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Lokalhelden_HH_Ausgabe3

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Sportzeitung für den Hamburger Süden und Umgebung Diesmal im Heft: VT Aurubis Hamburg, Team Buxtehude, SGH Rosengarten-Buchholz, SG Wilhelmsburg 1. Herren, SG Wilhelmsburg, TV Fischbek Handball - 1. Herren, FC Süderelbe, Sport ohne Grenzen e.V., Manni von Soosten, Klub Kosova Hamburg 1977 e.V., FC Türkiye, Dersimspor Hamburg, TuS Finkenwerder, Harburger SC, Harburger TB, Bostelbeker SV von 1922/45 e.V., 1.Damen TG Heimfeld, 1. Herren TG Heimfeld, SV Poseidon Hamburg - Wasserball, Hamburg Ravens, Hamburg Towers, BubbleFootball HH, FC. Viktoria Harburg von 1910 e.V., HNT Flames, HNT - So geht Sport heute, Sparta Futsal HSC, Projekt D. Designagentur

Syrische Flüchtlinge

Syrische Flüchtlinge finden beim HTB eine neue sportliche Heimat Text & Fotos: Stephan Lehmann Ralf Reinholz (1.v.l.) und Präsident Claus Ritter (2. v.l.) heissen Ali Ibrahim und Abdulaziz Alikaj in der Abteilung willkommen Zwei neue Gesichter in der Judo-Abteilung des Harburger Turnerbundes: Abdulaziz Alikaj (63) und Ali Ibrahim (43). Sie gehörten in ihrer syrischen Heimat als Kämpfer, Nationaltrainer und Kampfrichter zu den bekannteren Gesichtern im Judo-Sport. Alikaj begann 1971 mit Judo und ist im Besitz des 6. Dan. Bis 2008 hatte er sich als internationaler Kampfrichter einen Namen gemacht, seine Laufbahn wurde nach der Junioren WM 2008 vom syrischen Verband unterbrochen. Bei den Titelkämpfen in Thailand leitete er einen Kampf zwischen Deutschland und Israel, was die Verantwortlichen seines Verbandes dazu veranlasste, ihn für drei Jahre zu sperren. Nicht weil er sich einen Fehler bei seinen Entscheidungen erlaubte, sondern schlichtweg auf Grund der Tatsache, dass er an einem Kampf mit israelischer Beteiligung mitwirkte. Durch den Krieg konnte er nach der Sperre seine Kampfrichtertätigkeit nicht wieder aufnehmen, sondern flüchtete in die Türkei. Nach 6 Monaten Aufenthalt durfte er nach Deutschland ausreisen. 30 Inzwischen sind zwei seiner Kinder ebenfalls in Deutschland, aber seine Frau und das dritte Kind warten noch immer auf ihre Ausreise aus der Türkei. Bis zu seiner Flucht kämpfte Ali Ibrahim, der 1986 mit Judo begann, den 6. Dan aber auf Grund des Krieges nicht mehr machen konnte, erfolgreich auf internationalen Wettkämpfen. Auch auf dem Gebiet der „Nage- No-Kata“ (Darstellung von 15 Judo-Würfen beidseitig, in festgelegter Reihenfolge und Zeremonie) stand er mehrfach auf dem Siegerpodest. Auch als Nationaltrainer und Kampfrichter für den syrischen Verband war er sehr aktiv. Wie Alikaj flüchtete auch er aus dem hart umkämpften Aleppo im Norden Syriens. Allerdings wählte er mit seiner Frau und den vier Kindern den Weg über Ägypten, wo sie knapp ein Jahr auf ein Schiff warten mussten. Über Italien konnte er mit seiner Familie dann aber schnell weiter nach Hamburg reisen. Zwar sagen beide, dass sie gerne in ihre Heimat zurückkehren würden, sehen aber zurzeit keinerlei Perspektive um dort mit ihren Familien leben zu können. Sie sind deshalb froh in der Hansestadt aufgenommen worden zu sein und dankbar, dass sie beim HTB eine neue sportliche Heimat gefunden haben. Über den Judo-Abteilungsleiter des Harburger Turnerbundes, Ralf Reinholz, der gleichzeitig im Hamburger Judo-Verband tätig ist, kam der Kontakt zur Trainingsgruppe auf der Jahnhöhe zu Stande. Seit August trainieren die beiden Syrer nicht nur mit, sondern bringen auch ihre Erfahrungen und Techniken in die Einheiten ein, wovon alle Teilnehmer profitieren. Ibrahim zeigt in den Trainingseinheiten als ehemaliger Kämpfer dynamische Techniken, Alikaj hingegen eher methodische und taktische Vorgehensweisen für das Training. Beim HTB ist man froh über die neuen Mitglieder und Präsident Claus Ritter betont: „Wir sehen es als Auszeichnung, dass solch hoch dekorierte und erfahrene Judokas bei uns im Verein trainieren. Wir wollen sie in der nächsten Zeit unterstützen und ihnen auch außerhalb des Dojo helfen sich so schnell wie möglich in Hamburg einzuleben.“ Beide erhielten gespendete Judo-Anzüge und Gürtel wie auch Kampfrichterhemden. Auch die Mitgliedschaft für die Beiden im ersten Jahr ist gesponsert. Man hofft, ihnen so die Möglichkeit zu geben, zukünftig auf nationaler und internationaler Ebene als Kampfrichter eingesetzt zu werden und wird sie dabei unterstützen. Ein erster Schritt dahin waren für die beiden A-Lizenz Inhaber die Hamburger Einzel-Meisterschaften und die U-18 Mannschaftsmeisterschaften Anfang November, wo sie einige Kämpfe leiteten. Alikaj und Ibrahim sind froh und dankbar ihren Sport wieder ausüben zu können und hoffen nun in den nächsten Wochen und Monaten Wohnungen für sich und ihre Familien zu finden. Alikaj: „Wir wollen uns beim Verein, beim Präsidenten und den anderen Verantwortlichen bedanken, dass wir unser Hobby wieder ausüben dürfen. Wir hoffen, dass wir dem HTB auch etwas zurückgeben können.“ Ali Ibrahim (vorne) und Abdulaziz Alikaj beim Training

