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NK 01_2017

8 BRANCHE ANDREA NAHLES

8 BRANCHE ANDREA NAHLES VERÖFFENTLICHT DAS WEISSBUCH ZUR „ARBEIT DER ZUKUNFT“ Die Arbeitswelt unterliegt einem radikalen Wandel. Grund dafür ist die auf allen Gebieten vehement zunehmende Digitalisierung. Viele haben Angst um ihren Arbeitsplatz – nicht unbegründet, denn Busse ohne Fahrer sowie Roboter als Pflegepersonal in Krankenhaus und Alten heim haben das Stadium der reinen Zukunftsvision längst hinter sich gelassen. Und schon heute steht fest, dass das Problem der Arbeitsplatzsuche für den Betroffenen aufgrund fehlender Ausbildung und Qualifizierung gravierend sein wird. Die Direktvertriebs-Branche aber scheint sich in Anbetracht der neuen Situation entspannt zurücklehnen zu können. Wir beginnen erst langsam „ zu verstehen, wie nachhaltig die Digitalisierung unsere Wirklichkeit bereits verändert hat, mit welcher Geschwindigkeit sie Medien, Wirtschaft und Alltagskultur durchdringt und völlig neu ordnet“, so die Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles. Zusammen mit Wirtschaft und Gewerkschaft hat ihr Haus im April 2015 einen Dialogprozess gestartet, um gemeinsam zu überlegen, wie Arbeit 4.0 gestaltet werden soll. Recherche vor Ort Dabei hat sich die Ministerin auch im Direktvertrieb umgesehen. Im Oktober 2015 stattete sie dem Hersteller und Vertreiber von Magnetschmuck, ENERGETIX, in Bingen einen Besuch ab, um dort – neben der Begeisterung über den exklusiven Designschmuck – in vielen Punkten Übereinstimmung mit den eigenen zukunftsorientierten Überlegungen festzustellen. „Ich sehe, unsere Grundideen liegen nah beieinander“, so die Ministerin zu Inhaber und Geschäftsführer Roland Förster. Vor allem das erfolgreich eingesetzte internationale und interaktive Online-Training, mit dem ENERGETIX seine weltweiten Geschäftspartner für den Einsatz des ENERGETIX-Management-Systems fit macht, beeindruckte den Besuch aus Berlin. „Weiterqualifizierung in computerbasierten Fähigkeiten“ lautet jetzt dazu im Weißbuch das entsprechende Schlagwort. Bewerber suchen nach dem besten Job Schon heute steht fest, dass mit dem demografischen Wandel die Situation an der Arbeitsfront ein anderer geworden ist: Die Betriebe haben nicht mehr die Wahl aus einer Fülle an Bewerbern, sondern die Bewerber suchen nach dem besten Job. Und sie werden wählerischer und anspruchsvoller. Individueller, familienfreundlicher und wertschätzen der wollen sie behandelt werden, so die grundsätzlich gewandelte Anspruchshaltung. Bei vielen Betrieben, die den Zeichen der Zeit noch hinterherlaufen, dürfte diese festzustellende Entwicklung einen erheblichen Umdenkprozess in Gang setzen. Weiterqualifizierung ist gefragt Eine Folge des demografischen Wandels ist weiterhin, dass die Menschen länger arbeiten wollen, immer häufiger auch über die gesetzliche Altersgrenze hinaus. Gerade für die Auf einen Blick: Was sich die Menschen vom Job der Zukunft wünschen, liest sich wie eine Insider- Beschreibung der Tätigkeit im Direktvertrieb. ❙ flexible Arbeitszeiten ❙ Homeoffice statt Anwesenheitspflicht ❙ Vereinbarkeit von Karriere und Familie ❙ Wertschätzung ❙ ausgewogene Work-Life-Balance ❙ Weiterqualifizierung in