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NK 11_2016

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6 BRANCHE Aber

6 BRANCHE Aber ,Tochter-Bonus‘ gab es nicht – ich musste mir meine Sporen schon hart erarbeiten und verdienen. Meine Schule war schon eine der etwas härteren Art – aber dadurch habe ich auch gelernt, mich immer durchzubeißen und konnte unendlich viel lernen und dafür bin ich meinen Eltern sehr dankbar.“ Nach dem Tod des Geschäftsführers und Gesellschafters Hans-Günter Berner im November 2007 übernahm seine Tochter dann die alleinige Führung. Als typische Norddeutsche stellt sie dabei hohe Ansprüche an die Unternehmensphidie Geschicke ihres Unternehmens noch einige Jahre gemeinsam mit ihrem Vater lenken konnte: „Natürlich habe ich viel von ihm gelernt. Dafür bin ich unendlich dank bar. Mein Vater war nicht nur Pionier und Koryphäe auf dem Gebiet der Forschung und Produktentwicklung, sondern auch ein unumstrittener Fachmann, was den Direkt- beziehungsweise Strukturvertrieb angeht. Mein Vater und ich waren schon sehr eng miteinander, aber manvon Haut und Haaren entwickelt wurde. Trumpf ist dabei vor allem Natürlichkeit. „Wir haben mit unseren funktionellen Lebensmitteln einen sehr hohen Standard gesetzt, den wir natürlich auch für die Kosmetiklinie übernehmen sollten“, so Frauke Berner in einem damaligen Interview mit Network-Karriere. Die Produkte wurden daher in enger Zusammenarbeit mit renommierten Kosmetikherstellern in der Schweiz entwickelt. Zulosophie: „Auf den Punkt gebracht, geht es uns um Geradlinigkeit, Ehrlichkeit, Kompetenz und Durchhaltevermögen. Wind von vorne gibt es immer mal – aber erstens haben wir Norddeutschen grundsätzlich mal eine positive Einstellung zum Wind und Sturm ist sowieso erst, wenn die Schafe keine Locken mehr haben und zweitens begreife ich Schwierigkeiten immer auch als Her ausforderung. Es ist doch super, wenn man es geschafft hat, schwierige Vorgänge zu lösen und alles was einen nicht umbringt, macht sowieso nur härter. Also auf den Punkt gebracht: Jammern oder Aufgeben ist nicht.“ Die Diplom-Betriebswirtin bezeichnete es als großes Glück, dass sie ches Mal sind natürlich auch die ,Fetzen geflogen‘ und dann sind zwei norddeutsche Sturköpfe aufeinander geknallt. Aber auch das gehört doch zur erfolgreichen Führung eines Unternehmens dazu – kontroverse Diskussionen sind ungeheuer wichtig und belebend“, erzählt die 48-Jährige. Neue Trends beobachten Da die Produkte immer auf dem neusten Stand sein müssen, setzt sich Frauke Berner für die Forschung und auch Weiterentwicklung ein. „Wir beobachten die Forschungen und Entwicklungen insbesondere auf dem Gebiete der gesunden Ernährung natürlich immer sehr genau und sind stets darüber auf dem Laufenden, welche neuen Erkenntnisse es gibt oder welche Ernährungstrends für die Zukunft eine Rolle spielen könnten. So ernähren sich heute z. B. viele Menschen vegetarisch oder vegan und dieser Trend wird nach meiner Einschätzung in den nächsten Jahren noch zunehmen. Als Unternehmen sollten wir auf die Bedürfnisse dieser Menschen natürlich eingestellt sein und ihre Ansprüche kennen. Unsere funktionellen Lebensmittel sind daher alle für eine vegetarische und einige auch für eine vegane Lebensweise geeignet.“ Neben der Forschung ist die Ausbildung, Förderung und Unterstützung der Berater und Teamleiter das persönliche Steckenpferd der Geschäftsführerin: „Wir bieten ihnen Perspektiven und sind offen für neue Erkenntnisse. Wie ein Organismus, der auf dem Zusammenwirken einzelner Zellen basiert, so lebt unser Unternehmen von jedem einzelnen Men schen, der mit Verantwortung für sich und uns seinen Erfolg zu dem des Unternehmens macht. Mit Menschen und für Menschen in einem großen Netzwerk arbeiten – was kann es Schöneres geben?