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Lokalhelden_HH_Ausgabe3

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Sportzeitung für den Hamburger Süden und Umgebung Diesmal im Heft: VT Aurubis Hamburg, Team Buxtehude, SGH Rosengarten-Buchholz, SG Wilhelmsburg 1. Herren, SG Wilhelmsburg, TV Fischbek Handball - 1. Herren, FC Süderelbe, Sport ohne Grenzen e.V., Manni von Soosten, Klub Kosova Hamburg 1977 e.V., FC Türkiye, Dersimspor Hamburg, TuS Finkenwerder, Harburger SC, Harburger TB, Bostelbeker SV von 1922/45 e.V., 1.Damen TG Heimfeld, 1. Herren TG Heimfeld, SV Poseidon Hamburg - Wasserball, Hamburg Ravens, Hamburg Towers, BubbleFootball HH, FC. Viktoria Harburg von 1910 e.V., HNT Flames, HNT - So geht Sport heute, Sparta Futsal HSC, Projekt D. Designagentur

Kein Trainer, aber mit

Kein Trainer, aber mit viel freude in die neue zweitligasaisoN Poseidonen schwimmen am 6. Dezember wieder an Interview & Fotos: Jens Witte Zur person Florian Lemke (25) begann beim OSC Potsdam mit dem Wasserball. Ab der U11 durchlief er alle Jugendklassen, wurde dreimal deutscher Jugendmeister und einmal Jugendpokalsieger. Mit seinem Heimatverein gelang ihm 2008 der Bundesligaaufstieg und nach einer Bundesligasaison mit Potsdam wechselte er als Center zum damaligen Erstligateam des SV Poseidon. Beruflich zog es ihn für zwei Jahre nach Süddeutschland, daher wechselte er zum Zweitligisten SV Ludwigsburg. Seit 2013 ist Lemke wieder für die Poseidonen aktiv. Als Trainer arbeitete der IT Business-Experte bereits in seiner Potsdamer Zeit und trainierte die U-17 des OSC. Neben seiner Arbeit bei Hewlett Packard Enterprise absolviert Lemke zur Zeit einen Masterstudiengang im Bereich Innovationen und Firmengründung. Interimstrainer Florian Lemke (25) Herr Lemke, bislang haben die Fans Sie als kraftvollen Center vor dem gegnerischen Tor wirbeln sehen. Wie sind Sie zu ihrer neuen Aufgabe als Interimstrainer beim Wasserball-Zweitligisten gekommen? Lemke: Wir haben aktuell eine Situation, die es bei Poseidon lange nicht gegeben hat. Die Mannschaft ist nach dem Rücktritt von Sven Reinhardt nach wie vor trainerlos und eine schnelle Klärung ist auch nicht in Sicht. Ein griechischer Trainerkandidat hat uns leider kurz vor dem Start der Saisonvorbereitung abgesagt. Er coacht nun weiterhin in der griechischen ersten Liga. So bin ich eingesprungen. In diesem Jahr mache ich berufsbegleitend meinen Master und habe keine Zeit zum Training! Wie geht das? Sie studieren in Süddeutschland, die Mannschaft trainiert in Hamburg? Ich schreibe die Trainingspläne und die Mannschaft setzt sie selbstständig im Wasser um. Punktuell, wenn ich da bin, leite ich das Training direkt vom Beckenrand und helfe, wenn ich Zeit habe, auch in Spielen als Trainer. Und das klappt mit dem selbstständigen Training im Wilhelmsburger Inselpark? Wie diszipliniert ist die Mannschaft? Das Schöne ist, dass alle den Wasserball lieben und sehr gerne bereit sind, mit diesem hohen Aufwand an Zeit für unseren Sport zu trainieren. Einige der Spieler haben ja auch Bundesligaerfahrung und unser Mannschaftskapitän Alexander Weik