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MUY BIEN Januar/Februar 2018

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Roedjak - eine gebackene

Roedjak - eine gebackene Banane kommt mit 2 verschieden scharfen Sambals. Sambal ist eine dickflüssige Chilli-Würzsauce. Es gibt über 300 Verschiedene und einige von ihnen sind höllisch scharf. Ron erklärt uns, dass seine Küche schon sehr nah am Original ist - nur, was die Schärfe angeht, nimmt er Rücksicht auf den europäischen Gaumen. Und wenn es doch zu scharf wird? Kein Problem - wir lernen jetzt eine wirklich geniale Erfindung kennen: Brennt der Mund, dann neutralisieren wir einfach mit Seroendeng. Hierbei handelt es sich um eine Mischung aus geriebenen Erdnüssen und Kokosnuss. Schmeckt wunderbar und die Schärfe verschwindet im Nu. Wir kosten die Satays - kleine Spiesse mit Hähnchen und Schwein in einer Erdnuss-Sauce. Schon wieder ein ganz anderer Geschmack und schon wieder ganz hervorragend. Wir fühlen uns an unseren Besuch im Etiopico Afrika erinnert, über das wir in der Weihnachtsausgabe berichteten. Auch dort waren wir von den unterschiedlichen Geschmäckern begeistert. Ist es hier noch besser? Nein, besser wäre der falsche Ausdruck - es ist anders und mindestens genauso klasse. “Ron, welches Gericht magst du am Liebsten? Ganz klar Rendang.” Rendang liesse sich vielleicht mit einem Gulasch vergleichen. Es ist ein scharfes Gericht, meistens aus Rindfleisch, aber auch mit Lamm, Huhn oder Ente gekocht. Es ist mittlerweile auch außerhalb Indonesiens sehr beliebt und wurde 2011 bei einer Onlinebefragung von CNN International zum schmackhaftesten Gericht der Welt gewählt. Wir haben vor uns die Rindfleischvariante. Das Fleisch ist fettfrei und ein wenig trocken. Das ist insbesondere dem Tourismus geschuldet und ein Problem, das wir hier in vielen Restaurants zu schmecken bekommen. Fett am Steak? Bitte wegschneiden - die Touristen wollen das nicht. Für mich ist es das schwächste Gericht, Diana findet es gut und unsere Praktikantin Melina meint: richtig klasse. Ja, so unterschiedlich können Geschmäcker sein. Wie kommt man darauf, auf Gran Canaria ein indonesisches Restaurant zu eröffnen? Ron hat indonesische und niederländische Wurzeln und ist erst seit wenigen Jahren auf der Insel. Neben seiner Leidenschaft als Koch fühlte er sich zu Sozialem berufen - der Beschäftigung mit geistig behinderten Kindern. So machte er eine weitere Ausbildung zum Pädagogen und adoptierte mit seinem Mann 8 Kinder. Da auch sein leiblicher Sohn behindert ist und das Klima Gran Canarias sich positiv auf die Gesundheit auswirkt, zogen sie gemeinsam auf die Sonneninsel. Aber wir wollen noch ein wenig vom Essen schwärmen. Bei anderen Asiaten sieht man mich eigentlich nie Nudeln essen. In einem der Schälchen entdecke ich Nudeln mit Hühnchen – na gut – ich probiere natürlich und hey...KLASSE! Was ist mit den Sajoer Bohnen? Schon wieder eine Zutat, die nicht zu meinen Lieblingen gehört und schon wieder denke ich: Wow – Wie machen die das? Hier findet sich allerdings Dianas schwächstes Gericht – sie löffelt lieber vom Sajoer lodeh – dem gemischten Gemüse in Kokosnuss-Sauce. Ja und dann gibt es noch würzige Garnelen, Eier in Sambal, geschmortes Schwein in Sojasauce, Tofu-Eier Omlett ... und, und, und. Was eigentlich nie vorkommt, erleben wir heute: Wir bekommen nicht alles auf und kapitulieren bevor der Bauch platzt. Trotzdem würden wir immer wieder die grosse Reistafel bestellen – die Auswahl an unterschiedlichsten Gerichten macht einfach verdammt viel Freude. Seite 46 MUY BIEN

Roedjak – a baked banana served with two different spicy sambals. Sambal is a thick chilli spice sauce. There are over 300 different ones and some are extremely hot. Ron explains that his dishes are pretty much the same as Original Indonesian ones – simply the hotness had to be adjusted to European standards. And if you are unlucky and one is indeed to hot? No problem – we have discovered a genius invention: if your mouth is burning up then neutralise it with seroendeng. It consists out of a mix of coconut and peanuts, tastes incredible and the spiciness will soon disappear. We try the satays – small skewers with chicken or pork in a peanut sauce. Once again an entirely different flavour and once again delicious. We are subtly reminded of our last issue, where we visited the Etiopica Afrika. There we were also dazzled by all the different tastes. Is this place better ? No, we wouldn’t say it is better – it is different but just as good. „Ron, which is your favourite dish?“ „Obviously the rendang“. You can compare rendang with a goulash. It is a spicy, hot dish made with beef or lamb, chicken or duck. It has become popular worldwide in recent years, as proven by an online questionnaire done by CNN in 2011 where it was named the tastiest recipe of the world. We are now served the beef version, the meet is fat-free but a little dry. Removing the meat is consequence of the increasing tourism on the island, it is a common occurrence – most tourist would prefer the fat removed. Fat on your steak? Please, trim it off – most tourist do not want it. Form e it is the weakest dish, Diana likes it and our intern Melina thinks it is great. Indeed, it shows how different tastes can be. How do you come up with the idea of opening an Indonesian restaurant in Gran Canaria ? Ron has Indonesian and Dutch roots and has only been on this island for a few years. Apart from his passion for cooking he also wants to help the less fortunate: he works with mentally disabled children. He completed a pedagogy course and adopted 8 children with his husband. As his own son is also disabled and the Canarian sun improves his health, they decided to emigrate together to the sunny island. Nonetheless, we would like to romanticize about the food a little longer. Whenever we visit another Asian restaurant you will never see me eat noodles. In one of our plates I can see some noodles with chicken – and ok, I’ll give it a go ... and hey... AMAZING! What is up with those sajoer beans? Again, an ingredient that I don’t like much but I am still thinking: wow – how did they manage that? Now, we have also found Diana’s least favourite food – she prefers to eat some Sajoer Iodeh – mixed vegetables with coconut sauce. In fact, there are so many more treats: tangy prawns, eggs in sambal sauce, braised pork in soy sauce, tofu egg omelette, and, and, and. Normally, this never happens to us, but today we have been unlucky: we can’t eat up everything and leave before our stomach explodes. Still, we would always order the large Rijsttafel – the larger portion of differing dishes is great fun. MUY BIEN Seite 47

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