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BEMER Sonderdruck

14NETWORK-KARRIEREHERAUSFORDERUNG CHRONISCHER ERKRHaben wir zu viele oder zu wenigeGesundheitsdienstleister? Gestaltetsich unsere medizinische Versorgungeffizient. oder verspielen wirunsere Zukunft? Brauchen wir mehrInnovationen oder mehr generischeAnsätze? Soll der Staat gar alles regeln?Kann und muss nicht jeder Einzelnemehr Verantwortung – auchfinanzieller Art – übernehmen? Dieseund ähnliche Fragen werden seitJahren kontrovers diskutiert, wobeidie jeweiligen Antworten nicht unterschiedlichersein könnten.mit dem im Akutbereich gut funktionierendenVersorgungsansatz derzur Epidemie angewachsenenchronischen Krankheitenzu begegnen. Und:versagt! Nur zugebentrautsich daskeiner.und den Zellen der anderen Organeeinschließlich der zellulärenund humoralen Immunantwort.AlleVorgängespielensich aufdenDabei ist die Ausgangslagemehr als eindeutig. Im 19.Jahrhundert starben 80 Prozentaller Menschen an Infektionskrankheiten,1930 waren es noch immerhinknapp 50 Prozent. Im Gegensatzdazu, versterben seit1980 nur noch 1 Prozent allerMenschen in Deutschland, Österreichund der Schweiz an diesenAkuterkrankungen. Somitbleibt zu konstatieren, dass dieAkutversorgung gelernt ist undauch funktioniert (bis auf wenigeAusnahmen, die die Medien immergern strapazieren, um pauschaldas gesamte Gesundheitswesenund seine Beteiligten zu diskreditieren).Doch: Die Menschen sterbenimmer noch. Allerdings hat sichder Grund dafür in nur einem halbenJahrhundert komplett gewandelt: nichtmehr Kriege, Epidemien oder Verletzungenbilden das Gros der letalenEreignisse, sondern chronischeErkrankungen, an denen inzwischen9 von 10 Menschen in den Industriestaatenversterben.25 Prozent aller Menschen in Deutschlandleiden an chronischen Krankheiten.Schätzungsweise 7 Millionenleiden an chronischen Rückenschmerzen,6 Millionen an Kniegelenksarthrose,4 Millionen an Polyarthrose und1,5 Millionen an entzündlich-rheumatischenErkrankungen. 3,5 MillionenMenschen leiden an einer behandlungs-bedürftigen Depression, 1,4Millionen an Demenz, 1.2 Millionen anMorbus Alzheimer, 800.000 an Schizophrenie.300.000 Menschen erleidenpro Jahr einen Herzinfarkt, alle 2Minuten ereignet sich ein Schlaganfall,jedes Jahr nimmt die Anzahl derTyp 2-Diabetiker in der Größe einerStadt wie Karlsruhe zu und europaweitverstirbt jedes Jahr eine Stadtmit der Ausdehnung von Hamburgan Krebs. Auf Grund der Geriatrisierungunserer Gesellschaft werdensich innerhalb der nächsten 20 Jahredie Anzahl der Krebs- und der Alzheimerpatientenverdoppeln bzw. dieAnzahl der Pflegebedürftigen wahrscheinlichverdreifachen.Trotz dieser, sich im Vergleich vornoch wenigen Jahrzehnten absolutgeänderten Morbidität und Mortalitätversucht das Gesundheitssystem seitJahren und Jahrzehnten unter demEinsatz eines Multimilliarden-InvestsSchulddaransind wederdie Kassen,noch die Ärzte oderandere Heilberufler,die jeder für sich das Bestefür ihre Patienten wollen.Schuld ist vielmehr ein überkommener(nicht falscher!) Versorgungsansatz,der eben im Akutbereich prächtigfunktioniert, aber der nicht Eins zuEins auf chronische Erkrankungenübertragbar ist.Akut- versus ChronikerversorgungWorin liegt der entscheidende Unterschiedzwischen der Akut- und derChronikerversorgung? Ein distinktivesMerkmal ist das Ausmaß des Einflusses,den der Patient auf seine Heilungoder seinen Therapieerfolg hat. Beiakuten