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NK 12_2018

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2 EDITORIAL

2 EDITORIAL VERLÄNGERUNG DER LEBENS­ ARBEITSZEIT ODER BEZAHLTE AUSZEIT FÜR ARBEITNEHMER? LIEBE LESERINNEN UND LESER, wie weit die GroKo-Parteien unserer Bundesregierung auseinander sind, zeigen zwei aktuelle Diskussionen im Lager der CDU und der SPD: Während die CDU laut darüber nachdenkt, die Lebensarbeitszeit von bisher 67 Jahren zu erhöhen, weil die Renten sonst ohne weitere Beitragserhöhungen nicht finanzierbar sind, fordert die SPD, eine bezahlte Auszeit für Arbeitnehmer. Das Modell von SPD-Generalsekretär Lars Klingbeil sieht vor, dass jeder Erwerbstätige mit jedem Jahr der Berufstätigkeit einen Anspruch auf eine bezahlte „Auszeit“ von einem Monat erwerben kann. Dies würde bedeuten, dass ein Arbeitnehmer nach sechsjähriger Tätigkeit sechs Monate plus seinem tariflichen Urlaub zu Hause bleiben darf. Sammeln soll erlaubt sein, so Klingbeil, nach zwölf Jahren kann der Arbeitnehmer ein ganzes Jahr frei nehmen. Dabei soll es sich jedoch nicht um einen unbezahlten Urlaub handeln. Der Staat solle diese zusätzliche Freizeit mit 1.000 Euro pro Monat bezuschussen und zusätzlich die Kran kenkassenkosten tragen. Steuerfrei versteht sich. Welche Auswirkungen diese Schnapsidee auf die Rentenkassen haben würde, sagt Klingbeil nicht. Einmal unabhängig von der Frage, wie diese Luxusfreizeit finanziert werden soll, scheint sich bei der SPD niemand einen Kopf darüber zu machen, welche Auswirkungen eine solche Forderung auf die Unternehmen, aber auch die betroffenen Mitarbeiter haben könnte. Wie sollen Fachkräfte, die die halb- oder ganzjährige Auszeit in Anspruch nehmen, in einem Betrieb ersetzt werden? Der Fachkräftemarkt ist ohnehin leergefegt und den Langzeitarbeitslosen dürfte es wohl in den meisten Fällen an der Qualifikation fehlen. Selbst wenn ein Lückenfüller gefunden werden könnte, was passiert mit ihm, wenn der Auszeit nehmende Mitarbeiter zurückkommt und wieder seinen Arbeitsplatz verlangt? Viele betroffene Arbeitnehmer dürften sich zunächst über den Vorschlag von SPD-Generalsekretär Lars Klingbeil freuen. Zumindest so lange, bis sie darüber nachdenken, ob sie in unserer heutigen schnelllebigen Entwicklung nach einer halb- oder ganzjährigen Auszeit für ihren bisherigen Arbeitsplatz noch qualifiziert genug sind. Von der Frage der finanziellen Möglichkeit, sechs oder zwölf Monate mit 1.000 Euro überleben zu können, einmal ganz abgesehen. Schließlich laufen die Kosten für Miete, Familienunterhalt, Energie, Auto und Telekommunikation weiter. Laut dem Schuldner-Atlas waren 2017 in der Bundesrepublik 10,04 Prozent der Haushalte überschuldet. Mit einer nachhaltigen Entspannung der Überschuldungslage in Deutschland ist nicht zu rechnen, so eine Meldung von Creditreform. Auf den Punkt gebracht: Die Forderung einer bezahlten Auszeit für Arbeitnehmer nach jeweils sechs oder zwölf Berufsjahren ist nichts als heiße Luft. Dass die SPD mit solchen undurchdachten Ideen ins Gespräch kommen und ihre abgewanderten Wähler zurückgewinnen möchte, ist offensichtlich. Unser Land hat andere Probleme, die den Wählern auf den Nägeln brennen. Was meinen Sie, liebe Leserinnen und