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NK 07_2020

18 TITELINTERVIEW

18 TITELINTERVIEW NK: Woher kommt das und wer ist aus deiner Sicht dafür verantwortlich? Andreas Enrico Brell: Das Verhalten ist kein Phänomen einer bestimmten Gesellschaftsschicht, es liegt auch keineswegs am fehlenden Intellekt. Wir leben in einem der reichsten Länder der Erde und sind eine hochintelligente Spezies mit mehr Möglichkeiten denn je. Doch wenn du 300.000 Euro verdienst, aber 400.000 verlebst, hast du ein Problem, egal in welchem Land der Welt. Im Kern liegt die Ursache für mich in zwei Themen: Wir haben zum einen nie gelernt, richtig mit Geld umzugehen und zum anderen tragen wir viele Überzeugungen mit uns herum, die jeden guten Willen im Keim ersticken. Eine „Schuld“ im Sinne einer Anklage vor Gericht gibt es hierbei nicht. Es ist viel zu einfach, mit dem Finger auf andere zu zeigen. Nur weil Papa es mir nicht gezeigt hat, bedeutet das nicht, dass mein Schicksal für alle Zeiten besiegelt ist. NK: Was schlägst du vor, wie hast du dich selbst aus deiner Lebenskrise befreit? Andreas Enrico Brell: Es wird nicht reichen, einen Frosch zu küssen. Das tut es nie. Denn es gibt einen Haken an der Sache, der das größte Hin- mand war an meinem finanziellen te damit beginnst, die Vergangen- Betrachten wir die Jahrgänge unse- Dann gelangst du mit einem Wim- dernis ist: Alle wollen Freiheit, doch Desaster schuld. heit ruhen zu lassen und die Situati- rer Eltern und Großeltern, so mag pernschlag in den Panikmodus. Dann niemand will sich von sich selbst be- Am negativen Höhepunkt meiner on so anzunehmen, wie sie heute ein Umdenken tendenziell schwie- geht plötzlich alles. Woher der Im- freien. Alle wollen Selbstbestimmung, Krise hatte ich ein Schlüsselerlebnis. ist. riger sein. Eine typische Aussage ist: puls stammt, ist dann zweitrangig. aber niemand will wirklich selbst Mit zwei Koffern bin ich in meinem Du kannst das auf unterschiedliche „Das haben wir schon immer so ge- Es kann von innen kommen, weil dir bestimmen. Alle wollen Eigenver- Büro eingezogen. Beim Einzug hat- Weise tun. Die einen nennen es macht!“ der Kragen platzt oder weil ein äu- antwortung, doch niemand will tat- te ich mich noch gewundert, wes- Frieden schließen, die anderen nen- Doch auch jüngere Generationen ßerer Impuls das Fass zum Über- sächlich selbst die Verantwortung halb wohl auf dem Herren-WC eine nen es Vergeben, Auflösen oder Los- neigen dazu, eine einmal gewonne- laufen bringt. übernehmen. Alle warten auf ein Dusche sei. Drei Monate später wuss- lassen. Im Ergebnis geht es darum, ne Ansicht nur sehr langsam abzu- So wie bei der Gesundheit, wo wir Wunder, doch niemand möchte te ich, weshalb. Es sollten ganze dass du künftig mit Freude in den legen. Selbst wenn wir eine falsche erst dann beginnen, wenn wir auf selbst das Wunder sein. sieben Jahre „Wohnen im Büro“ wer- Rückspiegel der Vergangenheit Meinung bei uns erkennen, legen der Intensivstation liegen. Der über- Die Welt gehört denen, die handeln. den. Nein, keine Insolvenz. Ein strik- schauen kannst, statt mit Groll und wir sie deshalb noch lange nicht ab. kochende Topf bei Geld heißt übri- Im Klartext bedeutet das bei Geld: ter Plan, den ich mir selbst verord- Wut auf das, was war oder eben Die neuen Fragen könnten lauten: gens Insolvenz. Nichts geht mehr. Wer jetzt keine neuen Segel setzt, net hatte. In der Zeit habe ich mein nicht war. Weil du deine heutige „Wie können wir das besser, einfa- Aus meiner Sicht noch dramatischer für den kommt der kalte Wind erst persönliches Konzept für Kopf und Chance erkennst und dich in einem cher, leichter oder schöner machen?