Aufrufe
vor 2 Jahren

MUY BIEN Dezember 2017

  • Text
  • Gran
  • Playa
  • Canaria
  • Weihnachten
  • Ente
  • Maritim
  • Gusto
  • Cita
  • Europa
  • Rainbow
In der Weihnachtsausgabe sind die Themenschwerpunkte natürlich bei...:-) Ente essen, Weihnachtsmarkt, festliche Rezepte...

Ich Tarzan, du Jane...

Ich Tarzan, du Jane... eine (nicht nur) kulinarische Liebesgeschichte ...so begann es vor vielen Jahren in Äthiopien zwischen Ivan und seiner Frau. Der Italiener war im Rahmen eines Hilfsprojektes mehrere Wochen in Afrika und lernte nicht nur Land, Menschen und Essen lieben sondern auch seine Ganad. Kurzerhand nahm er sie mit in seine Heimat, und sie eröffneten ein erfolgreiches äthiopisches Restaurant. “Es war anfänglich sehr schwierig, den kulinarisch sehr schnell lebenden Italienern die gemütliche Essensweise der Afrikaner beizubringen, aber der Geschmack und unsere Herzlichkeit setzten sich durch.” Vor etwas über einem Jahr verliebten sie sich dann erneut - dieses Mal in Gran Canaria, und sie schmiedeten den Plan, hierher auszuwandern. “Gran Canaria ist Afrika etwas ähnlich. Es liegt ja quasi gleich ums Eck. Und auch kulinarisch gibt es einige Überschneidungen. Nicht nur, dass wir auch hier gemütlich Tapas essen, sondern gerade auch solche Dinge wie Linsen und Kichererbsen sind weit verbreitet.” Ivan macht uns die Bestellung leicht. Es gibt zwar alle Vorspeisen und Hauptgänge auch einzeln zu bestellen, aber eben auch als gemischte Platten. Wir bestellen eine Vorspeisenplatte und als Hauptgang ein Bayainet. Wir sind heute zu viert unterwegs. Keiner von uns hat je zuvor äthiopisch gegessen, und die Gefühle reichen von skeptisch über misstrauisch bis hin zu neugierig interessiert. Wir machen es uns gemütlich...auf dem Boden, ohne Schuhe mit Kissen und kleinen Tischen. Bevor es mit dem Essen losgeht, kommt die Kellnerin mit einer Kanne warmem Wasser, Seife und einem Handtuch an unseren Platz. Wir waschen uns die Hände...mitten im Restaurant. Die Erlebnisgastronomie beginnt, und es folgen 2,5 tolle Stunden. Vorweg bekommen wir etwas hausgemachtes Brot und einen scharfen grünen Tomatendip. Köstlich, aber scharf. Ivan erzählt uns, dass der Dip quasi der Schärfetest für die Gäste ist. Denn er ist ihr schärfstes “Gericht”, und alle anderen könne man dann auch sehr gut essen. Tatsächlich haben wir heute auch 4 sehr unterschiedliche Zungen in Bezug auf das Schärfeverhalten dabei. Kimi verträgt gar keine Schärfe, gefolgt von Diana, Christian bildet die Mitte und Michael ist hart im Nehmen. Kimi und ich sind bei dem Dip raus. Natürlich haben wir probiert, und er ist wirklich lecker fruchtig, aber für uns zu scharf. Die beiden Männer kommen gut klar, und Michael ist sogar richtig begeistert. Weiter geht es zur Vorspeisenplatte. Toll präsentiert, klärt uns Ivan über die Leckereien auf: Wir haben dreierlei Sambusa (gefüllte Teigtaschen mit Linsen, Rindfleisch und Mais), Falafel (Kichererbsenkugeln), Teclal (Rouladen aus äthiopischem Brot mit Linseneintopf) und Kichererbsenhumus. Dazu wird angekrosstes Injera, ein unglaublich leckeres äthiopisches Brot, mit einem sehr würzigen Öl gereicht. Jede Vorspeise findet in unserer Gruppe ihre Fans. Wir Mädels finden die Mais-Sambusa mega-lecker, und die Jungs tendieren mehr zur Rindfleisch-Sambusa. Das angekrosste Injera mundete uns allen, egal ob mit scharfem Dip oder ohne! Das Kichererbsenhumus – das Beste, was wir je gegessen haben. Für 8,50 € jetzt schon ein Feuerwerk an neuen Eindrücken. Und das soll für heute noch nicht alles bleiben. Seite 50 MUY BIEN

I Tarzan, You Jane …. A (not only) culinary love story … which began several of years ago in Ethiopia between Ivan and his wife. The young Italian had travelled to Africa for some weeks with an NGO and grew to love its land, people, food and his love Ganad. Shortly thereafter he returned with her to his home country and they successfully opened an Ethiopian restaurant. “It was hard at first to teach the quickly changing Italians, the relaxed African way of eating. However, our flavour profile and our warmth has gotten to them.” Little over a year ago, they fell in love again - only this time with Gran Canaria and together decided to emigrate. “Gran Canaria and Africa are alike. We’re neighbours, and our culinary styles overlap. Not only do we also love tapas. Chickpeas and lentils are widespread in our cuisine.” With Ivan’s help ordering was easy. You can order starters and mains as single dishes but you can also choose a mixed platter of each. We decide on a starter platter and for our mains a shared bayainet. Today we have come as a quartett. No one has ever tried Ethiopian food and our feelings range from sceptical to suspicious and from curious to interested. We take a seat and make ourselves comfortable… on the floor, without shoes or cushion, instead we sit around small tables. Before the food arrives, our waitress hands us a pot of hot water, soap and towels. We wash our hands … in the middle of the restaurant. Our restaurant experience begins and two and a half great hours lie before us. To start off with we are handed homemade bread with a spicy green tomato dip. It is delicious, but rather spicy. Ivan explains the dip is practically a hotness test for the customer. It is their hottest “dish”, everything else is less spicy and easier to eat. Today our quartet is made up of 4 different spice levels. Kimi cannot take anything spicy, followed by myself, Christian is in the middle and Michael is the toughest. The dip proves to be too much for Kimi and myslef. We did try it and it was indeed fruity, however it was just too hot. Both men are happily digging into it, Michael is absolutely thrilled with it. On we move to the starters, which have been amazingly presented. Ivan explains each component on the platter: a sambusa trio (stuffed pastries with lentils, beef or corn), falafel (fried chickpea balls), teclal (bread roulades with lentil soup) and hummus served with crispy injera (Ethiopian bread) and a spicy, tangy oil. Each one of us soon finds their favourite starter. The girls love the corn sambusa which are mega delicious yet the men prefer the beef sambusa. We all enjoyed the crispy injera with or without the dip! The hummus - the best we ever had. For 8,50€ it has already been a firework of sensations, and that has not been all today!

Muy Bien Magazine

MUY BIEN März/April 2018
MUY BIEN Dezember 2017
MUY BIEN September/Oktober 2017
© 2017 Kundenbinderei.com. All Rights Reserved