Leser zu diesem Thema? Schreiben Sie uns: leserbriefe@network-karriere.com Herzlichst Ihr Bernd Seitz Herausgeber der Network-Karriere IMPRESSUM HUT AB VOR SO VIEL SOZIALEM ENGAGEMENT EUROPAS GRÖSSTE WIRTSCHAFTSZEITUNG FÜR DEN DIREKTVERTRIEB GKM-Zent ral re dak ti on GmbH Bild nach weis: fotolia Bos ler stra ße 29 · 71088 Holz ger lin gen An zei gen ab tei lung: Uwe Tammen Tel.: 07031/744-0 · Fax: 07031/744-199 E-Mail: uwe.tammen@net work-kar ri e re.com www.net work-kar ri e re.com Tel.: 0 7031/744-110 Verlagsleiterin: Petra Seitz Fax: 0 7031/744-195 E-Mail: verlagsleitung@net work-kar ri e re.com Grafik: Thomas Prantl He raus ge ber: Bernd Seitz E-Mail: satz@net work-kar ri e re.com Chef re dak teu r: Bernd Seitz V.i.S.d.P. Redaktion: Bernd Seitz E-Mail: he raus ge ber@net work-kar ri e re.com E-Mail: redaktion@net work-kar ri e re.com Gastautoren: Lektorat: Kerstin Thierschmidt Peter H. Buchenau Kundenser vice: Prof. Dr. Gunter Dueck E-Mail: verlag@net work-kar ri e re.com Reiner Holznagel Druck: Hamberger Offsetdruck Fikret Kinavli Gottlieb-Daimler-Straße 4 Markus Miller 71093 Weil im Schönbuch Robert Pauly Copyright: Alle Inhalte der Network-Karriere sind urheberrechtlich geschützt. Chiara Ponti Die Rechte für Konzeption und Layout liegen bei der GKM-Zentralredaktion. Vervielfäl tigungen jeglicher Art sind nur mit ausdrücklicher Geneh migung des Verlags erlaubt. Erscheinung: Monatlich zum 30. Die Network-Karriere hat in den letzten Wochen das soziale Engagement der Network- Marketing-Firmen und ihrer Vertriebspartner untersucht und mit anderen Petra Seitz Branchen verglichen. Fakt ist, dass die überwiegende Zahl der Direktvertriebe in irgendeiner Form sozial engagiert ist. Was besonders auffällt: Es handelt sich dabei in den meisten Fällen nicht um lieblose Alibi-Spenden, die möglichst werbewirksam ausgeschlachtet werden, sondern um aktive Hilfsaktionen, die dort helfen, wo auch immer Not herrscht. Dafür gebührt allen unsere Hochachtung. Dabei kommt es nicht auf die Höhe der gespendeten Gelder oder auf die Menge für Notfälle gespendeter Produkte an. Schließlich sind die Möglichkeiten, dort zu helfen, wo Hilfe dringend notwendig ist, zunächst von der Unternehmensgröße und den zur Verfügung stehenden Mitteln abhängig. Es gibt durchaus Network- Marketing-Firmen, die jedes Jahr mehrere Millionen Euro ausgeben, um ganz gezielt Kindern, in Not geratene Familien zu helfen oder den Tier- und Umweltschutz massiv zu unterstützen. Nicht weniger wiegt das Engagement hunderttausender Vertriebspartner, die bei speziellen Charity-Produkt- Promotions auf ihre Provision verzichten und diese für wohltätige Zwecke zur Verfügung stellen. Das zeigt, dass die im Direktvertrieb tätigen Männer und Frauen das Herz auf dem rechten Fleck haben. Sie verdienen größte Anerkennung. In der Weihnachtsausgabe der Network- Karriere stellen wir Ihnen, liebe Leserinnen und Leser die unterschiedlichen Hilfsengagements der Direktvertriebs-Unternehmen und ihrer Vertriebspartner vor und lassen die Firmenchefs über deren Motivation und Ziele berichten. Das Titel-Interview dieser Ausgabe bestreitet Oliver Raach, Oskar-Preisträger in der Kategorie Lebenswerk und 1. Preisträger beim Deutschen Motivationspreis. Sein Credo: „Tue dir und anderen etwas Gutes und mache es durch Kommunikation sichtbar. Sei es im sozialen Engagement, in der gesellschaftlichen Verantwortung oder im Umweltbewusstsein und es wird daraus eine beidseitige Win-Win-Situation resultieren.“ Ihre Petra Seitz, Verlagsleiterin der Network-Karriere 12.2018