hat sogar schon Champions League mit Waspo 98 Hannover gespielt. Im vergangenen Jahr wurde Poseidon ungeschlagen Nordmeister, scheiterte aber beim Aufstiegsturnier. Was für Ziele haben Sie in diesem Jahr? Das Saisonziel ist neu: Wir haben dieses Jahr kein Ziel. In den letzten Jahren wollten wir immer in die Bundesliga aufsteigen, blockierten dann aber im entscheidenden Moment. Besonders in Erinnerung ist da das Aufstiegsturnier im vergangenen Juli. Wir sind bis sechs Sekunden vor Ende in der höchsten Spielklasse, dann trifft Fulda und steigt stattdessen in die Deutsche Wasserball Liga auf. Aber gewinnen wollen Sie schon, oder? Klar. Die Jungs sind alle heiß und wir wollen jedes Spiel gewinnen. Dafür leben wir diesen Sport. Dennoch haben wir vom Vorstand keine feste Maßgabe, wieder Nordmeister und Nordpokalsieger zu werden oder gar aufsteigen zu müssen. Die Saison wird zeigen, wozu wir fähig sind. Wie sieht es in diesem Jahr mit dem SVP-Kader aus? Konnten Sie sich verstärken? Wir haben Zu-, aber auch Abgänge in unserem Kader. Mit Gergely Antal kommt ein junges, hoffnungsvolles Talent hinzu. Er kommt vom ungarischen Erstligisten VK Eger, ist 19 Jahre alt und spielt in der Centerverteidigung. Im Pokalspiel gegen Bundesligist SG Neukölln hat er bereits einmal getroffen. Jan-Lucas Christensen ist von unserem Lokalrivalen Hamburger Turnerbund 62 zu uns zurückgekehrt. Er ist auch erst 21, hat einen enormen Torinstinkt und hat letzte Saison 37-mal getroffen. Mit Tim Kertscher kommt aus Zuffenhausen ein weiterer Spieler hinzu. Ende November endet die Wechselfrist, vielleicht stößt noch ein sehr schwimmstarker Spieler zu uns. Mit Poseidon-Urgestein Yannik Arnhold haben wir allerdings einen wurfgewaltigen, vielseitigen Spieler verloren. Er ist in die Bundesliga zum SC Wedding nach Berlin gewechselt. Auf welchem Stand sehen Sie die Mannschaft für die Zweite Liga? Eins ist klar: Der total fitte Kern der Mannschaft hat absolutes Erstliga-Niveau. Alle anderen, die eine durchschnittliche Fitness haben, haben dieses Niveau zwar auch, sind aber durch ihren Trainingszustand natürlich limitiert. Daher heißt es, in jedem Spiel den richtigen Mix zu finden. Die fitten Spieler bilden den Kern und alle anderen werden diese Spieler mit ihren individuellen Fähigkeiten super ergänzen. Mit was für Problemen kämpfen die Poseidonen in diesem Jahr? Die Trainingsbeteiligung bei den einzelnen Einheiten ist ein Problem. Ein Teil der Spieler ist bei nahezu jedem Training da und zieht voll mit. Der andere Teil der Mannschaft hat sich aus beruflichen oder privaten Gründen zu ein- bis maximal dreimal Training pro Woche verpflichtet. Da- 20

her schwankt die Anzahl der Spieler in den Einheiten. Das muss ich akzeptieren, denn wir sind trotz aller Ambitionen immer noch Amateure: Studium, Beruf und Familie gehen vor. Dazu haben wir derzeit immer drei, vier verletzte Spieler, die daher gar nicht beim Training sein können. Für mich macht es das Schreiben des Trainingsplans nicht leicht, aber auch für die Jungs, die da sind, ist es dann schwierig alles umzusetzen und höchst motiviert zu bleiben. Dennoch bin