“ Das bewährte Schulungskonzept trug auch zum Erfolg der Einführung der Kosmetik-Linie in 2013 bei. Den ersten Schritt in diese Richtung wagte das Unternehmen ja bereits 2003 mit dem Produkt Cellagon felice, das als „Beauty-Food“ fungiert und vor allem die optimale Versorgung dem wird auf Paraffine, Parabene, Silikone und PEGs verzichtet. Auch im Rahmen der Kosmetik ist das Unternehmen nachhaltig orientiert und setzt u. a. ausgeklügelte Refill- Systeme und Recycling-Glas ein. Seit dem Frühjahr verfügt das Unternehmen mit der Linie „Skin Concept“ auch über eine zertifizierte Naturkosmetik-Linie. Das dahinter stehende Prinzip lautet „Pimp your cream“ und ermöglicht dem Anwender mit wenigen, genau aufeinander abgestimmten Produkten, jeden Tag individuell auf die Bedürfnisse und Ansprüche der Haut einzugehen. Die Kosmetik-Linie sorgte auch dafür, dass nun auch Beraterinnen und Berater Zugang zum Unternehmen fanden, die sich bisher rein auf den 11.2016

BRANCHE 7 Vertrieb kosmetischer Produkte spezialisiert hatten. „Wer sich Genuss erlaubt, lebt gesünder“ Bei all ihren Vorhaben hat Frauke Berner immer tatkräftige Unterstützung – so u. a. von Ernährungsexpertin Dr. Susanne Finzel. Selbst sie gesteht sich ein, es nicht immer zu schaffen, sich gesund zu ernähren und auch mal zu reinen Genussmitteln zu greifen. „Wer sich Genuss erlaubt, lebt gesünder“, sagt die Ernährungswissenschaftlerin. Wichtig sei nur, dass man sich im „Grundtenor ausgewogen ernährt“. Dazu können funktionelle Lebensmittel wie von Cellagon auch beitragen. Susanne Finzel und Frauke Berner sind überzeugt, dass sich das Ernährungsverhalten so stark verändert hat, dass es mit mal einem Apfel oder einer Bananen zwischendurch nicht getan ist und wir nicht unseren Tagesbedarf an Vitaminen, Mineralstoffen und Co ausreichend decken. Dabei sind beide überzeugt, eine gesunde Ernährung und körperliche Gesundheit untrennbar mit einander verbunden sind. „Wir sind wohl satt, aber mangelernährt“, ist Susanne Finzel überzeugt. Doch obwohl Cellagon bei dem Ungleichgewicht ansetzt, will Frauke Berner nicht behaupten, dass sie den „heiligen Gral“ der gesunden Ernährung vertreibt: „Dafür ist die gesamte Thematik Ernährung auch viel zu komplex“. Dennoch versucht sie so viele Mikronährstoffe aus der Natur zu ziehen wie nur möglich. Im Jahre 2015 haben die beiden findigen Damen dann noch einmal einen draufgesetzt und das Ernährungskonzept um hochwertige Makronährstoffe erweitert. „Das war nach der Kosmetik im Jahr 2013 schon ein weiterer Quantensprung“, resümiert Frauke Berner. Vier Funktionsöle, basierend auf hochwertigstem Leinöl kombiniert mit pflanzlichen Ölen, die – und das ist der besondere Clou – passend zu dem jeweils zugehörigen Nährstoffkonzentrat entwickelt wurden. „Wir alle sind unterversorgt mit Omega-3­ Fettsäuren und nehmen viel zu viele Omega-6-Fettsäuren zu uns. Hier sind wir wirklich in eine vollkommene Dysbalance geraten. Dass das so ist, war uns natürlich schon lange bekannt – aber wir hatten bisher nicht so den richtigen Ansatz gefunden, in welcher Form wir bei Cellagon darauf reagieren konnten oder wollten“, erzählen die beiden Damen. „Aber manchmal hilft eben auch ,Kommissar Zufall‘ und es entstehen Kontakte, die dann den Aufbruch zu ganz neuen Horizonten ermöglichen.