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NK 09_2019

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2 EDITORIAL IM FALSCHEN

2 EDITORIAL IM FALSCHEN MINISTERIUM GELANDET? LIEBE LESERINNEN UND LESER, Annegret Kramp-Karrenbauer ist seit dem 17. Juli 2019 die neue Bundesministerin für Verteidigung. Dass sie von ihrer Vorgängerin Ursula von der Leyen einen maroden Laden übernommen hat, ist nicht nur in unserem Land bekannt. Neulich hatte ich ein Gespräch mit einem jungen Schweizer, der recht erfolgreich im Network-Marketing tätig ist. Irgendwie kamen wir darauf zu sprechen, dass in der Schweiz für die Armee taugliche Männer nach 124 Tagen Rekrutenschule zudem in den folgenden sechs Jahren jeweils erneut für 23 Tage dienstverpflichtet sind. Höhere Dienstgrade müssen sogar bis zu 680 Tagen nachgeschobenen Militärdienst ableisten. Zeiten also, die im Berufsleben fehlen. Trotzdem ist der junge Schweizer gerne Soldat und stolz auf seine Armee. Selbstbewusst flachste er, dass die deutsche Bundeswehr besser keinen Streit mit dem Nachbarn riskieren sollten: „Unsere Panzer, Hubschrauber und Flugzeuge funktionieren perfekt! Aber wir machen uns da keine Sorgen, in dem Zustand eurer Waffen würdet ihr wohl nicht mal bis zu Schweizer Grenze kommen.“ Diese Aussage war nicht ernst gemeint, aber sie zeigt doch, was im Ausland über den Zustand der Bundeswehr gedacht wird. Aber nun haben wir ja eine neue Verteidigungsministerin, die frischen Wind in die Bundeswehr bringen soll. Doch irgendwie scheint die frischgebackene Ministerin im falschen Ministerium gelandet zu sein, denn keine vier Wochen nach ihrem Amtsantritt beschäftigt sie sich mit den Heizungen in deutschen Häusern, schlägt eine Abwrackprämie für ältere Heizanlagen vor und weist darauf hin, dass Investitionen in ein energieeffizienteres und somit auch klimafreundlicheres Haus vom Vermieter ja auf die Miete umgelegt werden kann. Der Mieter spare schließlich da durch ja Energiekosten. Wäre für das Thema Klimaschutz nicht das Bundesumweltministerium zuständig? Oder legt Kramp-Karrenbauer schon mal im Vorgriff auf ihre geplante Kanzlerschaft ein paar Ministerien zusammen? Im Zusammenhang mit den Bemühungen zum Klimaschutz sind sicher Überlegungen in alle Richtungen angebracht. Doch dabei darf nicht unberücksichtigt bleiben, dass der Wohnraum in Deutschland für immer mehr Familien schlichtweg unbezahlbar geworden ist. Bisher wurden die Autofahrer die Melkkühe der Nation bezeichnet, jetzt sind es alle Bürger, denen bei jeder sich bietenden Gelegenheit in die Taschen gelangt wird. Ein schönes Beispiel ist die Forderung von Bundesumweltministerin Svenja Schulze, wohl mit Seitenblick auf die hohe Zahl von Urlaubs- Flugreisen, für den Klimaschutz höhere Preise, sprich Steuern, im Flugverkehr durchzusetzen. Dabei leistet ihr eigenes Ministerium einen gewaltigen Beitrag zum Flugverkehr: 2018 hat es 2.755 Dienstflüge zwischen Bonn und Berlin gegeben. Die Deutsche Bahn, Alleinaktionär ist die Bundesrepublik Deutschland, legt diese Strecke in fünf Stunden zurück. Und da wären, vom Klimaschutz einmal abgesehen, die Kosten linke Tasche, rechte Tasche. Herzlichst Ihr Bernd Seitz Herausgeber der Network-Karriere IMPRESSUM SOLI WEG, SOLI DA? SCHAU´N WIR MAL! EUROPAS GRÖSSTE WIRTSCHAFTSZEITUNG FÜR DEN DIREKTVERTRIEB GKM-Zent ral re dak ti on