“Tag des Judo” Text & Foto: Stephan Lehmann Die Judo-Abteilung des Harburger Turnerbundes beteiligt sich auch ich diesem Jahr wieder am „Tag des Judo“, einer bundesweiten Kooperation zwischen Vereinen und Schulen. Ziel des Projektes ist es, durch Unterricht zum Thema “Judo - ein Sport zur Stärkung des Selbstbewusstseins und der sozialen Kompetenz” schon den jungen Schülerinnen und Schülern den Judo- Sport näherzubringen. Der “Tag des Judo” richtet sich an Schülerinnen und Schüler aller allgemeinbildenden Schulen im Hamburger Süden. Ziel ist es neue Kontakte zwischen Schulen und Vereinen zu knüpfen und bereits bestehende Kooperationen weiter zu vertiefen. Ralf Reinholz, Abteilungsleiter beim HTB und gleichzeitig stellvertretender Vorsitzender des Hamburger Judo-Verbandes meint, „dass Judo die Möglichkeit bietet, durch Rituale und Regeln in einem geschützten Handlungsraum Körperlichkeit zu erfahren und dabei das eigene Selbstbewusstsein zu stärken. Auch zum pädagogischen Konzept der Schulen könnte Judo beitragen, da die ausgebildeten Trainer in den Einheiten auch allgemeine Grundwerte wie Respekt, Selbstbeherrschung, Ernsthaftigkeit, Hilfsbereitschaft, Ehrlichkeit, Mut, Bescheidenheit und Wertschätzung vermitteln. Schön sind auch die Freundschaften, die beim Training und bei Wettkämpfen geschlossen werden, die Freude, den Wettkampfoder Trainingspartner wieder zu sehen ist meines Erachtens etwas Besonderes.“ Da pro Tag beim HTB nur zwei Schulklassen ins Dojo kommen können, wird aus dem „Tag des Judo“ die „Wochen des Judo“. Die ersten Schülerinnen und Schüler trainieren ab dem 16.11.2015 auf der Jahnhöhe. Bei Interesse können sich weitere Schulklassen in der Geschäftsstelle des HTB unter 040-791 43 323 melden und einen Trainingstermin absprechen. Terminabsprachen sind auch nach Weihnachten möglich. GEWINNSPIEL Die Hamburg Towers spielen ihre zweite Saison in der zweiten Basketball Bundesliga. Die erste Saison schlossen die Wilhelmsburger Basketballer auf Platz acht ab und scheiterten in den Playoffs am späteren Aufsteiger Baskets Würzburg. Auch in dieser Saison sind die Playoffs das Ziel, den Grundstein dafür wollen die Towers in der heimischen Inselparkarena legen, wo knapp 2.800 Fans im Schnitt die Mannschaft unterstützen. Wer die grandiose Stimmung bei einem Heimspiel der Hamburg Towers einmal selbst live erleben möchte, kann sich über www.hamburgtowers.de seine Eintrittskarte sichern. Tickets gibt es ab 10 Euro (ermäßigt 5 Euro). Die Heimspieltermine der Towers: 21.11.15 19:30 Uhr gegen RheinStars Köln 06.12.15 16:00 Uhr gegen Dragons Rhöndorf 19.12.15 19:30 Uhr gegen Gladiators Trier 02.01.16 19:30 Uhr gegen Science City Jena 16.01.16 19:30 Uhr gegen Baunach Young Pikes 30.01.16 19:30 Uhr gegen finke baskets 13.02.16 19:30 Uhr gegen Kirchheim Knights 21.02.16 17:00 Uhr gegen Bayer Giants Leverkusen 04.03.16 19:30 Uhr gegen Nürnberg 13.03.16 17:00 Uhr gegen Rockets Gotha LOKALHELDEN HAMBURG verlost gemeinsam mit den Hamburg Towers 5 x 2 Tickets für ein Heimspiel der Towers im Januar 2016. Frage: Welcher Spieler der Hamburg Towers trägt die Nummer 13? Die Lösung senden Sie bitte per mail an mail@lokalhelden-hh.de oder per Post an Lokalhelden Hamburg, Karrberg 13, 21224 Rosengarten. Unter allen richtigen Einsendungen verlosen wir die 5 x 2 Tickets. Einsendeschluss ist der 17.12.2015. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen! 27