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Lokalhelden_HH_Ausgabe3

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Sportzeitung für den Hamburger Süden und Umgebung Diesmal im Heft: VT Aurubis Hamburg, Team Buxtehude, SGH Rosengarten-Buchholz, SG Wilhelmsburg 1. Herren, SG Wilhelmsburg, TV Fischbek Handball - 1. Herren, FC Süderelbe, Sport ohne Grenzen e.V., Manni von Soosten, Klub Kosova Hamburg 1977 e.V., FC Türkiye, Dersimspor Hamburg, TuS Finkenwerder, Harburger SC, Harburger TB, Bostelbeker SV von 1922/45 e.V., 1.Damen TG Heimfeld, 1. Herren TG Heimfeld, SV Poseidon Hamburg - Wasserball, Hamburg Ravens, Hamburg Towers, BubbleFootball HH, FC. Viktoria Harburg von 1910 e.V., HNT Flames, HNT - So geht Sport heute, Sparta Futsal HSC, Projekt D. Designagentur

“Ich wÜnsche mir

“Ich wÜnsche mir viele Spenden, Damit wir die augen der kinder und auch der betreuer wieder leuchten sehen kÖnnen” Die Schüler vor dem Einlagespiel der Schulen Elfenwiese und Nymphenweg Seite. In erster Linie zusammen mit Manfred Weßeloh habe ich schließlich unter großen Mühen und Unwägbarkeiten das Vereinshaus an der Außenmühle gebaut. Heute spielt der Verein, der inzwischen mit dem SV Rönneburg fusioniert ist, sportlich keine große Rolle und ist bis in die Kreisklasse abgestiegen. Warum? Zunächst einmal ist der Verein gesund, das ist sehr positiv. Außerdem war die Fusion eine sehr gute Entscheidung. Dass es im Gegensatz zu früheren Zeiten kein Geld mehr für den Ligafußball gibt, ist die eine Geschichte. Die eigentliche Schuld aber, dass der Verein sportlich nicht so gut dasteht, liegt nicht zuletzt an den Sportplätzen. Jeder Jugendliche und jeder neue Spieler, der zu uns kommt, überlegt nach einem Jahr, ob er nicht lieber zu einem Verein mit Rasen oder Kunstrasen wechseln soll. Dadurch wurden dem Verein schon ganze Mannschaften weggeholt. 2016 oder 2017 soll nun zum Glück auf der Wilstorfer Höh ein Kunstrasenplatz entstehen. Sie engagieren sich nach wie vor beim Hamburger Fußball-Verband. Welche 14 Aufgaben haben Sie dort inne? Ich bin im 17. Jahr Beisitzer im Spielausschuss. Außerdem nehme ich seit fast zehn Jahren Trainerprüfungen ab bis zum B-Schein. Nicht vergessen dürfen wir Ihr vielleicht wichtigstes, soziales Projekt: 1987 fiel der Startschuss für das Wohltätigkeitsturnier, das seit 2006 den Namen Willi-Uder-Cup trägt. Im Januar richten Sie gemeinsam mit Ihren Mitstreitern unter dem Motto „Helfen hilft helfen“ die 31. Auflage aus. Wie entstand die Idee und wie kam der Kontakt zu den Einrichtungen, an die die Spenden fließen, zustande? Der erste Gedanke muss schon 1985 gefasst worden sein, ehe Willi Uder, der 2005 leider verstorben ist, Peter Lich, Lutz Behrendt und meine Wenigkeit die Planungen in Angriff genommen haben. Die ersten beiden Turniere haben wir noch zu Gunsten des Gemeinnützigen Jugendwerks unfallgeschädigter Kinder des Polizei-Sportvereins veranstaltet. Danach kam der Gedanke auf, dass wir das Geld in Harburg belassen möchten. Peter Lich, damals Hallenwart in der Kerschensteinerstraße, hatte die Idee, das eingenommene Geld der Schule Elfenwiese zu spenden, die körperbehinderte Kinder fördert und betreut. Kinder der Schule hatten zuvor die Halle genutzt. Ich wurde schließlich angesprochen und die Geschichte nahm ihren Lauf. Da es vor Ort insgesamt drei Einrichtungen für Behinderte gibt - die Kita Elfenwiese, die Schule Elfenwiese und die Schule Nymphenweg - haben wir gesagt: Komm, lass uns das doch im jährlichen Wechsel aufteilen. Was bedeutet Ihnen dieses Turnier persönlich? Es ist eine reine Herzensangelegenheit. Besonders schön ist es Jahr für Jahr zu sehen, wie Kinderaugen leuchten können. Sei es bei der Geldübergabe oder bei den Einlagespielen an den Turniertagen. Bei allen drei Einrichtungen hat immer eine wunderbare Atmosphäre geherrscht, wenn wir sie anschließend besucht haben. Was man an diesen Tagen auf menschlicher Ebene zurückbekommt, ist einfach toll. Wenn Sie es auf den Punkt bringen müssten: Warum ist dieses Turnier so wichtig? Ich möchte eigentlich Folgendes sagen: Ich habe vor ein paar Jahren den Ehrenamtspreis vom DFB bekommen und bin außerdem mit der im Grunde höchsten Auszeichnung in Hamburg geehrt worden (“Medaille für treue Arbeit im Dienste des Volkes”, übergeben 2009 vom damaligen Bürgermeister Ole von Beust, Anm. d. Red.). Mir ist es nicht so wichtig, noch Sorgt immer wieder für strahlende Gesichter: die Geldübergabe nach den Turnieren.