GmbH Bild nach weis: fotolia Bos ler stra ße 29 · 71088 Holz ger lin gen An zei gen ab tei lung: Uwe Tammen Tel.: 07031/744-0 · Fax: 07031/744-199 E-Mail: uwe.tammen@net work-kar ri e re.com www.net work-kar ri e re.com Tel.: 0 7031/744-110 Verlagsleiterin: Petra Seitz Fax: 0 7031/744-195 E-Mail: verlagsleitung@net work-kar ri e re.com Grafik: Thomas Prantl He raus ge ber: Bernd Seitz E-Mail: satz@net work-kar ri e re.com Chef re dak teu r: Bernd Seitz V.i.S.d.P. Redaktion: Bernd Seitz E-Mail: he raus ge ber@net work-kar ri e re.com E-Mail: redaktion@net work-kar ri e re.com Gastautoren: Lektorat: Kerstin Thierschmidt Peter H. Buchenau Kundenser vice: Prof. Dr. Gunter Dueck E-Mail: verlag@net work-kar ri e re.com Dr. Johannes Fiala Druck: Hamberger Offsetdruck Marc Friedrich Gottlieb-Daimler-Straße 4 Boris Grundl 71093 Weil im Schönbuch Markus Miller Copyright: Alle Inhalte der Network-Karriere Chiara Ponti sind urheberrechtlich geschützt. Peter A. Schramm Die Rechte für Konzeption und Layout liegen Alessandra Viesti bei der GKM-Zentralredaktion. Vervielfäl tigungen jeglicher Art sind nur mit ausdrücklicher Ge- Matthias Weik neh migung des Verlags erlaubt. Erscheinung: Monatlich zum 30. Der Solidaritätszuschlag war 1991 nach der Wiedervereinigung für den Aufbau Ost zunächst für ein Jahr befristet eingeführt worden. Weil diese zusätzliche Ergän- Petra Seitz zungsabgabe dem Bund viel Geld in die Kasse spülte, über das er nach Gutdünken verfügen konnte, wurde daraus eine unbefristete Abgabe gemacht, was jährliche Steuermehreinnahmen bis zu 22 Milliarden Euro brachte. Nun soll der Soli abgeschafft werden, schließlich stehen 2021 Bundestagswahlen an. Bis dahin möchte die heutige Bundesregierung wohl dieses Ärgernis der Bürger (Wähler) vom Tisch haben. Nicht aber ohne sich ein Hintertürchen, sprich Einnahmequelle offenzuhalten. Denn die Abschaffung des Soli soll nicht für alle Steuerzahler gelten. Gutverdiener sollen weiterhin zahlen. Zu den Gutverdienern gehören in diesem Fall nicht nur leitende Angestellte, Freiberufler und Selbstständige, sondern auch diejenigen, die aus ihren Immobilien und ihrem Erspartem Erlöse über den verschiedenen Freigrenzen generieren, müssen weiterhin den Soli abführen. Uns Bürgern wird nun verkauft, dass die (Teil-)Abschaffung des Solis 90 Prozent der heutigen Zahler entlastet. Das sind hauptsächlich Familien mit Kindern und Geringverdiener. Das ist gut so. Es spricht sicher grundsätzlich nichts dagegen, wenn wirkliche Großverdiener höher besteuert werden, wobei deren durchschnittlicher Steuersatz bei über 51 Prozent liegt. Doch einmal völlig abgesehen davon: Die geplante ungleiche Behandlung bei der Abschaffung des Solis hat gleich eine Flut von Verfassungsklagen zur Folge. Alleine der Bund der Steuerzahler hat bereits 15 Klagen laufen. Ich denke nun einmal ganz böse: Deutschland wollte eine Maut einführen, die für den deutschen Autofahrer kostenneutral sein sollte. Wir dürften nun (nach der Bundestagswahl) eine Maut bekommen, die auch den deutschen Autofahrer belastet. Die Politik kann da nichts dafür, das hat der Europäische Gerichtshof dann so entschieden. Könnte es mit den Soli nicht auch so gehen? „Wir wollen ihn ja abschaffen, aber das Verfassungsgericht lässt das nicht zu?“ Schau’n wir mal! Ihre Petra Seitz, Verlagsleiterin der Network-Karriere 09.2019

