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02 | 2018 public

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(2) Zur Gewährleistung

(2) Zur Gewährleistung einer geschützten elektronischen Kommunikation zwischen den Bundesministerien wird eine sichere ressortübergreifende Kommunikationsinfrastruktur betrieben. Des Weiteren hat § 3 Abs. 4 einen Bezug zum IT-Angebot: „(4) Gleichartige Aufgaben, wie zum Beispiel aus dem Bereich der internen Servicebereiche, sollen zentral durch ein Ressort wahrgenommen werden, soweit dies zweckmäßig und wirtschaftlich ist.“ Eine weitere Quelle sind die Mindestanforderungen der Rechnungshöfe des Bundes und der Länder zum Einsatz der Informationstechnik (2016). Die Rechnungshöfe adressieren in ihrer Leitlinie implizit die Themenfelder der Norm, weisen allerdings Informationssicherheit als Teil der Governance der IT aus. 3 Im Anhang der Mindestanforderungen referenzieren die Prüfer auf Standards und Normen für die Umsetzung. In Tabelle 2 sind die Grundsätze für den Einsatz der Informationstechnik in der öffentlichen Verwaltung basierend auf der ISO/IEC 38500 zusammengefasst. Sie können als Ausgangsbasis für die Fachaufsicht dienen, welche Strukturen sie bei der nachgeordneten Behörde für den Einsatz der Informationstechnik erwartet. Unter Umständen kommen Themenfelder hinzu, Grundsätze werden erweitert oder detailliert. Wichtig ist, dass es Rahmenbedingungen sind und nicht operative Entscheidungen, denn die beaufsichtigte Behörde soll ihre Aufgaben in eigener Zuständigkeit wahrnehmen. Die Grundsätze sollten langfristig gelten und allgemeingültig sein; man sollte beispielsweise die Einhaltung aller relevanten Gesetze und Vorschriften als Prinzip vorgeben und nicht einzelne, aktuell relevante Regelungen aufführen. Viele Unternehmen haben bis heute noch kein klares Bild von „IT-Governance“ und berufen sich auf Standards wie COBIT, genauer auf umfangreiche IT-Prozessmodelle. Hier heben sich die Grundsätze zur Ausübung der Fachaufsicht der Bundesministerien in Verbindungen mit den Mindestanforderungen der Rechnungshöfe zum Einsatz der Informationstechnik wohltuend ab. Die öffentliche Verwaltung ist nah am Konzept der ISO/ IEC 38500 und der Grundsätze für eine gute Governance der IT – näher als die meisten Unternehmen noch heute. FAZIT Nachdem im Artikel das Konzept der ISO/IEC 38500 für die Governance der IT aus der Corporate Governance hergeleitet und sowohl das EDM-Modell als auch die Grundsätze für eine gute Governance der IT vorgestellt wurden, zeigte sich: Das Konzept kann auf beliebige Institutionen angewendet werden – auch auf die öffentliche Verwaltung. Dabei fällt auf, dass sich die öffentliche Hand mit der IT-Fachaufsicht und den Grundsätzen zum IT-Einsatz inhaltlich bereits erfreulich nah an modernen Governance-Ansätzen wie die der ISO/IEC 38500 orientiert.• LITERATUREMPFEHLUNGEN • Bundesministerium des Innern (BMI): „Grundsätze zur Ausübung der Fachaufsicht der Bundesministerien“, 2008. Online verfügbar auf https://www.verwaltung-innovativ.de • Bundesministerium des Innern (BMI): „Gemeinsame Geschäftsordnung der Bundesministerien (GGO)“, 2011. Online verfügbar auf http://www.verwaltungsvorschriften-im-internet.de • Bundesrechnungshof: „Mindestanforderungen der Rechnungshöfe des Bundes und der Länder zum Einsatz der Informationstechnik – Leitlinien und gemeinsame Maßstäbe für IT-Prüfungen – (IuK-Mindestanforderungen 2016)“, 2016. Online verfügbar auf https://www.bundesrechnungshof.de • Committee on the Financial Aspects of Corporate Governance: „Financial Aspects of Corporate Governance“ (Cadbury-Report), 1992. Online verfügbar unter http://www.ecgi.org/codes/documents/cadbury.pdf • ISACA: „COBIT 5 – Rahmenwerk für Governance und Management der Unternehmens-IT“, 2012. Online erhältlich auf http://www.isaca.org/COBIT/Pages/COBIT-5-german.aspx • International Organization for Standardization (ISO): „ISO/IEC 38500: Corporate Governance of Information Technology“, 2008. • Tricker, B.: „Corporate Governance: Principles, Policies and Practices“, Oxford University Press, Oxford, 2015. • Weill, P.; Ross, J.: „IT Governance“, Harvard Business School Press, Boston, 2004. 3 ISO/IEC sehen Governance der Informationssicherheit als separate Disziplin, da diese auch Informationen erfasst, die nicht elektronisch verarbeitet werden, und stärker den Umgang mit Risiken im Unternehmen betreffen (vgl. ISO/IEC 27014). 30 | .public 02-18 | Management

Veranstaltungshinweis WORKSHOP „AGILE TRANSITION IN DER ÖFFENTLICHEN VERWALTUNG“ 25. Oktober 2018, Frankfurt a. M. Die Dynamik bei der Veränderung von fachlichen Prozessen und den unterstützenden IT-Systemen ist mit klassischen, wasserfallartigen Vorgehensmodellen kaum mehr zu steuern. Behörden setzen daher sowohl in der Anpassung ihrer Geschäftsprozesse als auch in der Softwareentwicklung zunehmend auf agile Methoden. Die grundsätzliche Problemstellung ist dabei für viele Behörden ähnlich. Der Workshop bietet Erfahrungsberichte und Raum für Diskussionen über die Nutzung agiler Methoden in der öffentlichen Verwaltung. Die Teilnehmer haben die Möglichkeit, sich über ihre praktischen Erfahrungen auszutauschen und in einem „Open Space“ Aspekte der agilen Transition zu vertiefen. Der Workshop „Agile Transition in der öffentlichen Verwaltung“ richtet sich an Vertreter aus Organisationsreferaten, Fachbereichen und IT-Abteilungen in Behörden. Referenten • Jörg Schneider, ITZBund, Agile Software Entwicklung und DevOps • Markus Tietz, Bundesagentur für Arbeit, Agile Transition in der Bundesagentur für Arbeit • Thomas Wagner, Bundesverwaltungsamt, Scrum bei einem räumlich verteilten Team • Moderation: Karin Glas, msg Die Teilnahme am Workshop ist kostenfrei. Ausführliche Informationen zum Workshop unter: https://www.msg.group/veranstaltung/workshop-agile-transition-in-der-oeffentlichen-verwaltung

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