“ Aber nicht nur die einzigartigen Leinöl-Cuvées bereichern das Ernährungskonzept des Unternehmens, denn seit dem Herbst 2015 gibt es mit dem Produkt Cellamino auch ein rein pflanzliches Eiweißpulver, das aus einer Kombination hochwertiger pflanzlicher Eiweiße besteht und – ebenso wie die Funktionsöle – biozertifiziert ist. Mit diesem Ernährungskonzept deckt das Unternehmen nun nicht nur die Mikronährstoffe ab, sondern bietet dem Verbraucher auch die Möglichkeit, sich aus einer Hand mit hochwertigen Fetten und Eiweißen zu versorgen. Das Geniale an dem Cellagon-Ernährungskonzept ist, dass sich aus der Kombination von Mikronährstoffen, Ölen und Protein ein super leckerer Shake ergibt, der nicht nur ausgewogen und komplex ist, sondern der gleichzeitig auch noch für eine gute Sättigung sorgt. Hier haben die beiden blitzgescheiten Damen wirklich ganze und sehr überzeugende Arbeit geleistet. Vielfalt und Abwechslung Komplettiert wird das Lebensmittel- Angebot von vier ausgesprochen leckeren, außergewöhnlichen und gesunden Fruchtriegeln, die mit einem fröhlich-modernen Auftritt daherkommen und insbesondere auch für die Kleinen einen tollen Pausensnack darstellen. Hinzu kom men zwei ebenfalls sehr wohlschmeckenden Toppings, die aus geschrotetem Leinsamen und Fruchtflocken bestehen und in zwei Sorten für die gesunde Abrundung des täglichen Frühstücks sorgen. „Da haben wir schon ganz schön was gerissen“, lacht Frauke Berner und gesteht, dass es für den einen oder anderen Berater schon mal schwierig gewesen sein muss, diesem Innovationstempo zu folgen. „Aber nützt ja nichts – wer rastet, der rostet und nur vorne gibt’s Geld und daher mussten wir unseren Partner diese etwas schnellere Gangart eben auch mal zumuten.“ Trotzdem ist es der Geschäftsführerin aber ganz besonders wichtig, dass ihre Vertriebs partner auch von den neuen Produkten überzeugt sind und verstehen, war­ um die Produktpalette so umfangreich erweitert wurde. Dafür werden die Berater nicht nur intensiv geschult, sondern haben darüber hinaus die Möglichkeit, sich intensiv beim eigens dafür eingerichteten wissenschaftlichen Dienst des Unternehmens beraten zu lassen. Weiterbildungen und Workshops werden aber natürlich nicht nur vom Unternehmen selbst, sondern auch von den Führungskräften des Unternehmens für die einzelnen Berater- Teams veranstaltet. Damit und mit der innovativen Produktpalette schafft das Unternehmen alle Voraussetzungen dafür, dass die Ver triebspartner ein gutes Einkommen erzielen könnten. Wie viel Zeit und Engagement die Be rater dafür dann aber einsetzen, bleibt ihnen überlassen. „Im Network-Marketing ist wirklich jeder seines Glückes Schmied“, sagt die Geschäftsführerin. Bei der Hans-Günter Berner GmbH & Co. KG gibt es aber die Möglichkeit, die Tätigkeit nebenberuflich oder hauptberuflich als eigenes Unternehmen ohne irgendein wirtschaftliches Risiko auszuüben. Bei der Gründung des eigenen Unternehmens stehe jederzeit jemand beratend zur Seite. „Ich möchte z. B. keinesfalls, dass ein Berater ein sicheres Angestelltenverhältnis aus totaler Euphorie und Begeisterung für das Cellagon-Geschäft zu schnell aufgibt. Wir sagen daher immer: ,Solange du nicht dauerhaft das doppelte Einkommen mit Cellagon im Vergleich zu deinem jetzigen Einkommen erzielst, solltest du das Beschäftigungsverhältnis nicht aufgeben.‘“ Das soziale Umfeld ist ebenso wichtig Trotzdem ist Frauke Berner davon überzeugt, dass Geld nicht dauerhaft motiviert. „Es mag ein Anreizfaktor sein, aber wenn es regelmäßig vorhanden ist, dann wird es schnell zum Status quo.