computerbasierten Fähigkeiten ❙ persönliche Erfüllung ❙ Glück, Zufriedenheit, Selbstentfaltung ❙ Sinn und Freude ❙ Spaß bei der Arbeit 01.2017 Die Grundideen liegen beieinander: Andrea Nahles und Roland Förster beim ENERGETIX-Besuch der Ministerin in Bingen. ältere Generation ist die stetige Weiterqualifizierung wichtig. Das Thema Digitalisierung verlangt vor allem im Alter immer wieder ein Update, um bei rasanter Entwicklung nicht den Anschluss zu verlieren. Hier aber hapert es nach einer Studie der Vodafone-Stiftung, die an den Weißbuch-Diskussionen ebenfalls beteiligt ist: Nicht einmal zehn Prozent der befragten Arbeitskräfte sieht sich von ihren Vorgesetzten beim Thema Weiterbildung ausreichend unterstützt. Fest steht jedoch, dass computerbasierte, technologische Fähigkeiten immer mehr zu den Grundqua lifikationen gehören werden und zwar unabhängig vom Alter des Beschäftigten. Homeoffice ist in Digitalagierende Firmen sowieso, aber auch immer mehr der sonstigen Neugründungen machen es vor, dass neue Technologien neue Arbeitsstrukturen schaffen: Anwesenheitspflicht und Stechuhr waren gestern; heute kann Arbeit oftmals im Homeoffice erledigt werden und zwar flexibel und individuell. Grund hierfür ist nicht zuletzt ein verändertes Rollenverständnis. Das Alleinverdiener-Modell gehört der Vergangenheit an. Heute wollen beide Eltern teile arbeiten und auch Karriere ma chen. Eltern wissen aber auch, dass das nur mit individueller Organisation des Alltags möglich ist, also bei freier Zeiteinteilung. Nahles plant be reits eine zweijährige Experimentierphase, um flexibles Arbeiten in Deutschland zu ermöglichen. Am Ende eines positiven Ausgangs könnte eine entsprechende Änderung des Arbeitszeitengesetzes stehen. Öfter mal die Sinnfrage stellen Praktizierte Gleichberechtigung, die Auflösung traditioneller Rollenbilder, Vereinbarkeit von Karriere und Familie – all das ist Ausdruck eines Wunsches nach einer ausgewogenen Work-Life-Balance. Man will nicht eines Tages bereuen – wie man es noch bei vorangegangenen Generationen erlebt hat – im Leben zu viel gearbeitet und dabei die Sinnfrage nicht laut genug gestellt zu haben. Der Stellenwert der Arbeit Arbeit der Zukunft erfährt deshalb gerade eine grundsätzliche Änderung. Arbeit soll Spaß machen. Eine aktuelle Shell-Jugendstudie belegt: Nicht die Karriere ist das oberste Ziel, sondern die persönliche Erfüllung. Die neue Generation will sich im Job verwirklichen und gleichzeitig Zeit fürs Private haben. Glück, Zufriedenheit und Selbstentfaltung rücken ins Zentrum durch eine Arbeit, die nicht nur den Lohn einbringt, sondern Sinn und Freude bereitet. Direktvertrieb ist schon da, wo Nahles hin will Viele Direktvertriebe arbeiten schon heute nach diesen Leitbegriffen. Roland Förster weist auf die Vision von ENERGETIX hin, die seit Jahren Orientierung gibt: „Den Menschen die Chance auf ein erfülltes Leben zu bieten in einem Beruf, der Freude und Spaß macht und hilft, Wünsche und Träume zu erfüllen.