“ als die Pleite auf dem Konto ist die noch. Die gesundheitlichen Auswir- Konto entwickelt und habe mich Jahr an einem völlig neuen Aus- Doch soweit kommt erst gar nicht mentale Bankrotterklärung: „Geld kungen haben wir hoffentlich bald damit selbst aus der Misere befreit. gangspunkt siehst, den du selbst erst. kann ich einfach nicht.“ Du kannst ganz im Griff und dies wird in Kürze Mein Vorschlag ist einfach. Er be- geschaffen hast. Dafür brauchst du Es sei denn … der Topf kocht über. abwarten oder dir jetzt den entschei- auch in allen übrigen Teilen der Welt ginnt damit, jetzt „klar Schiff zu ma- eine neue mentale Muskulatur. Wenn es dir ein für alle Mal reicht. denden Vorsprung verschaffen. Am der Fall sein. Doch der wirtschaftli- chen“. Tabula rasa. Und dann volle che Bumerang ist noch länger in Kraft voraus. NK: Was meinst du damit? der Luft und wird einige mit voller Es ist nicht schlimm, wenn du heute Andreas Enrico Brell: Diese Krise ist Wucht treffen. keinen Überblick, keine Klarheit und eine erstklassige Gelegenheit, um Ich bin ein Freund von deutlicher keinen Plan bei Geld hast. Es ist deine Assets zu überdenken. Es ist Sprache: Da kommt keiner auf ei- nicht schlimm, wenn du es nie ge- Zeit zu verstehen, dass Zeit und Ge- nem weißen Schimmel angeritten, lernt hast, das verdiente Geld auch sundheit dein wertvollstes Gut sind um dich zu retten, weil deine Ein- zu behalten. Es ist nicht schlimm, und nicht unbegrenzt zur Verfü- nahmen weggefallen sind. Dir wurde ja auch mal versprochen, dass wenn es heute nicht reicht. Es ist nicht schlimm, wenn du schon viel gung stehen. Wenn du also deine Zeit investierst, um mehr Geld zu VITA die Rente sicher ist. Es ist spannend zu beobachten, dass Geld und Zeit verloren hast. Es ist nicht schlimm, wenn du dein Geld verdienen, damit deine Gesundheit aufs Spiel setzt, weil du dich über- Andreas Enrico Brell viele, die gern frei sein wollen, jetzt nicht richtig managen und nicht forderst, dann spielst du Zeit gegen Andreas Enrico Brell ist Geldtrainer, nach Unterstützung rufen. Damit sinnvoll vermehren kannst. Es ist Geld. Willst du also mehr vom Le- Autor und Unternehmer aus Hamburg. Er gebe ich jedoch meine Verantwor- nicht schlimm, wenn du heute nicht ben, investierst du noch mehr Zeit. zeigt seinen Teilnehmern, wie sie ein positives Money Mindset entwi- tung ab. an dich glaubst oder daran, dass du Du kennst dieses Spiel. ckeln und begleitet die praktische Umsetzung zur finanziellen Selbstbe- Ehrlichkeit sich selbst gegenüber ist es schaffen wirst. All das ist nicht Das neue Spiel beginnt mit der Er- stimmung. Andreas gehört zu den führenden Trainern für Finanzen im die schwierigste Aufgabe. Zu dem schlimm. Es ist nur dann schlimm, kenntnis, dass du deine Ressourcen deutschsprachigen Raum. Viele namhafte Unternehmer und Persön- zu stehen, was du selbst verbockt wenn das so bleibt. sinnvoller einsetzen kannst. Indem lichkeiten schätzen die nachhaltige Zusammenarbeit mit ihm. Seine Teil- hast. Und dann stehst du vor dem du lernst. Neue mentale Muskulatur nehmer nennen ihn inzwischen liebevoll den „Geldflüsterer“. Sein Buch Spiegel, schaust sir in die Augen und NK: Was antwortest du Menschen, sind neue Skills. Du kannst viel mehr „More than Money“ ist laut Rezensionen eines der besten Bücher über erkennst, dass du es bist, der die die nicht wissen, wie und wo sie als du heute glaubst. Mit dem Wis- den Umgang mit Geld. Spielregeln nicht kennt. Oder sie beginnen sollen? sen von gestern wird sich dein Le- www.andreas-enrico-brell.com nicht beachtest. Das hat wehgetan. Andreas Enrico Brell: Meine Emp- ben nicht ändern, die Ergebnisse der Und es hat zugleich gut getan. Nie- fehlung lautet, dass du einfach heu- alten Antworten kennst du schon. 07.2020