Erkrankungen hat der Patientvergleichsweise wenig eigenen Einflussauf seine Genesung. Er ist zumBeispiel auf ein wirksames Antibiotikumoder auf einen guten Operateurangewiesen. Bei diesen klassischenBeispielen muss der Arzt seine Patientenim Wesentlichen darüber aufklären,was vor allem die Medizin fürden Patienten tun kann. Die weitereKommunikation besteht im Prinzipdarin, dem Patienten zu erklären, waser über die ärztlichen Therapiemaßnahmenhinaus zu tun oder zu lassenhat – eine Vorgehensweise, die im Falleder Akutversorgung absolut ange-messenist undsich bewährt hat. Die Rolledes Patienten: Er hat einzig und alleinedie Entscheidung, ob er entsprechendbehandelt werden möchteoder auch nicht.Im Laufe der letzten Jahrzehnte habensich jedoch die Bedarfslagengrundlegend verändert. Heute kommenvor allem Patienten mit Rückenschmerzen,Herzkreislauferkrankungen,Typ 2-Diabetes, Depression unddie Raucher mit COPD (chronischobstruktive Lungenerkrankung) (odereiner Mixtur davon, sprich Multimorbidität)in unsere Arztpraxen undKrankenhäuser. Das führt dazu, dassvor allem die Hausärzte bis zu 85Prozent ihrer Zeit nur für diese fünfErkrankungen aufbringen müssen.Neu an diesem Morbiditätssetting ist,dass nicht der Arzt, sondern der Patientselbst den größten Einfluss aufseinen Therapieerfolg hat.Die Fähigkeit zur Förderung desSelbstmanagements von Patientenmit einer chronischen Erkrankung erfordertein umfassendes Betreuungskonzept,das alle Heilberuflerinklusive der Patientenorganisationen,Krankenkassen bzw. der Industriegleichermaßen einschließt.Vor allem in der Kommunikation mitden Patienten gilt es umzudenken.Es geht nicht mehr nur um die bloßeVerordnung von Medikamenten, sondernum ein grundsätzliches Verständnisfür die Einstellungen, Sorgen undBedürfnisse der Erkrankten.Somit: Falls wir den Patienten nichtin den Mittelpunkt des Interesses stellen,entwickeln sich die fünf großenVolkskrankheiten, die 88 Prozent derderzeitigen Ausgaben verursachen- unabhängig vom menschlichen Leid- zur Klimakatastrophe unserer Volkswirtschaft.Mikrozirkulation und Vasomotion,Gesunde Organe und funktionalesGewebeDie Mikrozirkulation umfasst alleTransportphänomene des Stoffaustauschesund der humoralen Informationzwischen dem „Organ“ Blut„Transitstrecken des Stoffaustauschs“im feingeweblichen Bereich von Arteriolen,Venolen, Kapillaren und deninitialen Lymphgefäßen ab. Auf Grunddieser Faktoren ist die Mikrozirkulationder funktionell wichtigste Teil desBlutkreislaufes und seine Bedeutungfür unsere Gesundheit klar ersichtlich.Eine Vielzahl von Erkrankungen wirddurch Störungen der Mikrozirkulati-08.2015

15ANKUNGENon verursacht oder zumindest in ihremVerlauf durch sie beeinflusst. Innerhalbder Mikrozirkulation ist derlokale Regulationsmechanismus derspontanen, autorhythmischen Vasomotionin den kapillarnahen Arteriolenund Venolen, der quasi als pulsatileKomponente die Entmischungsphänomenezwischen Blutplasmaund Blutzellen und damit den Verteilungszustanddes Blutes in den mikrovaskulärenNetzwerken beeinflusst,von elementarer Bedeutung.Ein Weg, eine gestörte Mikrozirkulationtherapeutisch zu beeinflussen, istdabei die Wiederherstellung einer„normalen“, spontanen autorhythmischenVasomotionsfrequenz, da diesebei andauernder Belastung desOrganismus oder bei Krankheit einerklinisch relevanten Einschränkung unterliegt.Wissenschaftliche Nachweise zurEffizienz der BEMER BehandlungDurch