“ Was will man mehr? Die öffentliche Diskussion zum Thema „Arbeit der Zukunft“ zielt darauf ab, diese programmatische Vision mit Inhalt zu füllen. Der Abschlussbericht des groß angelegten Projekts erwartet uns im kommenden Frühjahr. Man darf gespannt sein. www.energetix.tv Mit dem Weißbuch fasst das Bundesministerium für Arbeit und Soziales seine Schlussfolgerungen aus dem im April 2015 gestarteten Dialogprozess „Arbeiten 4.0“ zusammen. Mit dem Grünbuch wurden konkrete Fragen aufgeworfen. Der Diskussionsentwurf des Weißbuchs, veröffentlicht im November 2016, formuliert erste Antworten auf diese und stellt die Schlussfolgerungen aus diesem Dialogprozess vor. Das BMAS möch te damit eine breitere gesellschaftliche Debatte dokumentieren und darüber hinaus einen Impuls zur gesellschaftlichen Gestaltung der Zukunft der Arbeit setzen. Tino Sielaff arbeitet als Krankenpfleger und seit 2011 mit dem zweiten Standbein als selbstständiger Geschäftspartner von ENERGETIX. „Der Job mit dem Magnetschmuck ist für mich der ideale Ausgleich zu Stress und Hektik im Krankenhaus. Es macht einfach nur Spaß. Du triffst eigentlich nur nette und zufriedene Menschen. Eine große Hilfe ist das Management- System. Man erledigt die ganze Organisation von zu Hause aus, immer dann, wenn gerade Zeit ist. Für mich einfach perfekt.“ Nicole und Robert Fritz – sie arbeitet als mobile Friseurin, er als selbstständiger IT- Berater. Beide sind in ihren Berufen sehr erfolgreich und beide sehen ihre Zukunft trotzdem bei ENERGETIX. Denn: „Es macht einfach nur Spaß. Wir haben tägliche Erfolgserlebnisse“, so Robert Fritz. Ihre Tätigkeit mit ENERGETIX begann 2012. Heute zählen sie zu den erfolgreichsten Geschäftspartnern: „Wir freuen uns auf die Hauptberuflichkeit!“

BRANCHE 9 STATT WEIHNACHTSGESCHENKE ZU KAUFEN UNTERSTÜTZT BEMER DEN MÜNCHNER KÄLTEBUS Seit 2012 versorgt der Münchner Kältebus Obdachlose und Hilfsbedürftige mit warmen Speisen und Getränken. BEMER unterstützt das Projekt seit 2015 – mit Geld und Men-Power. Pit Gleim, Robert Moll, Peter Kaiser, Katja Hofmann und Michael Hampel haben in diesem Jahr geschnippelt, gekocht und verteilt. Es ist bereits einige Stunden dunkel, die Münchner Geschäfte haben schon geschlossen. In dem Tunnel, bei dem der kleine Bus gehalten hat, liegen etwa 20 Obdachlose in ihren Schlafsäcken. Es ist eisig, der kalte Wind zieht durch die Kleidung. „Heute gibt es Geschnetzeltes mit Pilzen und Brötchen, zum Nachtisch Obstquark. Wir schauen, dass wir auch immer noch was Süßes dabei haben“, so Berthold Troitsch, Vorstand des Vereins Kältebus München. 2015 hatte er das strauchelnde Projekt von seinen Vorgängern übernommen. „Ich habe vor zwei Jahren mitbekommen, dass der Kältebus eine neue Führung sucht“, erinnert sich Troitsch. „Ich wollte etwas machen, wobei ich mich einbringen kann, wo ich was tun kann.“ Mit sechs weiteren Freiwilligen gründete er kurz darauf den Verein und übernahm das Projekt. Seitdem fahren die Helfer in den Wintermonaten mit dem Bus durch die Münchner Innenstadt zu den bekannten Aufenthaltsplätzen von Obdachlosen und verteilen dort die zur Verfügung gestellten Spenden. Seit dem Vorjahr unterstützt auch BEMER das Projekt. „Uns allen geht es so gut, wir können uns was leisten. Es gibt aber eben auch die andere Seite, die das nicht kann und ich sehe mich da schon persönlich verpflichtet, einen kleinen Teil beizutragen, dass es denen auch ein Stück besser geht“, so Pit Gleim, CEO von BEMER. Neben der Arbeitskraft