TITELINTERVIEW 19 besten, wir schalten um, bevor das Haus abgebrannt ist. Ob 2020 für dich noch ein gutes oder sogar dein bestes Jahr wird, dafür kannst du heute den Grundstein legen. Denn die Fragen im Leben sind immer die gleichen: „Wie lebe ich glücklich? Wie bin ich ein gutes Vorbild? Wie werde ich beruflich erfolgreich? Wie gehe ich richtig mit Geld um? …“ und viele weitere. Nur die Antworten sind neu. Der beste Tag dafür ist heute und der beste Moment ist jetzt. Beantworte dir Fragen, die du dir noch nie gestellt hast. Und selbst wenn sie nur neue Fragen aufwerfen, so entsteht ein wichtiger Impuls für eine bessere Zukunft. NK: Das klingt so einfach, wenn du das sagst, weshalb macht es dann nicht jeder? Andreas Enrico Brell: Dafür gibt es viele Gründe. Geld ist bis heute ein Tabuthema, obwohl sich zum Glück die Wahrnehmung verändert und damit auch die Bedeutung. Entscheidend für die Umsetzung sind die Motive. Wenn Geld heute keinen Spaß macht, du nie Erfolg damit hattest, wenn es etwas Unangenehmes ist, das du mit Buchhaltung oder einem Zahnarztbesuch gleichsetzt oder es den Charme einer Tiefkühltruhe für dich hat, deine Zahlen genau zu beleuchten, dann wirst du alles tun, um diese Berührung so lange wie möglich zu vermeiden. Dazu kommen sehr ausgeprägte Gewohnheiten. Und bei Geld willst du dir natürlich ein bestimmtes Verhalten abgewöhnen und gleichzeitig etwas Neues angewöhnen. Ein mentaler Kraftakt aus zwei Schritten, der dich enorm fordert. Nehmen wir als Beispiel das Haushaltsbuch. Das klingt schon staubig. Das macht keiner wirklich gern. Sonntag, die Sonne scheint, die Kinder spielen draußen und du sitzt über deinen Belegen und Kontoauszügen. Weil du es dir vorgenommen und deiner Frau versprochen hast: Jetzt wird alles anders. Da brauchst du schon viel Phantasie, um das cool zu finden. NK: Und wie ist das zu lösen? Andreas Enrico Brell: Die Lösung dafür ist, es dir angenehm zu machen. Auch hier helfen wieder neue Fragen. Ich nenne diesen Fragenkatalog mein Anforderungsprofil. Beim Umgang mit Geld, der mir früher auch keinen Spaß bereitet hat, waren es am Ende 20 Punkte, die erfüllt sein sollten. Und das ist wie eine Zündung. In meinem Fall hat das eine enorme Aufbruchsstimmung erzeugt. NK: Weshalb ist diese Aufbruchsstimmung so wichtig? Andreas Enrico Brell: Wir legen mit unserem Verhalten das Fundament für das Leben von morgen. Und das resultiert aus unseren Gedanken. Was du heute denkst, ist morgen real. Und mich persönlich treibt es jeden Tag an, wenn ich mir vorstelle, dass diese neue Generation wächst, die ihr Leben jetzt in die Hand nimmt und aufhört, sich von Geld steuern zu lassen. Diese Aufbruchsstimmung ist auch deshalb so wichtig, weil unsere Kinder und Enkel die Zeche zahlen. Wir übertragen unsere Schuldenlast auf unsere Nachkommen. Dass muss aufhören, sonst hört das nie auf. Wir fliegen auf den Mond, unsere Autos fahren fast von allein – und wir laufen dem Geld nach wie der Esel der Karotte. Jede Krise hat eine Botschaft, die will nur keiner hören. Finanzielle Selbstbestimmung und Verantwortung übernehmen beginnt für mich genau dort. NK: Wie kann ich mich motivieren, um mich mit Geld zu beschäftigen? Andreas Enrico