INHALT/LESERBRIEFE 3 MARKUS MILLER IM TITELINTERVIEW Krypto-Währungs-Experte Markus Miller wirft einen Blick auf das Zeitalter der Digitalisierung und die neu entstehende Krypto-Ökonomie. Die Digitalisierung hat nicht nur große Veränderungen in der Wirtschaft, der Gesellschaft oder der Politik, sondern auch in den Bereichen Bildung, Kultur oder Sport bewirkt. Für Networker bieten sich durch die Entstehung neuer Produkte und Märkte in Kombination mit der digitalen Vernetzung große Zukunftsmärkte und Chancen. Markus Miller warnt jedoch auch vor schwarzen Schafen im Krypto-Währungs-MLM-Vertrieb. Seite 17 Enhanzz-Gründer Dr. Sven Goebel Perfekt vorbereitet: Schweizer Direktvertrieb Enhanzz startet durch. Seite 06 Bob Proctor Weltstar Bob Proctor beim Zija- Kick-off in Frankfurt. Seite 10 Rolf Sorg Asia Pacific Congress zeugt vom rasanten Aufstieg von PM-International im Asien-Pazifik-Raum. Seite 11 Thomas Drohmann Aus der Praxis: So geht erfolgreiches Enhanzz Family Business. Seite 12 Andreas Friesch LR Health & Beauty mit „Ahlener Mammut“-Wirtschaftspreis ausgezeichnet. Seite 13 Dr. Alfred Gruber Welche Auswirkungen hat der Elektrosmog auf unsere Gesundheit? Seite 14 Jerome Hoerth Nahrungsergänzung: Konzentrierter Gesundheitskick im Höhenflug. Seite 18 Reiner Holznagel Beleg dafür, dass Milliarden Euro Steuermittel sinnlos verschwendet werden. . Seite 22 Chiara Ponti Network-Marketing-Einstieg: Nicht nur wissen, sondern auch tun! Seite 24 Robert Pauly Network-Marketing: Wie können wir den Glauben anderer Menschen verändern? Seite 27 Kerstin Marent Mompreneur: Direktvertriebs-Unter nehmerin und Mama von sechs Kindern. Seite 29 Dieter Narr/Bertram Wohlschlegel Die Betriebsprüfung ist kein Kuhhandel mit dem Finanzamt. Seite 31 +++++++++++++++++++++ LESERBRIEFE +++++++++++++++++++++ Lie be Le se rin nen und Le ser, Ihre Mei nung ist wich tig für uns. Schließ lich ma chen wir die se Zeitung für Sie. Schrei ben Sie uns, was Sie gut oder schlecht fin den, ge ben Sie An re gun gen, äu ßern Sie Wünsche, kom men tie ren Sie ein zel ne Be rich te ... – wir freu en uns über Ihre Rück mel dun gen! Und un kompli ziert ist es auch: Sen den Sie uns ein fach eine E-Mail an: le ser mei nung@net work-kar ri e re.com Es ist doch ein Unding, dass die Bußgelder der Autohersteller, die diese für den Diesel-Betrug zahlen müssen, in die Staatskasse fließen und die betrogenen Diesel-Fahrer auf riesigen Kosten sitzen bleiben. Vater Staat verdient überall mit, die Autofahrer sind die Melkkühe der Nation – siehe auch die aktuell hohen Spritpreise, die mit dem Niedrigwasser auf den Rhein begründet werden. Von den 1,55 Euro Benzinkosten gehen 90,7 Cent an den Staat. Je höher die Benzinpreise klettern, desto mehr profitiert die Staatskas- se, die dann das Geld in Milliardenhöhe verpulvert. Armes Deutschland. Fr. Heller Die Frage, ob sich der Direktvertrieb in der Öffentlichkeit besser darstellen und positionieren