“ Heutzutage seien daher ganz andere Dinge wichtiger: flexible Arbeitszeiten, ein gutes soziales Umfeld, Beachtung oder eine Möglichkeit zum „Herzausschütten“. Die Geschäftsführerin ist überzeugt, dass damit viel mehr erreicht wird, als mit Geld. Diesen Ansatz verfolgt sie auch bei den Mitarbeitern in der Zentrale und so kommt es zu flachen Hierarchien. „Jeder einzelne Mitarbeiter hat so viele gute Ideen und Ansätze – warum also nicht aus diesem riesigen Pool schöpfen?“, sagt Frauke Berner. Diesen Pool fördert auch Kai-Uwe Hausmann, der seit 1996 beim Unternehmen ist und seit dem Jahre 2007 auch als Vertriebscoach bei der Hans-Günter Berner GmbH & Co. KG fungiert. Sein Ziel ist es den Beratern klarzumachen, dass man aktiv etwas aus seinem Leben machen muss, um erfolgreich zu sein. „Die Ungewissheit ist längst die einzige Gewissheit, die wir haben“, lautet die Überzeugung von Kai-Uwe Hausmann. Er versucht den Vertriebspartnern klarzumachen, dass es am Ende des Tages immer wichtig ist, ob ein Geschäft Ertrag oder Risiko ist. Das sollte aber niemanden abschrecken. Er möchte klarmachen, dass dies völlig normal ist und hatte aus diesem Anlass heraus das Buch „Mit Herz dabei“ geschrieben. Er will deutlich machen, dass es im Leben nicht immer auf die Erfüllung der Pflichten ankommt, sondern auch darauf, dass man für eine Sache brennt. Das gesamte Buch „Mit Herz dabei“ wurde übrigens als Lesernutzenserie in der Network-Karriere veröffentlicht und bekam erstklassige Kritiken. Toll, was das Unternehmens aus dem hohen Norden da in den letzten Jahren so alles auf die Beine gestellt hat. Man kann wirklich sagen, dass Frauke Berner ihr Unternehmen mit der gleichen Leidenschaft und Begeisterung führt, wie es einst ihr Vater getan hat. Diese Liebe und zugleich die große Prise norddeutschen Charmes, ansteckender Fröhlichkeit und Leichtigkeit tragen das Unternehmen und wirken wie ein Magnet, der die Berater zusammenhält. Die meisten Direktvertriebsund Network-Marketing- Un ternehmen werden von Männern geleitet. Nur ganz selten steht eine Frau an der Spitze. Dabei sind Frauen, wie das Beispiel Frauke Berner, Geschäftsführerin der Hans-Günter Berner GmbH & Co. KG, zeigt, durchaus willens und in der Lage, eine solche Firma erfolgreich zu führen, die Vertriebsteams zu motivieren, zusammenzuhalten und in der laufenden Produktentwicklung und -erweiterung ihre ganz konkreten Vorstellungen umzusetzen. Mehr noch: Der von Frauke Berner geführte Familienbetrieb ist ein Paradebeispiel für ein seriöses, werteorientiertes Network-Marketing-Unternehmen allererster Güte. Dafür gebührt ihr anlässlich des 30-jährigen Cellagon-Jubiläums der Network- Kar riere Award „Direktvertriebs-Unternehmerin des Jahres“. Frauke Berner, sichtlich stolz auf die Auszeichnung: „Dieser Preis ehrt mich sehr und ich möchte ihn gerne mit all meinen Mitarbeitern, unserer großen Berater-Familie und vor allem mit meinem ,besten Ehemann der Welt‘ teilen. Vor allem meinem Mann gelingt es immer wieder, mich in meiner Kreativität und in meiner Neugier auf das, was alles noch so möglich ist, bestmöglich zu unterstützen und trotzdem an der einen oder anderen Stelle auch mal den ,Anker reinzuhauen‘, bevor ich es allzu bunt treibe und der in seiner ruhigen und sachlichen Art den perfekten Gegenpol zu mir bildet. Der Erfolg dieses Unternehmens wird von so vielen tollen Menschen getragen und ich fühle mich unglaublich reich beschenkt und geehrt, dass ich so ein tolles Unternehmen in die Zukunft führen darf.“ www.cellagon.de

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Network-Karriere / Ausgabe 10/14 - "10 Jahre"

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