Brell: Wenn dir Motivation fehlt, schau mal wieder auf deinen Kontoauszug. Der wichtigste Antrieb kommt immer von innen, nie von außen. Schlag doch mal einen gedanklichen Bogen dorthin, wo du gern sein möchtest und frage dich, wer oder was dich hindert, dort anzukommen. Es gibt tausende Geschichten, die uns zurückhalten und nur eine, die uns beginnen lässt: Weil du es wirklich willst. Und hier geht es um mehr als den Verstand. Ich nenne diese innere Stimme den sechsten Sinn. Seit ein paar Jahren höre ich auf diesen Sinn. Ich gehe meinen Weg und diese Entdeckungsreise ist pures Vergnügen. Bei Geld findest du Motivation, indem du Skills entwickelst, damit dein Geld dir dienen kann. Das ist die dem Geld angedachte Aufgabe von Haus aus. Einige Menschen verbringen ihr ganzes Leben damit, dem Geld zu dienen, ohne das zu bemerken. Ich sprach vor kurzem eine Selbstständige an, die ihr Leben nicht länger als zwei Wochen in der bisherigen Form aufrechterhalten kann. „Hallo, McFly, jemand zu Hause?“ Der Spruch aus dem Film „Zurück in die Zukunft“ passt wunderbar dazu. Du machst dich doch nicht selbstständig, um dich in Gefangenschaft zu begeben, sondern um frei sein. NK: Du hast dazu eine sehr spannende Aussage geprägt: „Wenn Geld dein Problem ist, dann ist Geld nicht dein Problem.“ Magst du uns das im Detail erläutern? Andreas Enrico Brell: Sehr gern. Es ist ein entscheidender Denkfehler. 95 Prozent der Menschen machen diesen Denkfehler bei Geld. Und ich bin nach einem Termin in einer Bankfiliale selbst darüber gestolpert, nachdem ich mir jahrelang etwas vorgemacht habe. Interessant ist: ob privat oder im Beruf, es ist überall gleich. Dieser Feh- ler begleitet dich oft das ganze Leben. Er kostet dich Zeit. Wertvolle Zeit, die nie wiederkehrt. Die unwiederbringlich verstreicht. Die du sinnvoller verwenden könntest und auch gern würdest. Er kostet dich Kraft. Sehr viel Kraft und sie zehrt damit an deiner Gesundheit. Jeden Tag von vorn. Und du hast nur die eine. Zeit und Gesundheit sind begrenzt und trotzdem machen wir diesen Fehler. Gerade jetzt in einer Krise, in der die finanzielle Krise bei vielen erst danach so richtig in Fahrt kommt, wird diese Aussage erneut der Mittelpunkt, den niemand sieht. Stell dir vor, du hast bisher sehr gut verdient – und nun das. Ob angestellt und auf dem Sprung oder im eigenen Geschäft. Du fragst dich: Wie soll das bloß jetzt weitergehen? Die naheliegende Antwort: Mehr Geld muss her. Denn wenn mehr Geld da ist, sind nahezu alle heutigen Probleme weg. Also ist der Mangel an Geld als Problem identifiziert. Und was machst du, wenn du denkst, dass Geld dein Problem ist, um mehr zu verdienen? Du arbeitest noch mehr, weil du noch mehr Geld brauchst. Alle sprechen von harter Arbeit und du lebst es. Du drehst dich deshalb noch schneller, um die neuen Löcher zu stopfen. Nicht nur ein paar Wochen. Sondern jetzt ständig, denn du hast dich daran gewöhnt. Und es hört nie auf. Die 30-Stunden-Woche kennst du nicht, auch 50 Stunden sind nur ein Teilzeitjob. Schlafen kannst du noch genug, wenn du tot bist. Solche Sprüche begleiten dich und du denkst, du bist der Einzige, der „das mit dem Geld“ nicht vernünftig hinbekommt. So wie ich früher in meiner Krise. Ist das wirklich der einzige Weg? Nein. Ist Geld wirklich dein Problem? Nein. Bist du gefangen in der Geldfalle? Nein. Das kannst du daran erkennen, dass es gerade jetzt, mitten in der Krise, Menschen gibt, die viel Geld verdienen. Nicht weil sie andere Menschen übervorteilen, sondern weil sie dann investieren, wenn