sollte, ist berechtigt. Die meisten Firmen sind in der Öffentlichkeit, sprich in den Medien überhaupt nicht sichtbar, wohl weil sie keinerlei Kontakt mit den Medien wollen und haben. Es ist nicht verwunderlich, dass die Medien dann nur Negatives über diesen Geschäftszweig berichten. Gut, dass wenigstens die Network-Karriere durch ihre Berichte den Direktvertrieb positiv ins Gespräch bringt. K. L. Becker Zu Ihrem Artikel „Mehr Selbstdarstellung des Direktvertriebs“: Man könnte meinen, dass sich die Direktvertriebs-Firmen ihres Geschäfts schämen. Nur nicht in der Öffentlichkeit erscheinen, nur nicht auffallen. Wir alle machen doch ein tolles Geschäft, das wir zeigen und hinter dem wir stehen können! Wimmer Hans In Österreich hat ein Direktvertriebs- Kongress mit Verkäufern aus allen möglichen Firmen stattgefunden. In Deutschland organisieren einige wenige Produktberater unterschiedlicher Firmen recht erfolgreich kleine Direktvertriebs-Messen um Produkte und das Geschäft vorzustellen. Warum können sich nicht alle Firmen zusammentun und so etwas im Großen veranstalten? Das hätte sicher eine große Wirkung in der Öffentlichkeit. Sie als Zeitung könnten das doch einmal in die Hand nehmen? Hedwig Gruber Auch wenn Sie massiv kritisiert und persönlich angegriffen werden, ich finde es lobenswert und mutig, dass Sie den Coin-Abzockern mit aller Deutlichkeit auf die Finger klopfen. Dies wird wohl viele Vertriebler, die an den schnellen Reichtum glauben, nicht davon abhalten, da mitmischen zu wollen. Aber auch die werden feststellen, dass man Geld nur durch seiner Hände Arbeit verdienen kann. Das zumindest habe ich aus meinem eigenen Coin-Vertriebsengagement gelernt. L. Lebsanft Ich bin nicht bei proWin tätig, verfolge aber mit viel Anerkennung, wie sehr sich die Gründerfamilie in allen möglichen sozialen und caritativen Bereichen engagiert. In dieser Größenordnung und bei dem persönlichen Einsatz hat das nichts mit Steuernsparen und Öffentlichkeitsarbeit zu tun. Das ist eine Sache des Kopfes und Herzens. Schön, dass es in unserer geldgesteuerten Welt noch solche Menschen gibt. Anneliese Graupner Ich glaube, Sie haben während Ihrer langen Network-Karriere-Zeit schon so viel mitgemacht, dass Sie ein paar unverschämte Drohbriefe aus der MLM-Krypto-Szene nicht aus der Bahn werfen. Die wirklich „schweren Jungs“ müssen sich zunehmend mit ganz anderen Themen auseinandersetzen. Entweder jagt sie die Justiz oder sie sind im Visier von Leuten, die sich über den Tisch gezogen fühlen. Da nützt das viele Geld auch nichts. Andre Gerber Es ist sicher gut und schafft wohl auch Auflage, wenn Ihre Zeitung LESERBRIEFE IHRE MEINUNG IST GEFRAGT immer wieder auf die Haftungsrisiken der Vermittler von Bitcoin- MLM-Systemen hinweist und dies auch durch namhafte Autoren unterstreicht. Ob sich diese Leute allerdings von ihrem Tun abhalten lassen, steht auf einem anderen Papier. Wer einmal das Blut des schnellen Geldes geleckt hat oder zumindest daran glaubt, wird sich davon nicht beeindrucken lassen. Jedes Verbrechen steht unter Strafandrohung. Trotzdem passieren jeden Tag neue Verbrechen. Jürgen Hansmann

NETWORK-KARRIERE

Network-Karriere / Ausgabe 10/14 - "10 Jahre"

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