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Lokalhelden_HH_Ausgabe3

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Sportzeitung für den Hamburger Süden und Umgebung Diesmal im Heft: VT Aurubis Hamburg, Team Buxtehude, SGH Rosengarten-Buchholz, SG Wilhelmsburg 1. Herren, SG Wilhelmsburg, TV Fischbek Handball - 1. Herren, FC Süderelbe, Sport ohne Grenzen e.V., Manni von Soosten, Klub Kosova Hamburg 1977 e.V., FC Türkiye, Dersimspor Hamburg, TuS Finkenwerder, Harburger SC, Harburger TB, Bostelbeker SV von 1922/45 e.V., 1.Damen TG Heimfeld, 1. Herren TG Heimfeld, SV Poseidon Hamburg - Wasserball, Hamburg Ravens, Hamburg Towers, BubbleFootball HH, FC. Viktoria Harburg von 1910 e.V., HNT Flames, HNT - So geht Sport heute, Sparta Futsal HSC, Projekt D. Designagentur

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16 Foto: Lehmann

Manfred “manni” von soosten Interview: Thorsten Schettle Fotos: Stephan Lehmann Herr von Soosten, die jüngeren Leser werden womöglich gar nicht wissen, dass Sie zu Ihrer aktiven Zeit ein herausragender Torwart waren. Gibt es auf dieser Position jemanden, den Sie bewundern? von Soosten: Mein Vorbild war immer Hans Tilkowski. Nachdem ich mal gehört habe, wie er trainiert hat, habe ich das auch für mich selbst übernommen. Sein Hauptaugenmerk war sein guter Abschlag. Den hat er immer im Dropkick geschlagen, exakt zum Mitspieler. Was habe ich also gemacht? Ich habe Kreise an die Hauswand gemalt, bin nach und nach immer weiter zurückgegangen und habe versucht per Dropkick das Ziel zu treffen. Das war dann später auch eine meiner Stärken. Heute kann man natürlich zu Manuel Neuer aufgucken, weil er ein Torwart ist, der mitspielt. Fast wie ein Libero. Im Torwartspiel hat sich inzwischen viel geändert. Sie haben für den HSC- Vorgänger Borussia Harburg, den Harburger TB und den Bostelbeker SV gespielt und gehörten außerdem der Hamburger Auswahl an. Was waren Sie für ein Typ im Tor? Ich denke, ich war recht lautstark. Ich habe mir meine Vorderleute gerne zurechtgestellt. Torhütern und Linksaußen hat man nachgesagt, dass sie eine bestimmte Macke haben. Welche hatten Sie? (lacht) Ich habe die Elfmeter geschossen. Und davon habe ich nur einen verschossen. Im Nachschuss hat ihn dann aber Siggi Sendrowski, mit dem ich jetzt über fünfzig Jahre befreundet bin, verwandelt. Auch das weiß ich noch genau: Der Ball ging gegen die Latte, übrigens gegen Jens-Uwe Lüdemann, meinen Mitstreiter in der Hamburger Auswahl. Der spielte damals für TuS Hamburg und die HSV- Amateure. Wenn Sie insgesamt an die Zeit von früher denken. Was ist Ihnen im Gedächtnis haften geblieben? Ganz klar: Die gute Kameradschaft. Die war das A und O. Davon zehrt man heute noch und freut sich immer, jemanden von damals wieder zu sehen, zu begrüßen oder in den Arm zu nehmen. Gefeiert wurde natürlich auch – ob Sieg oder Niederlage, das war völlig egal. Da ist keiner nach Hause gegangen. Manchmal wurden morgens noch in der Eichenhöhe auf die Schnelle Brote geschmiert. Mit denen ging man dann zur Phönix oder wohin auch immer direkt zur Arbeit. In dieser Form gibt es das heute nich mehr... Ergänzen Sie bitte folgenden Satz: Wenn ich die Zeit der 60er und 70er Jahre mit der heutigen vergleiche, dann denke ich… ...an die finanziellen Unterschiede. Ein schönes Erlebnis fällt mir dazu ein. Als ich einmal als Ersatztorwart der Hamburger Auswahl gegen Berlin dabei war, war ich der einzige Amateur. Im Sturm hat Uwe Seeler mitgespielt. Als Spesen erhielt ich anschließend 14,80 Mark und alle anderen bekamen 80,- Mark in bar ausgezahlt. Uwe hat es mitgekriegt, ist rumgegangen und hat von jedem 5,- Mark für mich eingesammelt. Am Ende hatte ich mehr als die! Wer waren damals die herausragenden Fußballerpersönlichkeiten im Harburger Raum? Da gab es einige. Moppel Seifert fällt mir ein, Verteidiger beim HTB, Manni Jochem, Horst Michalke, Hottel Offenhauser – das waren gute Spieler, ebenso Eugen Pöhler, Edgar Puchmüller und Moppel Pohla von Rasensport Harburg. Außerdem Ocker Lewandowski, mit dem ich bei Bostelbek noch zusammen gespielt habe und der als Amateurnationalspieler mal mit nach Tokio reisen durfte. Aus dem Süden Hamburgs und Umgebung spielen derzeit vier Vereine in der Oberliga. Welcher Spielername sticht für Sie aktuell hervor? Fußballerisch sticht Arne Gillich von Buchholz 08 heraus. Er hat übrigens auch bei der FSV Harburg in der Jugend gespielt. Er hat seinen Weg gemacht. Nach ihrer aktiven Zeit waren Sie Trainer bei verschiedenen Vereinen und haben dann 21 Jahre als Vorsitzender die Geschicke bei der FSV Harburg geleitet. Was bedeutet Ihnen dieser Verein? Ich bin ja erst relativ spät, im Jahr 1983, von Bostelbek zur FSV gewechselt. Aber dieser Verein hat mir in den zurückliegenden Jahren sehr viel gegeben. Es hat mir unheimlich viel Spaß gemacht dort in den Alten Herren und den Senioren zu spielen. Zum Vorsitz bin ich dann 1988 wie die Jungfrau zum Kind gekommen, nachdem der damalige Vorsitzende Jargstorff verstorben war. Ich hatte von nichts Ahnung, aber mir wurde gesagt: Mensch, du könntest das doch. Du hast doch beruflich viel mit Büroarbeit zu tun, bist Vollziehungsbeamter, kennst dich hier und da mit Recht und Gesetz aus. Und dann hab ich mich besabbeln lassen. Das Gute war: Ich hatte mit Margrit Meyer eine ganz tolle Geschäftsführerin. Sie hat den Laden geschmissen und stand mir immer zur 13