andere im Panikmodus verweilen. Weil sie mit Geld umgehen können und auch jetzt immer genug haben. Weil sie agieren, wenn andere in Schockstarre verfallen. Und in Panik ergreifst du die Flucht, da kaufst du die falschen Sachen zur falschen Zeit. Dinge die im Wert verlieren und die du eigentlich gar nicht brauchst. Solche, die dich einen Moment lang beruhigen. Und vor allem tust du das mit Geld, das dir gar nicht zur Verfügung steht. Mit der in Aussicht gestellten Steuerrückzahlung, dem Weih nachtsgeld, das die Jahre davor ja auch immer kam oder als Selbstständiger mit dem Umsatz, der noch in Anbahnung, aber nicht auf dem Konto ist. Wird schon gutgehen. Ich darf so darüber sprechen, ich habe das ausprobiert. Ich habe vom Brutto gelebt und das Netto verdient. Und das geht nicht lange gut. Ich habe den Bogen jahrelang überspannt. Und das tun heute mehr Menschen denn je. NK: Was genau ist in der Bankfiliale passiert? Andreas Enrico Brell: Ich wollte Geld abheben für eine Kundenaktion. Ich stand in einer Schlange vor dem Schalter, zu der Zeit gab es noch keinen Diskretionsabstand. Als ich dran war, hatte sich hinter mir eine lange Schlange gebildet. Ich flüsterte leise, dass ich 200 Mark abheben möchte. Die Dame rief nach dem Blick in den Computer in meiner zuständigen Filiale an und sagte dann laut und deutlich hörbar für den gesamten Schalterraum: „Hier steht der Brell, der möchte 200 Mark abheben, darf ich ihm diese auszahlen?“ Ich bin im Boden versunken. Ich habe das Geld tatsächlich bekommen. Ich senkte der Blick, schaute beim Hinausgehen auf den Boden, damit ich niemandem in die Augen sehen musste und verließ die Bank. Vor der Tür bin ich zusammengeklappt und habe bitterlich geweint. Als ich mich wieder gefangen hatte, begann ich mein ganzes Leben in Frage zu stellen. Was ich mir da die ganzen Jahre vormache und was wohl noch passieren muss, damit ich endlich aufwache. Und dann bin ich aufgewacht. Ich habe beschlossen, dass damit Schluss ist und habe mich selbst daraus befreit. Und genau das meine ich zur aktuellen Krise: Nein, wir können aus meiner Sicht nicht so weitermachen wie bisher. Einfach zurück auf Los, ohne die Lektion zu verstehen, wird teuer. Keine Ahnung haben ist bei Geld ohnehin die teuerste Entscheidung, die du treffen kannst. NK: Was sind jetzt aus deiner Sicht die wichtigsten Schritte und die größten Schwierigkeiten mitten in der Krise? Andreas Enrico Brell: Der erste und wichtigste Schritt ist die Erkenntnis, dass dein Gedankenstand deinen Kontostand bestimmt. Nimm dir Zeit zum Nachdenken. Funktionieren, bis alles wieder gut ist, ist keine Lösung. Der notwendige Wandel wird uns durch die Krise brachial vor Augen geführt. Bis hin zur Frage, ob es deinen Beruf in fünf Jahren noch geben wird. Und alles hängt unmittelbar mit Geld zusammen. Ohne Geld wird es schwierig, es ist und bleibt das Fundament deiner Lebensqualität. Deshalb ist jetzt deine Initiative gefragt. Die gute Nachricht ist, dass genug Geld da ist. Auch wenn es gerade nicht bei dir ist. Das wahre Problem ist unser Umgang mit Geld. Du brauchst eine neue Einstellung und Beziehung zu Geld und natürlich die angewandte Praxis dazu. Und dabei es ist egal, ob es um dein „Unternehmen Haushalt“ oder dein Business geht. In der folgenden Artikelserie werden wir genau darüber sprechen. Du darfst gespannt sein, wie einfach du es umsetzen kannst.

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Network-Karriere / Ausgabe 10/14 - "10 Jahre"

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