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Lokalhelden_HH_Ausgabe3

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Sportzeitung für den Hamburger Süden und Umgebung Diesmal im Heft: VT Aurubis Hamburg, Team Buxtehude, SGH Rosengarten-Buchholz, SG Wilhelmsburg 1. Herren, SG Wilhelmsburg, TV Fischbek Handball - 1. Herren, FC Süderelbe, Sport ohne Grenzen e.V., Manni von Soosten, Klub Kosova Hamburg 1977 e.V., FC Türkiye, Dersimspor Hamburg, TuS Finkenwerder, Harburger SC, Harburger TB, Bostelbeker SV von 1922/45 e.V., 1.Damen TG Heimfeld, 1. Herren TG Heimfeld, SV Poseidon Hamburg - Wasserball, Hamburg Ravens, Hamburg Towers, BubbleFootball HH, FC. Viktoria Harburg von 1910 e.V., HNT Flames, HNT - So geht Sport heute, Sparta Futsal HSC, Projekt D. Designagentur

STERNE DES SPORTS Zwei

STERNE DES SPORTS Zwei Vereine aus dem Hamburger Süden auf den ersten beiden Plätzen Text: Stephan Lehmann Foto: FC Süderelbe Das Organisationsteam BAM Süderelbe 2015 (v.l.): Heiko Hansen, Matthias Nehls, Joachim Stoltzenberg, Sylvia Petzoldt-Hansen Bereits zum fünften Mal wurde die Auszeichnung „Sterne des Sports“ vom Hamburger Sportbund vergeben. Der Wettbewerb unter der Schirmherrschaft von Sportstaatsrat Christoph Holstein zeichnet das vielfältige ehrenamtliche Engagement der Hamburger Sportvereine aus. Eine hochkarätig besetzte Jury hatte die Projekte überprüft und neben der sportlichen Leistung vor allem das soziale Engagement bewertet. Dazu zählten klassische Themen wie Gesundheit, Familie und Senioren sowie gesellschaftspolitische Programme zu Integration und Gleichstellung. Den ersten 10 Platz errang in diesem Jahr der FC Süderelbe, der seit 2014 jährlich eine Berufsund Ausbildungsmesse für Jugendliche aus der Nachbarschaft organisiert. In der Vereinsarbeit wurde erkannt, dass insbesondere jugendliche Migrantinnen und Migranten Probleme haben, einen geeigneten Ausbildungsplatz zu finden. Ehrenamtlich sprachen die Mitglieder Unternehmen an, gewannen 41 Betriebe für die Messe 2015, die insgesamt von 2.300 Jugendlichen besucht wurde. Bereits am Tag der Messe wurden mehrere Zusagen für Ausbildungsplätze und Praktika vergeben. Inzwischen ist die Messe des FC Süderelbe die einzige Ausbildungsmesse im Hamburger Süden. Ähnliche Veranstaltungen in Hamburg sind für die Zielgruppe oft nicht passend, weshalb eine Fortsetzung des Projekts geplant ist. Als Sieger des „Großen Sterns in Silber“ geht der FC Süderelbe nun in das Rennen um den „Großen Stern des Sports“ in Gold, der seit 2004 jährlich in Berlin vergeben wird. Die Preisverleihung für die diesjährigen Gewinner nimmt Bundeskanzlerin Angela Merkel im Januar 2016 vor. Der Gewinner erhält ein Preisgeld von 10.000€ für die Vereinsarbeit. Wir freuen uns sehr, dass der F.C. Süderelbe die Stadt Hamburg bei der Preisverleihung zum „Großen Stern des Sports in Gold“ zu Beginn des Jahres 2016 in Berlin vertreten darf. Natürlich sehen wir den Preis auch als große Wertschätzung des ehrenamtlichen Engagements unserer Vereinsmitglieder für die Süderelbe-Region und bedanken uns ausdrücklich bei den Laudatoren, den Preisstiftern und allen, die uns bei diesem Projekt unterstützt haben. - Matthias Nehls