eine weitere Ehrung zu erhalten. Aber ich finde, auch meine Kollegen sollten einmal für ihr ehrenamtliches Engagement, das sie über so viele Jahre erbracht haben, ausgezeichnet werden. Mitunter habe ich das Gefühl, das Harburger Bezirksamt weiß nicht genau, wie viel Arbeit dahinter steckt. Wenn vom Stadtteil eine, wie auch immer geartete Anerkennung erfolgen würde, würde mich das sehr freuen. Viel Zeit hat auch Turniernamensgeber Willi Uder dem Turnier und dem Fußball an sich gewidmet – was war er für ein Mensch? Willi Uder war ein sehr korrekter Mensch, ein unwahrscheinlich guter Typ und Kumpel. Sein Verein war ja über viele Jahre der FC Normannia. Dort hat man ihm allerdings als Jugendleiter im Zusammenhang mit Passfälschungen, die ein anderer begangen hatte, ein paar unschöne Dinge unterstellt. Irgendwann hat er gesagt, jetzt ist Schluss. Und dann kam die Frage an mich: Manni, kann ich zu euch kommen, zur FSV Harburg? Meine Antwort lautete: Willi, am besten sofort. Ich bin heute noch dankbar dafür, denn er hat anschließend die Jugendabteilung wunderbar aufgebaut und hatte sie im Griff. Als wir dann mit Lutz Behrendt und Peter Lich gemeinsam das Wohltätigkeitsturnier gegründet haben, herrschte auch dabei immer ein hervorragendes Gemeinschaftsgefühl. Was wünschen Sie sich für die 31. Auflage im Januar? Ich wünsche mir viele Spenden. Das ist für uns natürlich immer das Wichtigste - damit wir die Augen der Kinder und auch der Betreuer wieder leuchten sehen können. WILLI Uder-Cup 175.866,33 Euro. Das ist exakt die eingenommene Summe an Spendengeldern, die im Verlauf der Jahre an die Kindertagesstätte Elfenwiese sowie die Schulen Elfenwiese und Nymphenweg übergeben wurde. 1987 fiel der Startschuss mit einem Turnier für die Alten Herren. Im Laufe der Jahre kamen die Senioren, die Super-Senioren, die Frauen und die ersten und zweiten Herrenmannschaften hinzu. Gründungsmitglieder waren der heutige Namensgeber des Turniers Willi Uder zusammen mit Peter Lich, Lutz Behrendt und Manfred von Soosten. Mit Günter Falk, dem inzwischen verstorbenen Jürgen Deppe, Harald Szulik, Lothar Soltau, Dieter Tietz und Wolfgang Lühr stießen nach und nach weitere Organisationsmitglieder hinzu. An den Planungen für den 31. Willi Uder-Cup, der im Januar 2016 wie gewohnt in der Halle Kerschensteinerstraße ausgetragen wird, beteiligen sich seit kurzem auch Ingo Brussolo und Stephan Lehmann. 1519