INHALT/LESERBRIEFE 3 MARKUS MILLER IN DER TITELSTORY Es muss schon ein sehr wichtiges Thema sein, das die ganze Network-Marketing-Branche betrifft, wenn es ein prominenter Politiker oder Fachautor ein weiteres Mal auf die Titelseite der Network-Karriere schafft. Markus Miller, Branchen- Insider für Geopolitik, Ökonomie und Geld, kennt den explodierenden Krypto-Markt in allen Facetten und ist ein gefragter sachverständiger Ansprechpartner für Behörden und Medien. Weitreichende Bekanntheit erlangte er durch seinen TV-Auftritt bei „Aktenzeichen XY – Spezial: Vorsicht, Betrug!“ Seite 19 PM-International Mehr Zeit für die Familie und finanzielle Sicherheit? PM-International zeigt an einem Beispiel, wie das in der Praxis funktioniert. Seite 06 BEMER Paul Schockemöhle, das Markenzeichen der internationalen Pferdesport- Szene, über seine Zusammenarbeit bei der Entwicklung des BEMER Horse-Sets. Seite 08 proWIN „Nicht nur reden, ganz einfach tun!“. proWIN setzt sich aktiv für den Schutz der Natur ein. Über 100.000 Vertriebspartner tragen dieses Engagement mit. Seite 10 i-like Warum wechselt ein erfolgreicher Network-Profi nach 16 Jahren das Unternehmen? Und wie geht es dann weiter? Monica Zanetti im Interview. Seite 11 Kyäni Wie funktioniert das Kyäni-Geschäftsmodell, welche Karrieren sind real möglich? Die Antworten geben neun Kyäni-Geschäftspartner im Interview. Seite 12 Cidney Nowak Generationenwechsel bei Dennis Nowaks Lavylites-Vertrieb: Tochter Cidney übernimmt das Ruder und bringt ihre Social Media- Kompetenz ein. Seite 16 QN EUROPE Wasser ist nicht gleich Wasser und sauber bedeutet nicht gleich gesund. Wie belastet uns unser lebenswichtiges Wasser? Seite 18 Jubilee Ace Völlig irrationale Aussagen im MLM- Vertrieb: bis 480 Prozent Rendite in Aussicht gestellt! Hohes Schadenersatzrisiko für die Vermittler. Seite 22 Marc Friedrich und Matthias Weik Die Enteignung geht weiter. Negativzinsen für alle. Der Supergau für jeden Sparer. Seite 24 Boris Grundl Erkenne deine Ausreden: „Wenn ich mehr Zeit hätte … mehr Geld … ein Haus … oder einen besseren Partner …“ Was wäre dann anders? Seite 27 Alessandra Viesti Trotz aller Social Media-Aktivitäten: Network-Marketing bleibt ein Geschäft von Mensch zu Mensch. Seite 28 Dr. Johannes Fiala und Peter A. Schramm Kein Rendite-Tuning durch Lebensversicherungs-Verkauf im Zweitmarkt? Riskante Angebote von Police-Aufkäufern. Seite 32 +++++++++++++++++++++ LESERBRIEFE +++++++++++++++++++++ Lie be Le se rin nen und Le ser, Ihre Mei nung ist wich tig für uns. Schließ lich ma chen wir die se Zeitung für Sie. Schrei ben Sie uns, was Sie gut oder schlecht fin den, ge ben Sie An re gun gen, äu ßern Sie Wünsche, kom men tie ren Sie ein zel ne Be rich te ... – wir freu en uns über Ihre Rück mel dun gen! Und un kompli ziert ist es auch: Sen den Sie uns ein fach eine E-Mail an: le ser mei nung@net work-kar ri e re.com Trotz der hohen Immobilienpreise wollte ich wegen den niedrigen Zinsen eine Wohnung kaufen. Was mit einer Verschuldung auf mich zukommen kann, hat mir mein Bankberater verschwiegen. Im Gegenteil, er hat mich ermutigt, gerade jetzt wegen der günstigen Zinsen zu investieren. C. Lüthe Gratulation an die Network-Karriere, dass sie über solch fachkundige Finanzautoren wie Friedrich & Weik verfügt, die sich zu sagen trauen, was in unserem Land in der Finanzpolitik zu Lasten der Sparer schiefläuft. Danke für den Beitrag „Soll man jetzt Schulden machen?