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Lokalhelden_HH_Ausgabe3

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Sportzeitung für den Hamburger Süden und Umgebung Diesmal im Heft: VT Aurubis Hamburg, Team Buxtehude, SGH Rosengarten-Buchholz, SG Wilhelmsburg 1. Herren, SG Wilhelmsburg, TV Fischbek Handball - 1. Herren, FC Süderelbe, Sport ohne Grenzen e.V., Manni von Soosten, Klub Kosova Hamburg 1977 e.V., FC Türkiye, Dersimspor Hamburg, TuS Finkenwerder, Harburger SC, Harburger TB, Bostelbeker SV von 1922/45 e.V., 1.Damen TG Heimfeld, 1. Herren TG Heimfeld, SV Poseidon Hamburg - Wasserball, Hamburg Ravens, Hamburg Towers, BubbleFootball HH, FC. Viktoria Harburg von 1910 e.V., HNT Flames, HNT - So geht Sport heute, Sparta Futsal HSC, Projekt D. Designagentur

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Foto: noveski.com EIN VEREIN ÄRGERT DIE KONKURRENZ In der Landesliga Hansa macht derzeit der Klub Kosova von sich reden. Der Verein spielt die beste Saison der Vereinsgeschichte. Das Trainergespann Thorsten Beyer und Ingo Brussolo hat daran einen entscheidenden Anteil Text: Torsten Schettle Fotos: noveski.com, stephan Lehmann Thorsten Beyer und Ingo Brussolo beobachten das Spielgeschehen Freitagabend, 30. Oktober, Dratelnstraße, Wilhelmsburg. Der Klub Kosova empfängt am 13. Spieltag der Landesliga Hansa unter heimischem Flutlicht den FC Bergedorf 85. Es läuft die 69. Spielminute. Kirill Schneider tritt beim Spielstand von 1:1 zum Elfmeter an und verwandelt sicher. Doch wie es manchmal so kommt: Schiedsrichter Alexander Teuscher lässt den Strafstoß wiederholen, weil einzelne Spieler zu früh in den Strafraum gelaufen waren. Die Wiederholung schießt Schneider übers Tor. Was folgte, passt ideal in das Bild des derzeit so erfolgreichen Trainergespanns der Wilhelmsburger. Während Thorsten Beyer eben noch eher introvertiert die Fäuste wegen der vermeintlichen Führung geballt und dann das weitere Geschehen beobachtet hatte, platzte es aus Ingo Brussolo heraus. „Da sind doch auch lauter Bergedorfer rein gelaufen, Herr Teuscher.“ Natürlich half es nichts. Die Entscheidung war regelkonform, das Spiel wurde mit einem Abstoß fortgesetzt und nach Abpfiff sah man Brussolo mit dem Referee im ebenso versöhnlichen wie lebhaften Plausch. Thorsten Beyer und Ingo Brussolo – beide Namen stehen ohne Frage für den derzeitigen Erfolg des Vereins mit den albanischen Wurzeln, der in den letzten beiden Spielzeiten jeweils “ Die Konstellation passt ideal zusammen “

