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Weihnachtsgrüße Cottbus

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Weihnachtsgrüße

Weihnachtsgrüße - Anzeigen - Eine Sonderveröffentlichung des Medienhauses LAUSITZER RUNDSCHAU I 24. Dezember 2016 I Ausgabe Cottbus Wenn der Weihnachtsmann kommt Mike Schulze nimmt seine Aufgabe ernst und verbessert sich jedes Jahr Alle Jahre wieder holt Mike Schulze im Dezember besondere Kleidungsstücke aus dem Schrank. Das sind nicht nur der rote Mantel, die dicke Mütze und die weißen Handschuhe. Dazu gehört auch die weiße Lockenpracht mit dem langen Bart – er wird dann der Weihnachtsmann, auf den die Kinder besonders am Heiligabend gespannt warten. Lieberose/Cottbus. Der Abend, den die meisten im Familienkreis in aller Ruhe genießen wollen, ist für Mike Schulze ein „Kampftag“. Ab 14 Uhr bis 20 Uhr kommt er am 24. Dezember nicht zum Füßehochlegen. Genau eingetaktet hat er die einzelnen Besuche in den Familien. „Es ist jedes Mal etwas Besonderes“, sagt er und freut sich auf die strahlenden Kinderaugen. „Dem Weihnachtsmann wird immer noch mit viel Respekt begegnet. Auf dem Weihnachtsmarkt bildet sich eine Der Weihnachtsmann hat in der Adventszeit schon viel geleistet. Besonders auf den Weihnachtsmärkten der Region, wie hier in Lieberose, hat er kleine Geschenke an die Jüngsten verteilt. Am Heiligabend ist er auf dem Weg in die Familien, wo ihn besonders die Jüngsten schon mit Spannung erwarten. Foto: I. Hoberg Gasse, wenn er kommt“, sagt er. „Meistens werde ich von oben bis unten gemustert“, erzählt Mike Schulze. Welche Stiefel er wohl trägt? Ob es die von einem Onkel aus der Verwandtschaft sind? Nein, da gibt es keine Hinweise für die Knirpse – es sind noch Stiefel aus alten NVA-Beständen, die sie nicht kennen. Auch auf die Handschuhe schauen sie. „Das Kostüm ist schon wichtig, da will ich künftig noch ein bisschen zulegen“, sagt er. Ob er sich einen neuen Bart kaufen sollte oder einen Bart übers Jahr wachsen lässt? Ja, auch solche Fragen beschäftigen einen Weihnachtsmann, der seine Mission ernst nimmt. Dabei hat alles mit einem „Aushilfsjob“ angefangen. In der Familie wurde dringend ein Weihnachtsmann gesucht – hinter einer einfachen Maske aus dem Baumarkt versteckte er sich 1998 noch. „Das hat sich dann jedes Jahr gesteigert – eine bessere Perücke und ein richtiges Kostüm mussten her“, sagt Mike Schulze. Damals wohnte er noch in Cottbus und hatte bis zu 15 Einsätze am Weihnachtsabend. Dass da ein fähiger Weihnachtsmann zugezogen war, sprach sich später auch in seinem neuen Heimatort herum. Die Lieberoser Kinder sind von ihm genauso begeistert wie die Cottbuser. Da es selbst für den Weihnachtsmann unmöglich ist, an einem Abend zwischen beiden Städten zu pendeln, übernahm er die Cottbuser Einsätze schon am 23. Dezember. Meistens sind es Familien, in denen zweimal Bescherung ist – einmal zu Hause und am nächsten Tag bei Oma und Opa, so seine Erfahrung. Egal, an welchem Tag er kommt, der Weihnachtsmann steht immer im Mittelpunkt. Während alles auf das Kind fokussiert ist, dreht er gern den Spieß um und fragt, ob Mama oder Papa, Oma oder Opa auch artig waren. Und da gebe es manchmal überraschende Antworten, wie er mit einem Lachen erzählt. Aber das bleibt natürlich das Geheimnis des Weihnachtsmannes. Am 23. Dezember in Cottbus und am Heiligabend in Lieberose wird er zum ersten Mal von einem Engel begleitet. Seine Tochter Franziska (15) hat über die Jahre miterlebt, wie aus ihrem Vater der Weihnachtsmann wurde, wenn er ins Kostüm geschlüpft ist. Nun hat sie ihm beim Besuch in der Comenius- Grundschule und auf dem Lieberoser Weihnachtsmarkt schon assistiert. Selbst ein Weihnachtsmann freut sich über Hilfe. Und wenn dann alle anderen beschenkt sind, werden beide zufrieden nach Hause gehen, ihre Kostüme ab- und die Füße hochlegen – und hoffentlich entspannt Weihnachten in Familie feiern. Ingrid Hoberg Beim Cottbuser Kindermusical muss der Weihnachstmann persönlich den Weihnachtsengel und das ganze Fest retten. Immer zu Weihnachten zeigt die evangelische Kirche in Kolkwitz diese geschnitzte Holzkrippe mit Szenen der Geburt Jesu Christi. Individueller Baumschmuck gehört einfach dazu. Dass der Cottbuser Weihnachtsmarkt zu Recht den Titel „Weihnachtsmarkt der Tausend Sterne“ trägt, beweist dieses Bild. Weihnachtslieder bleiben ein Leben lang Chorleiter Gotthilf Fischer hält Weihnachtslieder für besonders wertvoll Cottbus. Für Chorleiter Gotthilf Fischer (88) sind Weihnachtslieder besonders wertvoll. „Weihnachtslieder werden als Kind eingeprägt, das sitzt so tief, dass es bis ans Ende des Lebens bleibt“, sagte Fischer am Dienstagabend vor einem Auftritt auf dem Besuchern sang er Lieder wie „Es ist für uns eine Zeit angekommen“, „Süßer die Glocken nie klingen“ oder „Alle Jahre wieder“. Für ihn gebe es kein schöneres Weihnachtslied als „Stille Nacht“, sagte der 88-Jährige. Überall in der Welt sängen es die Menschen auf Christkindlesmarkt in Karlsruhe. Mit den Gotthilf Fischer Foto: dpa Deutsch. Nachdem die Weihnachtsmarktbesucher „Stille Nacht“ angestimmt hatten, sagte er gerührt: „Sie haben mir eine riesige Freude gemacht.“ Fischer, der in der Nähe von Stuttgart lebt, half noch, einen übergroßen Dambedei anzuschneiden und unter den Sängern zu verteilen. Ein Dambedei ist ein vorweihnachtliches Hefegebäck in der Form eines Männchens, mancherorts wird er auch Stutenkerl oder Klausenmann genannt. dpa/dst Die Entstehung der Weihnachtspyramide geht bis ins Mittelalter zurück. Fotos: Tino Schulz