stellte BEMER außerdem eine Spende von 10.000 Euro zur Verfügung. „Es ist gut, wenn man so jemanden wie BEMER hat, auf den man sich verlassen kann und weiß, das ist eine Unterstützung, die regelmäßig kommt und die kann man dann auch einplanen“, sagt Berthold Troitsch. Zehn bis 15 Plätze fährt er mit seinem Team am Abend ab. In dem nun zweiten Jahr des neuen Teams seien es in München nochmal deutlich mehr Obdachlose geworden, die versorgt werden müssten. Ein Drittel, schätzt Troitsch. Aufmerksam auf das Projekt war Michael Hampel im Vorjahr geworden. „Wir haben uns überlegt, das Geld nicht mehr für Weih nachtsgeschen ke, sondern für karikative Zwecke auszugeben“, so Hampel. „Übers Internet bin ich dann auf den Kältebus aufmerksam geworden.“ Neben der täglichen Verpflegung erhalten die Be dürftigen auch regelmäßig Produkte zur Körperpflege, Schlafsäcke und Kleidung. „Der Münchner Kältebus hat sich toll entwickelt. Jetzt haben sie schon ein eigenes Auto, da wird eine kleine Küche aufgebaut. Auf der anderen Seite ist es für die Menschen da draußen keine gute Entwicklung. Weil es spürbar mehr Leute werden“, so Peter Kaiser, CMO bei BEMER. „Man erinnert sich immer wieder an Menschen, die ganz andere Probleme haben und die sich über einen warmen Tee am Abend freuen. Und wir machen uns oft Gedanken über Sachen, die unnötig sind.“ Das sieht auch Robert Moll so, Geschäftsführer der BEMER Int. AG: „Wir überlegen uns bei BEMER jedes Jahr, was man tun kann, um anderen zu helfen. Mit dem Kältebus haben wir eine Kooperation gefunden, in der wir uns sowohl persönlich als auch finanziell engagieren können. Das ist eine sinnvolle Angelegenheit.“ Der Stamm beim Kältebus besteht aus vier bis fünf Freiwilligen, die regelmäßig da sind. Zu den Obdachlosen bauen die Helfer Beziehungen auf. „Man redet natürlich miteinander, darf das Ganze aber nicht zu persönlich nehmen und muss da auch eine Grenze ziehen“, so Berthold Troitsch. Auch Katja Hofmann, Spre cherin bei BEMER, zeigte sich von dem Abend beeindruckt: „Geld zu geben mit einer Spende ist ja immer eins, aber sich wirklich einzulassen auf so ein Projekt, auf so einen Verein und mitzuarbeiten, das ist nochmal eine ganz andere, eindrucks volle Erfahrung, die man da macht.“ Und in einem Punkt waren sich am Ende alle BEMERianer einig: „Im nächsten Jahr sind wir wieder dabei!“ Empfehlung DES MONATS FÜR ERFOLG REICHE NETWORKER SLIGHT EDGE - DER KLEINE VORSPRUNG Die täglichen Entscheidungen treffen die zum Erfolg führen. Immer um den entscheidenden Schritt weiter, besser, oder schneller zu sein. Diese Eigenschaften stellen besonders für Networker eine tägliche Herausforderung dar. Slight Edge – Der Kleine Vorsprung ist eine Lebensphilosophie darüber, wie die kleinen Entscheidungen, die wir täglich treffen und die unbedeutend erscheinen in Wirklichkeit der Schlüssel zu einem Leben voller Erfolg sind. www.slightedge.de MLM-TRAINING.com Für Leser von Network-Karriere VERSANDKOSTENFREI* Gutscheincode: NWKJAN17 *Versandkostenfreie Lieferung nach Deutschland & Österreich. Angebot gültig bis 28.02.2017.

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Network-Karriere / Ausgabe 10/14 - "10 Jahre"

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