den Einsatz der BEMER-Systememit dem Zusatzsignal zur Vasomotionsstimulationwerden folgendeMerkmalsänderungen in der Mikrozirkulationnachgewiesen: Erhöhungle vonLeukozyten,wie vermehrteAdhäsionundTransmigration.Heute ist dieBEMER-Technologieund ihre Anwendungmittels speziellerApplikationssysteme einewirksame, gezielte, physikalischeBehandlungsmethode bei Erkrankungenmit einer gestörten Mikrozirkulation.Da pharmakologische Interventionenvor allem im Bereich der kleinkalibrigenArteriolen mit autoryhtymischerVasomotion äußerst limitierteine gestörteMikrozirkulationungünstig beeinflusstwerden, dannwird die medizinische( s .BeitragFred Unrath).Prof. Dr. Dr. Fred HarmsUnd was sagt dereiner zuvor erniedrigten Frequenzspontaner Vasomotionsschwingungen,gesteigerter arteriolärer undvenulärer Strömungsfluss, Zunahmeder Anzahl blutzellperfundierter Kapillareund damit verbesserter Verteilungszustanddes Blutes im mikrovaskulärenNetzwerk, vermehrtevenolenseitige Sauerstoffausschöpfungund wirksame Beeinflussung immunologischerVerhaltensmerkmasind,stellt die physikalische GefäßtherapieBEMER eine fast konkurrenzloseBehandlungsoption zur Verbesserungder Mikrozirkulation dar.Bedenkt man, dass eine gestörteMikrozirkulation als Ursache zahlreicherGefäßerkrankungen erkannt wordenist und viele der sogenanntenVolkskrankheiten (Rückenschmerzen,Diabetes Typ 2, Herz-Kreislauferkrankungenusw.) in ihrem Verlauf durchals auch volkswirtschaftliche Bedeutungdieses adjuvanten bzw. komplementärenTherapiekonzeptes deutlich.Auch wenn die medizinisch relevantenWirkungen der physikalischenGefäßtherapie BEMER keinenErsatz für etablierte Behandlungskonzepteimplizieren, stellen sie doch beizahlreichen Indikationen bzw. Indikationsfelderneine wirkungsvolle,thera pieoptimierende Ergänzung darMarkt?Im Rahmen der gesetzlich vorgeschriebenenMarktbeobachtung vonzertifizierten Medizinprodukten, dieüber den Zeitraum von April 2011 bisMärz 2013 anhand von 658 validiertenPatientenfragebögen vorgenommenwurde, hat sich gezeigt, dassbasierend auf drei wissenschaftlichanerkannten Skalen zur Beurteilungder Schlafstörung (Jenkins Score),dem Schmerzempfinden nach Borgund dem SF12 zur Darstellung desphysischen Gesundheitszustands (Lebensqualität)es in allen Bereichenzu einer signifikanten Verbesserungklinischer bzw. psychischer Parameterkam. Innerhalb des Patientenkollektivslitten 72 Prozent der Befragtenan Beschwerden des Stütz- und Bewegungsapparates.Bei 48 Prozentder Teilnehmer dieser Untersuchung,von denen mehr als die Hälfte (ca.70 Prozent) die Beschwerden seitmehr als einemJahr hatten, zeigte sich eineVerbesserung des Gesundheitszustandes.Bei weiteren 20 Prozent derPatienten kam es zu einer teilweisenVerbesserung.FazitIn diesem Sinne profitierten 2/3 allerAnwender von der physikalischenGefäßtherapie BEMER. Dieses Ergebnisdokumentiert, was möglichist, wenn Patienten mit relevanten,komplementären Technologien undder Initiative zum Management dereigenen Erkrankung unter der Schirmherrschafteines geschulten Therapeutendie Initiative ergreifen. Genauhier liegt die Zukunft unseres Gesundheitssystems.Genau an dieserSchnittstelle leistet die BEMER Int.AG in Liechtenstein einen kontinuierlichenBeitrag zur Verbesserungder Betreuung von Patienten.

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Network-Karriere / Ausgabe 10/14 - "10 Jahre"

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