Aufrufe
vor 3 Jahren

NK 11_2016

  • Text
  • Unternehmen
  • Menschen
  • Zeit
  • Anitra
  • Geld
  • Berner
  • Branche
  • Produkte
  • Direktvertrieb
  • Frauke

22 TRAINING GO DIGITAL

22 TRAINING GO DIGITAL NOW! To-Dos und Termine fressen oft viel Zeit in unserem Alltag. Umso wichtiger ist es, dass sie an einem Ort schnell und einfach verwaltet werden können. Dafür gibt es einige digitale Helfer. Welche Ihrer täglichen To- Dos sind Ihre größten Zeitdiebe? Es sind nicht Abschlüsse oder Coachingcalls, die uns am meisten Zeit rauben. Aber wie viel unserer wertvollen Zeit verbringen wir mit ebendieser Aktivität? Viel zu wenig. Oftmals sind es die kleinen Dinge, wie beispielsweise Teammitglieder, die fünfmal in Folge einen Termin hin und her verschieben, bis endlich ein Treffen möglich ist. Genau diese Nebengeräusche gilt es so weit wie möglich zu minimieren. Es ist bewiesen, dass die Fokussierung auf vier bis sechs Kernprozesse die größ ten Ergebnisse bewirkt. Besonders deutlich wird dies in der Industrie: Dort läuft das Fließband 24 Stunden am Tag, an sieben Tagen die Woche und an 365 Tagen im Jahr. Auto um Auto und Schmuckstück um Schmuckstück werden in perfekt optimierten Prozessabläufen beinahe automatisch nach immer demselben Schema hergestellt. Wir im Vertrieb hingegen produzieren häufig wunderschöne Einzelstücke. Wir bauen für jeden Termin einen Prototyp und reparieren zwischendurch noch jede Menge Antiquitäten in unseren Teams. Echte Struktur ist vergleichsweise selten. Die entscheidende Frage, um unsere Umsätze zu multiplizieren, lautet also: Wie kommen wir vom Prototypenbau hin zur Serienfertigung? Eine gute digitale Antwort auf diese Frage bieten Google und Co. Lassen auch Sie und Ihre Teammitglieder sich von den Lösungen der Tech-Gurus inspirieren und heben auch Sie Ihre Organisation von der Edelboutique zum Produktionsun- VITA Thomas Reichart ternehmen. Im Folgenden lade ich Sie dazu ein, sich Ihr aktuelles System anzusehen und einen Prozessablauf zu entwickeln, um in die Serienfertigung zu kommen. Der Lohn dafür ist Wachstum innerhalb Ihres Teams sowie eine Produktivitäts- und Umsatzexplosion. Prototyp versus Serienfertigung Wir wissen in der Regel, wo, wie und warum wir Zeit verlieren. Doch was können wir tatsächlich tun, um vom Prototypenbau hin zur Serienfertigung zu gelangen? Die unten stehende Tabelle zeigt einige Beispiele. Technology Update für die Serienfertigung Noch bis vor wenigen Jahren schien es für viele Geschäftsmänner und -frauen beinahe unmöglich, einen sinnvoll strukturierten Kalender ohne eine Sekretärin zu führen. Heute werden diese Stellen selbst im Topmanagement vieler Großkonzerne gestrichen. Wie ist das möglich? Google und Co. übernehmen das Kalenderund damit auch das Zeitmanagement für uns mittlerweile beinahe Vertriebsprofi, Consultant, Redner, Autor, Impulsgeber Ihn leitet eine Passion: Wachstum durch Direktvertrieb. Thomas Reichart ist Vertriebsprofi, Consultant, Redner, Autor und Impulsgeber für Macher im direkten Vertrieb. Mit über 24 Jahren Berufserfahrung im Vertrieb, in der Beratung und im Top-Management verfügt er über einen bemerkenswerten und einzigartigen Hintergrund im Direktvertrieb sowohl im Vertriebsaufbau als auch im Top-Management im nationalen wie internationalen Kontext. Executives, die einen Umsatz von bis zu 45 Milliarden Euro verantworten, lassen sich von Thomas Reichart coachen. www.thomas-reichart.de Prozess Prototyp Serienfertigung Neue Vetriebspartner Das bestehende Team entwickeln Geschäftsinteressenten einschreiben und/oder Produkte verkaufen Teammeetings Mit jedem neuen Vertriebspartner einen Einzeltermin vereinbaren und diesen auf das Geschäft vorbereiten. Mit jedem einzelnen Mitglied der Organisation einen Termin vereinbaren und sich auf dessen Zeitfenster