Diese Auszeichnung ist auch ein Ansporn für uns das Programm noch weiter auszubauen um den Kindern und Jugendlichen in Wilhelmsburg und Hamburg ein noch größeres Sportangebot anbieten zu können. - Jan Fischer Foto: Dennis Fischer Spaß im Trainingscamp des “Sport ohne Grenzen e.V.” Auf Platz zwei landete der Wilhelmsburger Verein „Sport ohne Grenzen e.V.“. Nach dem Ende seiner Karriere als Profi-Basketballer gründete der jetzige Gesellschafter der Hamburg Towers Marvin Willoughby gemeinsam mit Towers Geschäftsführer Jan Fischer und weiteren Freunden den Verein. In dem Stadtteil, in dem Willoughby aufgewachsen war, verband er so Sport und Sozialarbeit und inzwischen ist aus der Idee eines der erfolgreichsten Sportprojekte in Hamburg geworden, das auch den Stadtteil Wilhelmsburg verändert hat. In einer ehemaligen Blumenhalle spielen die Hamburg Towers in der 2. Basketball-Bundesliga und die Inselakademie bildet Nachwuchstalente für die Jugend-Bundesliga aus. Die Basis des Vereins bilden Jugendprojekte aus dem Stadtteil. Offene Sportangebote und Sozialkompetenztrainings sind so begehrt, dass sie mittlerweile auch aus anderen Stadtteilen angefragt werden. Auch das Profi-Team der Hamburg Towers hat sich in die Arbeit des Vereins eingefügt. Offene Sportangebote finden aktuell zum Beispiel für Flüchtlinge oder adipöse Arbeitslose statt. Sie trainieren nebeneinander in der Wilhelmsburger Inselparkhalle. Auf dem letzten Hallendrittel bereiten sich zeitgleich die Profis auf ihre Spiele vor. In den Schulferien wird das Profi-Team außerdem in Sportcamps für Jugendliche im Stadtteil eingebunden. Die Sportangebote von „Sport ohne Grenzen“ richten sich insbesondere an junge Menschen, die vom regulären Vereinssport nicht erreicht werden. Mit den Angeboten möchte der Verein diese Sportler in ihren sozialen Fähigkeiten stärken und in ihrer persönlichen Entwicklung unterstützen. Basketball steht im Vordergrund und es wird Training für verschiedene Altersklassen und Spielstärken angeboten. Neben “BasKIDball”, einem offenen Basketballtreff, und den Breitensportteams ist „Sport ohne Grenzen“ auch ein Teil der Piraten Hamburg, den NBBL- und JBBL-Nachwuchs- und Kooperationsmannschaften der Hamburg Towers. Das Programm Learn4Life ergänzt das Basketballangebot des Vereins und nutzt die besonderen Möglichkeiten des Sports um Schülerinnen und Schülern Werte und Kompetenzen wie Teamfähigkeit, regelhaftes Verhalten und gegenseitigen Respekt zu vermitteln. Das speziell auf die immer gemischtere Schülerschaft ausgerichtete Sport‐ und Sozialtraining wird bereits seit einigen Jahren in den 5. und 6. Klassen der Wilhelmsburger Partnerschulen durchgeführt und fortlaufend weiterentwickelt. Bei Learn4Life geht es den Verantwortlichen auch darum einen Beitrag zu leisten, um Und noch ein Preis für Marvin Willoughby und den Verein „Sport ohne Grenzen e.V.“ Kurz nach dem der Verein „Sport ohne Grenzen“ mit dem Stern des Sports ausgezeichnet worden war, wurde Marvin Willoughby für sein fast zehnjähriges Engagement für sozial benachteiligte Menschen, das er insbesondere mit „Sport ohne Grenzen“ geleistet hat, die Verdienstmedaille des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland verliehen. Anfang November nahm er in Berlin den Preis von der Arbeitsund Sozialministerin Andrea Nahles im Bundesministerium für Arbeit und Soziales entgegen. „Voller Freude, Respekt und Demut habe ich diese Auszeichnung entgegengenommen, die auch denjenigen gebührt, mit denen ich in den vergangen Jahren zusammenarbeiten durfte. Wir bedanken uns bei allen, die uns über die Jahre unterstützt haben. Insbesondere danke ich meiner Familie die Inklusion in Schulen bzw. im Sportunterricht zu verankern und Lehrerinnen und Lehrern Handlungsalternativen bei der Förderung ihrer Schüler im Sportunterricht anzubieten. und meiner Frau Sophie, die mir während der ganzen Zeit geholfen und mich motiviert haben. “Ich sehe diese Auszeichnung als Herausforderung, unsere Bemühungen noch zu verstärken und fest zu etablieren“, zeigte sich Willoughby nach der Preisverleihung erfreut. Andrea Nahles übergibt den Preis an Marvin Willoughby Foto: Thomas Rafalzyk 11