um den Klassenerhalt kämpfte. Ein Teil des Erfolgsgeheimnisses: Das Trainergespann, bestehend aus zwei Alphatieren der Branche, ergänzt sich in seiner Arbeit und im Umgang mit der Mannschaft hervorragend. „Die Konstellation passt ideal zusammen“ bestätigt der Vereinsvorsitzende und gleichzeitige Ligamanager Anton Mazrekaj. Über Thorsten Beyer sagt er: „Er ist akribisch, nie zufrieden, selbstkritisch und sehr kommunikativ. Spieler können sich unter ihm eigentlich nur weiter entwickeln. Er ist ein Taktiktrainer. Seine Gegner-, aber auch die individuellen Spieleranalysen haben ein hohes Niveau.“ Dass er ihn in dessen ersten Amtszeit dennoch im Oktober 2013 entließ, wenige Monate nach dem Aufstieg in die Landesliga, sieht Mazrekaj auch rückblickend nicht als Fehler: „Damals hatte ich nicht das Gefühl, dass es zwischen Mannschaft und Trainer noch passte und er die Karre aus dem Dreck bekommt.“ Ein dreiviertel Jahr später nach einem Kurzintermezzo von Ex-Profi Michél Mazingu-Dinzey wurde Beyer jedoch zurückgeholt. „Manchmal weiß man erst, was man an jemandem hat, wenn er nicht mehr da ist“, so Mazrekaj heute, „zudem haben wir im Kader einen Umbruch vollzogen.“ Und außerdem im Dezember 2014 Ingo Brussolo dazugeholt, der zuvor lange Jahre beim FTSV Altenwerder und zuletzt beim Harburger TB erfolgreich gearbeitet hatte. Die Wertschätzung ist auch hier sehr hoch, wenn auch anders gelagert. Mazrekaj: „Bei ihm kommen die südländischen Wurzeln immer wieder durch in seiner aufpuschenden Art. Wo Thorsten Beyer etwas trockener rüber kommt, liebt Ingo die Ansprache und sagt, was er fühlt.“ Wie eben auch nach dem verschossenen Elfmeter gegen Bergedorf, gegen die der Klub Kosova am Ende schließlich doch noch mit 2:1 gewann. Es war der neunte Sieg im zwölften Spiel. Exakt genauso viele wie am Ende der letzten Saison. Im Ergebnis findet man sich derzeit in der Spitzengruppe der Tabelle wieder, mit einem Kader übrigens, an dem einige Veränderungen vorgenommen wurden. „Wir haben viel Zeit in die Gespräche mit unseren Neuverpflichtungen investiert“, blickt Mazrekaj zurück. Und fast alle Neuzugänge haben eingeschlagen. Sebastian Menzel im Tor, Muhamet Hodolli, Agonis Krasniqi, Kirill Schneider oder Argetim Kaba – all diese Spieler sind aus der Mannschaft kaum noch wegzudenken. Ebenso wie wichtige Akteure, die schon länger dem Verein angehören und ihre Erfahrungen im Ligafußball auch andernorts gesammelt haben. Zum Beispiel Torjäger Onur Tüysüz, der die interne Torjägerliste mit sechs Treffern anführt, oder Patrick Smereka, der die Außenbahn beackert und – ganz wichtig, obwohl zuletzt häufig angeschlagen – Burhan Bedrolli als Kapitän und Führungsspieler. „Wir haben zuletzt gegen Bergedorf oder Barsbüttel Arbeitssiege eingefahren, haben aber auch schon spielerisch überzeugt wie zum Beispiel beim 4:0 gegen den SC Vier- und Marschlande. Überragend war der 3:1-Sieg gegen Poppenbüttel, das beste Spiel seit ich hier bin“, sagt Thorsten Beyer. Und Ingo Brussolo ergänzt: „Wir haben das Glück, dass wir auch auf der Bank viel Potenzial haben.“ Mitunter gibt es sogar die Qual der Wahl bei der Mannschaftsaufstellung. Gelegentlich vielleicht auch Meinungsverschiedenheiten? „Ich bin der Ältere und Thorsten hat das letzte Wort“, entgegnet Brussolo mit einem Schmunzeln. Und fügt an: „Meinungsverschiedenheiten kommen selten vor, wir arbeiten sehr gut zusammen.“ Dass Beyer der erste Ansprechpartner auch gegenüber dem Vorstand ist, ist allein schon aufgrund der längeren Dienstzeit logisch. Doch Krisengespräche werden momentan sowieso nicht geführt. „Der Verein gehört derzeit nicht zu Unrecht zu den Top fünf der Liga.“ Auch wenn man von der Entwicklung einerseits positiv überrascht ist - diesen Satz, den Anton Mazrekaj ausspricht, hört Freude und Erleichterung bei Thorsten Beyer nach dem hart umkämpften Klassenerhalt der letzten Saison man so oder so ähnlich derzeit öfter an der Dratelnstraße. Ob der Klub Kosova bis zum Ende der Saison den Topfavoriten Poppenbüttel und Hamm United Paroli bieten kann, steht natürlich auf einem anderen Blatt. So wie der Verein im Moment jedoch aufgestellt ist, sollte die Konkurrenz gewarnt sein. Lassen Sie uns über Bestattungsvorsorge sprechen! www.albers-bestattungen.de HARBURG 040/77 35 62 knoopstrasse 36 MASCHEN 04105/67 58 38 MECKELFELD 040/768 99 445 Foto: Lehmann 17