einrichten. Einzeltermin mit jedem der Interessenten im Kaffeehaus für jeweils eine Stunde. Wöchentliche Telefonate mit dem gesamten Team abhalten. vollkommen automatisiert. In der Umsetzung bedeutet das, dass Sie ne ben Ihrem privaten Kalender einen weiteren Kalender für Ihr Team erstellen. Dieser ist mit wenigen Mausklicks generiert und mit noch weniger Klicks mit jedem einzelnen Vertriebspartner innerhalb Ihrer Organisation geteilt. Im nächsten Schritt tragen Sie feste Termine für Webinare, Geschäftspräsentationen, Startertrainings und Teammeetings ein. Diese können Sie auch als wiederkehrende Events einstellen, um sich zukünftig Struktur zu geben sowie Zeit zu sparen. Ihre Team partner sehen dann zum einen, wann fixe Teamevents stattfinden und zum anderen, wann Sie für Einzelgespräche zur Ver- fügung stehen. Sollten Sie Hilfe bei der Einrichtung benötigen, so bietet Google einen hervorragenden Customer Service und ein geniales und leicht verständliches Hilfecenter. Sie führen viele Telefonate mit Ihrem Startertrainings als eintägiges Event je nach Wachstum des Teams 14-tägig oder einmal im Monat abhalten. Hier sämtliche neuen Vertriebspartner in einem Guss einlernen. Feste Zeitfenster mit vordefiniertem Zeitrahmen im Kalender anlegen. Ihr Team kann sich einbuchen, sobald es Ihre Unterstützung benötigt. Die Angst ablegen, vor einer Gruppe Fremder zu sprechen. Wöchentliche Webinare und Geschäftspräsentationen vor kleinen Gruppen abhalten. Step by Step die Gruppengröße erhöhen. Montags um 10 Uhr und freitags um 18 Uhr wöchentliche fixe Termine mit den Five Stars: den fünf Besten in der gesamten Struktur. Umsatzzahlen checken und neue Events planen. Team oder erhalten beinahe rund um die Uhr Anrufe von Kunden oder Geschäftsinteressenten? Mit der App Calendly kein Problem. Mit dieser App können Sie für Ihre Kunden Ihr eigenes Ein-Mann-Callcenter eröffnen. Mithilfe von Calendly er stellen Sie „Öff nungszeiten“, Sie legen fest, welche Arten (Kundengespräch, Coaching etc.) von Terminen Sie zu welcher Tageszeit wünschen, wie lang die Anrufe andauern sollen und wie viel Pufferzeit Sie zwischen zwei Anrufen benötigen. Der Clou: Calendly synchronisiert automatisch mit Ihrem Google- Kalender. Terminkonflikte gehören damit der Vergangenheit an. Wie können Sie Ihr Callcenter zur Verfügung stellen? Auch dies ist überaus komfortabel. Sie können Ihren Kalender per E-Mail teilen oder einfach in Ihre Homepage einbetten. Jeder, der ab heute mit Ihnen telefonieren will, kann genau das Datum und die Uhrzeit auswählen, die für ihn am besten ist. Mithilfe dieser Systeme gestalten Sie Ihre Tages- und Wochenplanung nach Ihren Wünschen. Dies bietet neben einer besseren Struktur Ihrer Abläufe zwei entscheidende Vorteile: Mehr Zeit für Sie selbst und damit mehr Zeit für Ihren Lifestyle. Zum zweiten entfallen aufwendige Terminkoordination und Administration innerhalb Ihres Systems. Auf diese Weise können Sie sich auf Ihre Kernprozesse fokussieren: Termine wahrnehmen und Umsatz generieren. Dies legt den Grundstein für solides Wachstum. Big Business Guys Das Geschäftsmodell des Direktvertriebs ist sehr flexibel und robust. Es gibt tausende erfolgreiche Vertriebspartner, die mit wenig oder nur bedingter digitaler Kompetenz arbeiten. Der digitale Wandel erfasst jedoch mittlerweile alle Bereiche der Wirtschaft und des Handels. Deshalb ist es wichtig, mit Kompetenz und Know-how die vielfältigen Möglichkeiten eines Digital-Lifestyles auch und gerade im Direktvertrieb zu nutzen. Egal ob mobil am Smartphone oder zu Hause an Computer oder Laptop, die Digitalisierung bietet die Chance, unser Geschäft zu vereinfachen und zu beschleunigen. Gehen auch Sie den nächsten Schritt hin zur digitalen Serienfertigung und leben Sie Big Business im direkten Vertrieb. 11.2016

