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NK 11_2016

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26 TRAINING MACH DIR DIE

26 TRAINING MACH DIR DIE WELT, WIE SIE DIR GEFÄLLT! „Ich bin einfach nicht gut in der Telefonakquise, das liegt mir nicht …“ Du glaubst nicht, wie oft ich Sätze wie diesen schon in meinen Trainings gehört habe. Weißt du, was das Fatale daran ist? Dabei handelt es sich um selbsterfüllende Prophezeiungen. Je öfter du dir selbst so einen Quatsch einredest, umso eher wirst du bei deinem nächsten Akquise-Telefonat scheitern. Ich ken ne Verkäufer, die haben schon die Schweißtropfen auf der Stirn stehen, bevor sie überhaupt zum Hörer greifen. Dabei muss das überhaupt nicht sein – denn nur wir selbst sind verantwortlich für die Glaubenssätze, nach denen wir leben! Ich möchte mich gar nicht frei davonmachen. Auch ich bin in meiner Jugend mit, sagen wir mal, eher bescheidenen Glaubenssätzen aufgewachsen. In meiner Schulzeit gab es eine ganze Menge prägender Erlebnisse, die geschafft habe. Als mir ein wichtiger Wegbegleiter nahelegte, dass ich ein Buch schreiben sollte, habe ich ihn erst mal für völlig verrückt erklärt. Ein Buch schreiben – ich? Das erschien mir nicht gut für Ihrem so unwahrscheinlich, wie wenn ein mein Ego waren. Zum Frücht chen wird NIE österreichischer Bodybuilder kalifor­ Beispiel musste ich eines Tages im was werden!“ Hammer! Überleg mal, nischer Gouverneur werden könnte. Musikunterricht zum Vorsingen nach wie aggressiv und wie gehässig. Was Wie diese Geschichte ausgegan­ vorne. Meine Hypothek war, dass musst du für ein armes kleines Würst­ gen ist, ist allgemein bekannt. sowohl mein Bruder als auch meine chen sein, wie wenig muss aus dir Ich hatte den glasklaren Glaubens­ Schwester sehr musikalisch waren. geworden sein, um einen völlig ver­ satz „Ich kann kein Buch schreiben.“ Das half mir jedoch kein bisschen: unsicherten Jungen in der Pubertät Doch dieser besagte Freund ließ Das Vorsingen ging total in die Ho­ dermaßen zu demütigen! Und weil nicht locker und unterstützte mich se. Und der Lehrer hatte sein Ziel ein guter Teil der Lehrer ihre Schu­ unglaublich. Was daraus geworden erreicht. Das Schlimmste war sein he auf mir abstreiften, hatte ich na­ ist, weißt du: Eben ist mein inzwi­ mitleidiger Ton: „Ach, Martin, setz dich türlich auch überhaupt kein Stan­ schen fünftes Buch erscheinen. Ich VITA wieder hin. Du bist halt unmusikalisch. Das ist halt so …“ So entstehen ding in der Klasse. So funktioniert Führung – auch im Negativen. bin unglaublich froh, dass ich mich aufgerafft habe und den negativen Martin Limbeck Glaubenssätze. „Du bist halt unmusikalisch!“ Treffer. Versenkt. Ich ha be Programmier dich auf Erfolg! Stimmen um mich herum und in meinem Kopf den Kampf angesagt Martin Limbeck ist einer der meist­ das verinnerlicht und glaubte tat­ Ok, Singen ist heute immer noch habe. Und das nicht nur in Bezug gefragten Verkaufs-Experten im eng­ sächlich fast mein ganzes Leben nicht meine Stärke. Doch wenn ich auf Bücherschreiben. Ich hatte einst lisch- und deutschsprachigen Raum. Seit mehr als 20 Jahren begeis­ lang, dass ich unmusikalisch sei. Nur es tue, dann frei von jeglichen Hem­ negative Glaubenssätze und bin tert er mit seinem Insider-Know-how und praxisnahen Strategien weil so ein schlechter Lehrer sich sei­ mungen und einfach, weil mir gera­ heute einer, der auch andere moti­ Mitarbeiter aus Management und Verkauf. Bis heute trat er bereits in ner Verantwortung nicht bewusst war de danach ist. Bis dahin war es ein vieren kann. mehr als 20 Ländern auf der ganzen Welt auf. Nicht nur in seinen und es nötig hatte, einen schwachen langer Weg. Denn niemand außer Ich hatte früher einen Hang zum Ne­ provokativen und motivierenden Vorträgen, sondern auch in den Schüler noch schwächer zu machen. dir selbst kann die negativen Glau­ gativen und bin heute ein leuchten­ umsetzungsorientierten Trainings steht das progressive Verkaufen Ähnlich erging es mir mit meinem benssätze aufbrechen. Du musst dich der Optimist. Ich sage dir: Wenn du in seiner Ganzheit im Mittelpunkt. Dies hat ihn in den letzten Jahren Deutschlehrer. Er war unser Klassen­ ihnen stellen und dich von deinen erkannt hast, womit du dein Leben zu einem der effektivsten und wirksamsten Speaker und zum Trainer lehrer und glaubte damit, die Hoheit selbst auferlegten Fußfesseln lösen. verändern kannst, dann relativiert sich der Jahre 2008 und 2011 gemacht. über unseren weiteren Lebensweg Ich habe mich zum Beispiel auch vieles von dem Geschwätz. Auf ein­ www.managementtraining.de zu haben. Einmal bestellte er meinen lange damit rumgeschlagen, dass mal sieht die Welt ganz anders aus Vater ein, weil ich schlechte Noten ich die Schule nur so mit Ach und und vieles geht dir bedeutend leich­ hatte. Er sagte: „Herr Limbeck, aus Krach und einigem Abschreiben ter von der Hand. Also pack es an! 11.2016

