, der andere Wein trinken und manche möchten sofort hinter den Herd. Meistens bekommt man bereits am Anfang einen guten Eindruck von den Teilnehmern und kann sie dann auch dementsprechend miteinbeziehen – das funktioniert aber nur mit einer kleinen Gruppe. Ganz unterschiedliche Gruppen nehmen an meinem Kurs teil. „Die Gastronomie ist mein Hobby und mein Leben und ich kümmere mich dann an freien Tagen beispielsweise um die Planung der Kochkurse. Das sehe ich aber nicht als Arbeit, weil ich es gerne mache.“ 131