SICHERHEIT 23 AUFPASSEN! SMARTPHONE-TROJANER AUF DEM VORMARSCH Schad-Software betrifft längst nicht mehr nur Computer, auch Smartphones und Tablet geraten zu nehmend in den Fokus krimineller Hacker. Auf diesen Geräten befindet sich bei vielen Nutzern das gesamte Leben: Von Shopping- und Banking-Apps über Social-Media-Profile bis hin zu persönlichen Daten ist alles auf den mobilen Geräten gespeichert. Kein Wunder also, dass Trojaner es verstärkt auf diese Geräte abgesehen haben. Eine besonders perfide Variante dieser Schadprogramme ist Tordow. Ursprünglich als Banking-Trojaner konzipiert, kann die neueste Version Android- Geräte vollständig übernehmen und fungiert so zusätzlich als Erpressungs-Trojaner. Das Smartphone vereint viele Dinge, die noch eine Generation vorher selbstverständlich getrennt waren. Es ist Kalender, Adressbuch, Kamera, Fotoalbum, MP3- Player, Gameboy, Zeitung, Navigationsgerät, PC, Shopping-Meile und immer häufiger sogar Bankschalter – alles in nur einem einzigen Gerät! Oft ist das gesamte Leben des Nutzers anhand der gespeicherten Daten nachvollziehbar. Da verwundert es nicht, dass Smartphones und Tablets stärker in den Fokus krimineller Hacker rücken und immer häufiger Schad-Software für mobile Betriebssysteme in Umlauf gebracht werden. Die Bandbreite reicht dabei, genau wie bei Computern, von Viren, die zu Fehlfunktionen führen, über Späh-Software, die die Kriminellen mit Daten versorgt, bis hin zu sogenannten Krypto-Trojanern, die das Gerät verschlüsseln und ein Lösegeld fordern. „Das Geschäft mit Verschlüsselungstrojanern und Späh-Software boomt derzeit auf allen Ebenen. Die erste Stufe sind die Programmierer, die die Schad-Software entwickeln und im Darknet zum Kauf anbieten. Ihre Kunden können sich dann entscheiden: Sind sie eher auf die Daten aus oder wollen sie nur schnell Geld verdienen? Im zweiten Fall kaufen sie einen Krypto-Trojaner, der die infizierten Geräte einfach komplett lahmlegt, bis ein Lösegeld gezahlt wurde, für das die Opfer wiederum den Ent schlüsselungs-Code erhalten“, erklärt Götz Schartner vom Verein Sicherheit im Internet e. V., neben der Sparda-Bank Baden- Württemberg einer der Mitveranstalter der Initiative Sparda SurfSafe. „Für die Kriminellen ist diese Ran somware äußerst lukrativ, denn bis der Code geknackt und damit kostenfreie Entschlüsselungs-Software verfügbar ist, vergeht einige Zeit. Wer in der Zwischenzeit auf die Daten auf seinem Smartphone angewiesen ist, hat keine andere Möglichkeit, als die geforderte Summe, meist ein Bitcoin (ca. 570 Euro; kursabhängig), zu zahlen. Die Summe ist so gewählt, dass sie zwar weh tut, aber meistens aufgebracht werden kann. Entdeckung müssen die Erpresser dabei nicht fürchten, denn der Geldfluss lässt sich kaum nachvollziehen. Ein kleiner Trost für Betroffene ist jedoch, dass die Täter offenbar zumindest einem gewissen Berufsethos unterliegen: Wer gezahlt hat, kann sein Handy danach meist schnell wieder nutzen.“ Doch nicht nur Verschlüsselungs-Trojaner finden derzeit massenhaft Verbreitung, auch Späh-Software ist auf dem Vormarsch. Seit Smartphones sich immer mehr zur Kommandozentrale des eigenen Lebens entwickeln, befinden sich auch immer größere Datenmengen und vor allem immer sensiblere Daten auf den Geräten. Insbesondere Shoppingund Banking-Apps sind lohnende Spähziele für Kriminelle, denn die gewonnenen Daten lassen sich direkt in Waren oder Geld umsetzen. „Ein großes Problem von Banking- Apps ist die Tatsache, dass viele Bank kunden auf das SMS-TAN-Verfahren setzen. Ein Schutzmechanismus dieses Systems liegt darin, dass zwei Geräte gebraucht werden, um eine Überweisung vorzunehmen: Der Computer, über den man sich einloggt und die Daten eingibt und das Handy, auf das die TAN geschickt wird. Wenn jetzt beide Schritte auf nur einem Gerät ablaufen und womöglich die Zugangsdaten noch in der App gespeichert sind, wird der Sicherheitsmechanismus ausgehebelt und Kriminelle können mit entsprechender Software die Daten einfach abgreifen und für sich nutzen“, warnt Schartner. Aus