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02 | 2013 NEWS

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Der Countdown läuft

Der Countdown läuft Die

Der Countdown läuft Die neue Studie von msgGillardon und dem Handelsblatt zeigt, was sich vor dem Hintergrund von Basel III innerhalb eines Jahres in der Bankenbranche verändert hat. von Georg Müller und Ralf Zimpel Für die Ausgabe 2012 der Studie „banking insight“ hatten wir Fach- und Führungskräfte deutscher Kreditinstitute zu den Implikationen von Basel III für die Geschäftsmodelle der Banken befragt. Die aktuelle Studie „banking insight – Präzisionsarbeit ist gefragt“ zeigt nun erstmals die Entwicklung der Branche innerhalb eines Jahres auf – ein Jahr, in dem sich für die Banken viel getan hat: Im Sommer 2013 wurden die endgültigen Vorgaben der europäischen Umsetzung von Basel III verabschiedet, sodass ihr Inkrafttreten zum 1. Januar 2014 in der EU nun feststeht. Vergleicht man die Erwartungen und die eingeschlagene Geschäftsstrategie vor und nach der Festlegung der Basel-III-Details, zeigen sich einige interessante Entwicklungen. 6 I NEWS 02/2013

Top Story t Der Countdown läuft t Bereits in den vergangenen Jahren hat das Thema „Basel III“ die Bankenbranche beherrscht. Seit dem Sommer 2013 existiert nun eine gesetzliche Grundlage, auf deren Basis die Institute handeln können und müssen. Die Einzelheiten zu den Anforderungen in puncto Eigenkapitalausstattung und Liquiditätsversorgung stehen fest – nun sind die Marktteilnehmer gefordert, alle notwendigen Maßnahmen zu treffen, um diese bis spätestens 2019 zu erfüllen. Die Studie „banking insight 2013“ bildet erstmals die Einschätzungen und strategischen Prozesse des Bankenbereichs vor und nach der endgültigen Umsetzung der Basel-III-Regelungen in Europa ab. Während in der Studie des Vorjahres die Umfrageteilnehmer ihre Einschätzungen, Bewertungen und Prognosen noch auf der Basis von zum Teil vagen Ausprägungen der einzelnen Konditionen abgeben mussten, stehen für die Interviewten der aktuellen Studie die Bedingungen unverrückbar fest. Folgende Trends zum derzeitigen Stand der Vorbereitungen und der praktischen Umsetzung lassen sich aus der Studie ableiten. Die Rahmenbedingungen einmal die Hälfte der Institute nach eigener Einschätzung auf die verschärften Regelungen eingestellt, ein deutlicher Rückgang gegenüber der Einschätzung von 2012. Dies ist u. E. auf die zahlreichen „Last minute“-Änderungen im Rahmen der finalen Abstimmungen im EU-Gesetzgebungsverfahren sowie auf den nach wie vor erheblichen Konkretisierungsbedarf der Ausführungsbestimmungen durch die EBA zurückzuführen. Die zahlreichen regulatorischen Initiativen, die die neuen Eigenkapital- und Liquiditätsstandards ergänzen, haben dagegen keinen besonderen Einfluss auf die Vorbereitungen bzw. die Umsetzung von Basel III. Die große Mehrheit der Banken fühlt sich von diesen Maßnahmen der letzten Monate nicht in ihrer Basel-III-Strategie beeinträchtigt. Die Reaktionen der Banken Der größte Handlungsdruck besteht unverändert in der Stärkung der Kapitalbasis. Nach den im Januar vom Baseler Ausschuss beschlossenen Erleichterungen bei der Liquiditätskennziffer LCR scheint sich die Lage hinsichtlich der Erfüllung der Liquiditätsvorschriften leicht zu entspannen. Die endgültigen Leitplanken für Eigenkapital und Liquidität stellen für jedes Institut unverändert eine große Herausforderung dar. > > Nach dem aktuellen Meinungsbild der Umfrageteilnehmer sind ihre Institute doch noch nicht so gut auf Basel III vorbereitet, wie sie im Jahr zuvor angenommen hatten. Der Stand der Vorbereitungen wurde 2012 zu optimistisch eingeschätzt, wobei Basel-III-Effekte teilweise durch die Herausforderungen der Niedrigzinsphase überlagert werden. > > Die Genossenschaftsbanken, die 2012 ihren Umsetzungsstand noch optimistisch einschätzten, sind nunmehr in diesem Punkt die mit Abstand skeptischste Bankengruppe. Unabhängig hiervon besteht weiterhin großer Nachholbedarf über alle Bankentypen und -größen hinweg – sowohl für das Neu- als auch für das Bestandskundengeschäft. Insgesamt ist noch nicht Die nach wie vor beliebteste Maßnahme der Banken, die hohen Eigenkapitalanforderungen im Rahmen von Basel III zu erfüllen, ist eine Kapitalerhöhung. Aber auch der Abbau von Risikoaktiva steht unverändert weit oben auf der Agenda. Hier liegt der Fokus auf dem Management der risikogewichteten Aktiva sowie der Optimierung der Modelle zur Risikomessung. Allerdings gehen viele Umfrageteilnehmer – wenn auch weniger als im Vorjahr – weiterhin davon aus, dass ihr Institut künftig zusätzlich die Kreditvergabe an Firmen- und Privatkunden einschränken muss. Neue aufsichtsrechtliche Initiativen zur Korrektur von Fehlentwicklungen, die Einführung der nicht risikosensitiven Verschuldungsgrenze (Leverage Ratio) sowie die Niedrigzinspolitik der Notenbanken lassen hier jedoch einen Trend zur Rekalibrierung bisher verfolgter Strategieansätze erkennen. So zeigt die Diskussion um die Harmonisierung der internen Modelle zur Risikomessung Wirkung. Deutlich weniger IRB-Banken ziehen einen Wechsel vom Basis- in den fortgeschrittenen Ansatz in Erwägung. NEWS 02/2013 I 7

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