TRAINING 27 WEGLAUFEN IST KEINE LÖSUNG Ich will weglaufen. Ganz weit weg. Oder nein. Noch besser wäre es, einfach die Decke über den Kopf zu ziehen und sich vor der Welt zu verkriechen. Wenn alles zu viel wird: Weglaufen! So war bisher meine Strategie. Nicht bewusst, sondern unbewusst. Zum Beispiel war ich mal sehr knapp bei Kasse und jedes Mal, wenn ich ohnmächtig beim Kassensturz feststellte, dass kein Geld mehr da ist, habe ich online eingekauft. Verdrängung vom Feinsten. Einfach das Problem ignorieren und erst recht einkaufen. Warum? Weil es mir gerade so schlecht geht und der Einkauf mich glücklich macht. Ebenso ist es bei meiner Ernährung. Wenn ich mich ärgere, dass ich vermeintlich ein paar Kilo zu viel drauf habe: Dann gehe ich los und kaufe Süßigkeiten. Warum? Weil es mich glücklich macht. Für den Moment. Ich habe es mir verdient Vor allem, wenn ich viel geleistet habe, dann kommt mir der Gedanke: Ich habe es mir verdient. Wenn die Waage also zu viel anzeigt, dann sage ich mir: „Wie blöd. Gegen den Kummer isst du jetzt erst einmal nach Herzenslust. Das hast du dir verdient. Spielt jetzt ja eh keine Rolle mehr. Morgen fängst du dann wieder mit einer Diät an.“ Oder wenn ich knapp bei Kasse war und überlegt habe, wie ich finanziell die nächsten Monate überleben soll, dann kaufte ich fast automatisch ein. Nie etwas Großes, weil ich ja kein Geld habe, doch eine Kleinigkeit hier, eine Kleinigkeit dort und die summieren sich dann doch. Weil ich es mir verdient habe, nach dem Schock. Hauptsächlich aber, weil ich die Ohnmacht nicht aushalte. Weil ich nicht hinsehen möchte. Hilft es? Ja. In den ersten Minuten und Stunden hilft es sogar sehr gut. Doch danach nicht mehr. Stehen bleiben Seitdem mir bewusst ist, dass ich bei schwierigen Situationen dazu neige, mich vermeintlich zu belohnen, frage ich mich: „Brauche ich das wirklich? Oder will ich damit nur weglaufen?“ Es hilft schon ungemein, sich dies bewusst zu machen. Mir tun diese Übersprungshandlungen nicht gut. Das Weglaufen ist keine Lösung. Unter der Decke verkriechen und die Welt ausblenden auch nicht. Seitdem bleibe ich stehen. Ich halte die Angst aus. Die Ohnmacht. Den Ärger. Den Frust. Was auch immer an unangenehmen Gefühlen hoch kommen mag. Ich bleibe stehen und halte es aus. Bei Vorträgen und Meetings gilt dasselbe Genau dies rate ich auch Menschen, die vor einer Gruppe wie gelähmt sind: Nicht weg rennen. Aushalten. Stehen bleiben. Hinschauen. Somit in diesem Fall die Zuhörer anschauen. Das Gefühl bewusst fühlen. Das gibt Präsenz. Spüren Sie sich mit allem, was an Gefühlen hochkocht. Verdrängen Sie nichts. Vielen hilft es ungemein, sich selbst die Erlaubnis zu geben, alles zu fühlen und zuzulassen. Stehen bleiben und hinschauen ist häufig nicht leicht. Doch es ist ein Weg raus aus dem Dilemma. Es hilft ja nichts, wenn Sie mit einer vermeintlichen Belohnung das Drama nur noch schlimmer machen. Fazit: Bleiben Sie stehen. Lassen Sie alle Gefühle zu und denken Sie sich, dass es okay ist, sich gerade blöd zu fühlen. Weglaufen ist keine Lösung, auch wenn es sich im ersten Schritt besser anfühlt. Stehen bleiben fühlt sich dagegen im ersten Schritt häufig schrecklich an, aber ist dauerhaft ein riesengroßer Schritt zu Ihrem persönlichen Ziel. http://ichrede.de EUROPAS GRÖSSTE WIRTSCHAFTSZEITUNG FÜR DEN DIREKTVERTRIEB DAS JAHRES-ABONNEMENT: IHR BESTES TOOL FÜR EIN ERFOLGREICHES BUSINESS Tun Sie sich was Gutes, lesen Sie was Gutes: Die Network­Karriere. Die neuesten Branchen­News national und international, In siderwissen und Erfolgsstorys, Trainingsthemen, Lifestyle und mehr erfahren Sie monatlich durch die Network­Karriere. Nutzen Sie diese Quelle der Information als Unterstützung für Ihr tägliches Geschäft und unterstreichen Sie die Seriosität dieser Branche durch fundierte journalistische Inhalte und Top­Interviews mit Politikern, Meinungsbildnern und Personen des öffentlichen Lebens. Mit dem Jahres­Abonnement der Fachzeitung erhalten Sie alle Informationen druckfrisch eine Woche vor dem Handel nach Hause geliefert und profi tieren zeitgleich durch Sonder­Aktionen und ­Leistungen des Verlages. > Keine automatische Verlängerung – keine Kündigungsfristen – solide und fair > Jetzt online abonnieren und ab der nächsten Ausgabe immer top­informiert sein: WWW.NETWORK-KARRIERE.COM

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Network-Karriere / Ausgabe 10/14 - "10 Jahre"

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