diesem Grund wird dieses Verfahren von den Bankinstituten wie beispielsweise der Sparda-Bank Baden-Württemberg abgeschafft. Doch warum sich für eine Variante entscheiden, wenn man mit einer Soft ware beides erledigen kann, also erst die Daten ausspähen und dann das Smartphone lahmlegen? Das haben sich wohl die Entwickler des gerade entdeckten Trojaners Tordow gedacht. Die Schad-Software ist ursprünglich als Banking-Trojaner in Umlauf gekommen, wurde allerdings in seiner neuesten Version um einige Funktionen erweitert. Inzwischen kann er das gesamte Smartphone übernehmen, das heißt er sammelt Benutzer- und Systemdaten, zeichnet Tastaturfolgen auf, kann eigenständig Anrufe tätigen, entgegennehmen, sperren und umleiten, weitere Komponenten und Programme herunterladen, SMS überwachen und filtern, auf infizierte Webseiten umleiten und das Handy starten und herunterfahren. „Tordow hat eine neue Dimension der Schad-Software gezeigt. Es ist sozusagen ein All-in-One-Schädling, der Daten sammelt und weiterleitet, aber auch als Erpresser-Software schnell Geld in die Kassen der Betreiber spülen kann. Bislang sind nur Android-Geräte betroffen, aber auch Apple-Nutzer sollten sich nicht zu sicher fühlen, denn vermutlich arbeiten die Hacker schon an Versionen für die anderen Betriebssysteme“, erklärt Götz Schartner. Besonders fies bei Tordow: Solange der Erpressermodus nicht aktiviert wird, bemerkt das Opfer nichts von ihm – und selbst wenn, ist eine Entfernung des Programms praktisch nicht möglich. Um sich vor solch bösen Überraschungen auf dem Smartphone zu schützen und das Risiko einer Infektion mit Tordow, Locky und Co. zu minimieren, haben die Experten des Vereins Sicherheit im Internet e. V. für SpardaSurfSafe die wichtigsten Regeln zusammengetragen: Auch das Smartphone und das Tablet brauchen eine Antiviren- Software! Die Funktionen der Geräte nähern sich immer mehr einem normalen Computer an und damit gelten auch dieselben Regeln. Eine aktuelle Antiviren-Software sollte daher ebenso Pflicht sein wie regelmäßige Updates. Updates des Betriebssystems sollten aufgespielt werden! Bei Updates werden regelmäßig Sicherheitslücken geschlossen, über die sich Schad-Software einschmuggeln könnte. Wer regelmäßig Updates durchführt, minimiert also die Gefahr, sich einen in Umlauf befindlichen Virus einzufangen. Keine Programme aus unbekannten Quellen installieren! Der AppStore und GooglePlay sind immer noch die sichersten Quellen, wenn es darum geht, Programme herunterzuladen. Wer sich an anderer Stelle bedient, läuft Gefahr, eine mit Schädlingen verseuchte Version zu laden – auch bei bekannten Programmen wie Pokémon Go. Zur Sicherheit kann man in den Einstellungen unter dem Punkt „Anwendungen“ auch das Laden von Apps aus unbekannten Quellen deaktivieren. Nur die wirklich benötigten Berechtigungen zulassen! Apps fordern bei der Installation oft weitreichende Berechtigungen. Hier sollte genau hingesehen werden, ob diese auch für die Funktion des Programms nötig sind. Unbekannte Dateianhänge und Links bergen Gefahrenpotenzial! Schad-Software verbreitet sich nicht nur über heruntergeladene Programme, sondern auch per E-Mail und SMS als Dateianhang oder über kompromittierte Links. Dateien und Nachrichten, die keinem bekannten Absender zugeordnet werden können, sollten daher mit Misstrauen behandelt werden. Regelmäßige Back-ups sichern die Daten! Wird man doch Opfer von Ransomware, können sich diejenigen relativ entspannt zurücklehnen, die ihre Daten durch regelmäßige Updates gesichert haben. Die Zeitabstände sollten nicht zu groß gewählt werden, damit möglichst wenige Daten verloren gehen. Schutzmechanismen nicht umgehen! Natürlich ist es praktisch, seine Bankgeschäfte direkt auf dem Handy abzuwickeln, doch dann sollte man auf SMS-TAN besser verzichten. Das gilt auch für andere Programme, für die mehrere Sicherheitsstufen vorgesehen sind. Weitere Informationen zum Thema Sicherheit finden Sie unter: www.spardasurfsafe-bw.de

NETWORK-KARRIERE

Network-Karriere / Ausgabe 10/14 - "10 Jahre"

Aktuelles