“, der sicher vielen die Augen geöffnet hat, in was für einen Schlamassel wir hineinlaufen können, wenn wir wegen der niedrigen Zinsen Schulden machen. Herbert Kiefer Wir beschäftigen uns nur mit dem Geldverdienen und sehen nicht, wer uns das Geld aus der Tasche zieht. Ich finde Ihre Berichte und Warnungen vor riskanten Bitcoin-Geschäften äußerst wertvoll. Nur schade, dass sich trotzdem viele Berater in der Hoffnung auf das schnelle Geld da hineinziehen lassen und teures Lehrgeld bezahlen müssen. E. Dannert Tolle Geschichte über Dennis Nowak, der sein MLM-Geschäft an seine Tochter übergibt. Ob er sich dann wirklich ganz aus dem Geschäftsleben zurückzieht oder wieder etwas Neues macht, wird sich zeigen. Auf jeden Fall ist es interessant zu sehen, wie zunehmend eine neue Generation das Ruder im Direktvertrieb übernimmt und frischen Wind reinbringt. Susa May Man sollte ja keine schlechten Zeiten herbeireden, aber Sie haben sicher Recht, dass auf uns wirtschaftlich schwierige Zeiten zukommen werden. Die Tendenzen sind eindeutig und nicht wegzudiskutieren. Ich sehe es auch so, dass es für sehr viele Menschen finanziell eng werden kann und wie in Amerika der Zweit- oder sogar Drittjob völlig normal sein wird. Toll, dass Ihre Zeitschrift vorausdenkt und aktiv wird, hier den Direktvertrieb ins Spiel zu bringen. Karl Eisemann Dass in Zukunft immer mehr einen Nebenjob annehmen müssen, weil das Geld nicht reicht, liegt auf der Hand. Doch wenn die großen Unternehmen Personal abbauen, werden auch die bisherigen Nebenjobs bei den kleineren Firmen wegfallen. Es ist sicher richtig, dass der Direktvertrieb eine Möglichkeit bietet, etwas nebenher zu verdienen. Dass die Network-Karriere dieses Thema firmenübergreifend durch eine Nebentätigkeits-Initiative breit kommunizieren möchte, ist sicher ein guter Ansatz und begrüßenswert. L. Paschke Es ist sicher gut und auch notwendig, dass sich die Network-Karriere zunehmend auch im Social Media- Bereich engagiert. Bitte kommen Sie jedoch nicht auf die Idee, Ihre schöne Zeitung dem Social Media- Wahn zu opfern. Als Leserin der ersten Stunde möchte ich die Network-Karriere auch in Zukunft nicht nur auf dem Handy lesen können, sondern weiterhin richtig in der Hand halten. Katja Brändle Anmerkung der Redaktion: Keine Sorge, wir können uns der Social Media-Entwicklung nicht entziehen und bauen unsere Kommunikationsleistungen in diese Richtung erheblich aus. Aber die Basis ist und bleibt jedoch die monatlich erscheinende Network-Karriere in der gedruckten Form. Ich mache seit über 40 Jahre Zeitungen, Magazine und Bücher LESERBRIEFE IHRE MEINUNG IST GEFRAGT und weiß um die nach wie vor bestehende Bedeutung der gedruckten Medien. Das beste Beispiel ist für mich der Kindle Reader, der von Millionen genutzt wird. Im Urlaub ist der Kindle unverzichtbar. Zu Hause würde ich ihn nicht in die Hand nehmen, da brauche ich ganz klassisch ein Buch. Aus vielen Gesprächen weiß ich, dass dies ganz viele Buchleser auch so halten. Das zeigen auch die ständig zunehmenden Angebote gedruckter Bücher, Magazine und Zeitungen.

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Network-Karriere / Ausgabe 10/14 - "10 Jahre"

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