ich mit der bisherigen Vorbereitung sehr zufrieden. Unser durchschnittlicher Trainingszustand ist sehr gut und weit fortgeschritten und diejenigen, die bei den Einheiten anwesend waren, haben bisher auch hundertprozentigen Einsatz gezeigt. Wie ist Ihr Ausblick für die Nordliga? Ich bin mir sicher, dass wir viele Spiele gewinnen werden, da wir einfach die Klasse mitbringen. Wir haben in den letzten Jahren gezeigt, dass wir Bundesliganiveau haben. Gegen das untere Drittel des Oberhauses können wir mithalten. Lediglich unsere Köpfe haben uns in den vergangenen Spielzeiten an größeren Erfolgen gehindert. Kommt in dieser Saison noch ein Trainer zum SVP? An einer festen und langfristigen Trainerlösung arbeitet unser Manager Lars Hinkelmann unter Hochdruck. Ich unterstütze ihn dabei. Wenn die Zeit reif ist, dann werden wir etwas präsentieren können. Ich bin mir sicher, dass egal wie die Lösung am Ende aussieht und egal welche Personen dahinter stecken werden, es wird der Mannschaft gut tun. Wie geht es bei den Poseidonen bis zum Saisonstart am 6. Dezember bei Waspo 98 Hannover weiter? Was sind ihre Hoffnungen? Ich hoffe, dass sich die Personaldecke mit Verletzungen und beruflichen Ausfällen bis Weihnachten drastisch entspannt. Ob wir noch zwei neue Spieler dazubekommen und welches Niveau sie mitbringen werden, müssen wir abwarten. Wir gehen jetzt mit voller Konzentration in die letzten Wochen der Vorbereitung und dann holen wir uns im Dezember unsere ersten Zweitliga Punkte. Seit 2013 sind die besten Wasserballer Hamburgs in Wilhelmsburg zu Haus. In der Schwimmhalle Inselpark trainiert und spielt der SV Poseidon Hamburg. Wie die Basketballhalle befindet sich auch die Heimat des SV Poseidon in der ehemaligen Blumenhalle auf dem IGS Gelände. Zuschauer beim spritzigsten Mannschaftssport sind immer herzlich willkommen. Der Eintritt zu den Spielen des Zweitligisten Poseidon Hamburg ist frei! Die Heimspiele der Saison 2015/2016 Vorrunde Sa 19.12.15 18:00h White Sharks Hannover II Schwimmhalle Inselpark Sa 09.01.16 18:00h HSG Warnemünde Schwimmhalle Inselpark Sa 23.01.16 18:00h Waspo98 Hannover II Schwimmhalle Inselpark Sa 20.02.16 18:00h Hellas Hildesheim Schwimmhalle Inselpark Sa 09.04.16 18:00h SpVg Laatzen Schwimmhalle Inselpark Hauptrunde Sa 16.04.16 18:00h HSG Warnemünde Sa 30.04.16 18:00h SpVg Laatzen Sa 04.06.16 18:00h Hellas Hildesheim Schwimmhalle Inselpark Schwimmhalle Inselpark Poseidonbad Olloweg Anfahrt Öffentliche Verkehrsmittel: Aus Harburg fahren alle fünf Minuten die S-Bahnen S3 oder S31 in nur vier Minuten Fahrzeit bis zur S-Bahn- Station Wilhelmsburg. Genauso regelmäßig geht es vom Hauptbahnhof nach Süden mit den S-Bahnen S3 und S31. Wilhelmsburg ist nur drei Stationen oder acht Minuten von der Hamburger Innenstadt entfernt. Von der S-Bahn-Station Wilhelmsburg sind es nur noch 400 m Fußweg bis zur Schwimmhalle Inselpark am Kurt- Emmerich-Platz 12. Auto: Florian Lemke als Center im Lokalderby gegen Rando Meister vom Hamburger Turnerbund 1862 Über die Wilhelmsburger Reichsstrasse/B 75. Ausfahrt Wilhelmsburg auf die Neuenfelder Str. in Richtung Inselpark. 21